Demi Vollering setzte ihren Effort am Mur de Huy perfekt an, lancierte eine lang gezogene Beschleunigung und gewann La Flèche Wallonne Femmes 2026 vor
Puck Pieterse und Paula Blasi nach einem unerbittlich offensiv geführten Rennen.
In einem Finale, das von frühen Attacken und einer verkleinerten Spitzengruppe geprägt war, erwies sich Vollerings anhaltender Antritt als entscheidend. Die Niederländerin konterte den späten Schlusssprint von Pieterse und sicherte sich ihren zweiten Sieg bei diesem Rennen.
Frühe Offensive zerreißt das Rennen lange vor dem Finale
La Flèche Wallonne Femmes 2026 wurde deutlich intensiver gefahren als das Männerrennen zuvor am Tag. Wiederholte Angriffe und eine große frühe Flucht prägten die Auftaktphase.
Eine Gruppe von elf Fahrerinnen sorgte für die erste nennenswerte Selektion, mehrere Top-Teams waren vertreten. Das Feld zog den Vorstoß unter Druck nach und nach wieder zu. Auch nach der Regruppierung blieb die Offensive unvermindert, das Rennen strukturierte sich vor dem lokalen Rundkurs immer wieder neu.
Aalerud und Dubau-Prévot beleben das Rennen vor Cherave
In der Schlussrunde öffnete sich das Rennen erneut, als Katrine Aalerud und Axelle Dubau-Prévot wegfuhren, rund 40 Sekunden Vorsprung herausfuhren und dahinter eine Reaktion erzwangen.
FDJ United-Suez, Canyon//SRAM und Movistar organisierten die Nachführarbeit, während das Favoritenfeld unter dem konstant hohen Tempo weiter schrumpfte. Ihr Vorstoß bereitete letztlich die Bühne für die entscheidende Selektion.
Die Côte de Cherave erwies sich als Schlüsselstelle vor dem Finale. Elise Chabbey setzte eine scharfe Attacke, die die Ausreißerinnen sofort stellte.
Nur eine ausgesuchte Gruppe konnte folgen und formte eine Elite-Spitze mit Demi Vollering, Puck Pieterse, Kasia Niewiadoma und Anna van der Breggen. Dahinter rissen schnell Lücken, was bestätigte, dass die Entscheidung aus dieser reduzierten Gruppe fallen würde.
Demi Vollering bei der Streckenbesichtigung vor La Flèche Wallonne 2026
Vollering setzt den entscheidenden Vorstoß am Mur de Huy
Rund 20 Fahrerinnen erreichten gemeinsam den Fuß des Mur de Huy, doch die vorangegangene Offensive sorgte dafür, dass der entscheidende Anstieg mit schweren Beinen gefahren wurde. FDJ United-Suez machte das Tempo, bevor Vollering sich positionierte und ihren Effort früher als viele Konkurrentinnen lancierte. Die Beschleunigung erinnerte an ihren Sieg im Vorjahr und machte den Anstieg zu einem langen, gleichmäßigen Effort statt eines späten Sprints.
Niewiadoma hielt zunächst mit, konnte das Tempo mit zunehmender Steigung aber nicht mehr halten. Pieterse setzte ihren Effort später an und begann in den letzten Metern die Lücke zu schließen. Trotz des späten Drucks verteidigte Vollering ihren Vorsprung bis zur Linie und widerstand Pieterses Schlussoffensive auf dem flacheren oberen Abschnitt des Anstiegs.
Hinter der Siegerin sicherte sich Pieterse nach ihrem späten Antritt Rang zwei, kam nahe heran, konnte Vollering aber nicht mehr überholen. Paula Blasi komplettierte nach einem starken Schlussanstieg das Podium und zog in der Endphase an Niewiadoma vorbei. Dahinter komplettierten Niewiadoma und Van der Breggen die Top Fünf, nachdem sie in den letzten Metern abreißen lassen mussten.