Die Saisonpläne 2026 von
Richard Carapaz zerplatzten vor sieben Wochen: Der ecuadorianische Star musste sich einer Operation unterziehen, verpasste damit den Giro d’Italia und war bei
EF Education-EasyPost über drei Wochen lang vom Rad verbannt, während er sich erholte.
Carapaz hatte die erste Saisonhälfte um die Corsa Rosa aufgebaut, musste sich jedoch am 29.04. einer Operation zur Entfernung einer perinealen Zyste unterziehen und fiel dadurch für die Grand Tour aus. Anfangs hoffte man noch auf eine rechtzeitige Genesung, doch die Wunde heilte nicht schnell genug, sodass er umplanen musste.
Nach 24 Tagen ohne Radtraining erholte er sich zu Hause und nutzte die neue Lage für einen frischen Trainingsblock mit Blick auf die
Tour de France.
„Im Moment fühle ich mich auf dem Rad gut“, sagte Carapaz in einer
Team-Mitteilung. „Ich konnte viel Zeit zu Hause verbringen, mich bestmöglich erholen und gut trainieren. Vor allem war ich die ganze Zeit an einem Ort. Das hat mir erlaubt, einen neuen Trainingsblock aufzubauen und wieder einen stabilen Rhythmus zu finden.“
Carapaz kehrt vor der Tour de France ins Renngeschehen zurück
Nun stehen für ihn der GP Gippingen und anschließend die Tour de Suisse auf dem Programm, um mit Topform nach Frankreich zurückzukehren. Beim Leistungstest im Training gefielen dem achtfachen Grand-Tour-Etappensieger die Beine, er ist heiß auf den Neustart mit großen Zielen – weiß aber, dass es gleich ins tiefe Wasser geht.
„Ich konnte auf Meereshöhe trainieren und die neuen Eindrücke testen, und ehrlich gesagt waren sie sehr, sehr gut. Den GP Gippingen bin ich schon gefahren. Ich hoffe, alles läuft rund.“
Er ergänzte: „Die Tour de Suisse ist ein Rennen, für das ich immer eine große Zuneigung habe. Ich habe mich bestmöglich vorbereitet – auch mit Blick auf die Tour. Es wird eine Feuerprobe. Für die Tour bin ich immer hoch motiviert. Ich habe große Ambitionen.“
Carapaz peilt in diesem Sommer seine Rückkehr zur Tour de France an – nach einem denkwürdigen Auftritt 2024, als er die Bergwertung gewann, Gelb trug, eine Etappe siegte und zudem als kämpferischster Fahrer ausgezeichnet wurde.