Die
Czech Tour 2026 findet vom 13. bis 16. August statt. In einem dicht gefüllten Rennkalender bietet Tschechiens wichtigste Rundfahrt zahlreichen Fahrern die Gelegenheit, in einer entscheidenden Phase der Saison ihre Qualitäten im Sprint und am Berg unter Beweis zu stellen. Wir werfen einen Blick auf das
Streckenprofil der einzelnen Etappen.
Erstmals ausgetragen wurde das Rennen 2010, damals noch als Veranstaltung einer niedrigeren Kategorie. Mit Leopold König sicherte sich gleich bei der Premiere einer der größten tschechischen Fahrer den Gesamtsieg. Die ersten vier Austragungen endeten jeweils mit einem einheimischen Sieger, ehe Martin Mortensen diese Serie 2014 durchbrach. Im vergangenen Jahrzehnt stieg das sportliche Niveau der Rundfahrt deutlich an, gleichzeitig nahmen immer mehr WorldTour-Teams die Czech Tour in ihren Rennkalender auf.
Auch die Siegerliste verdeutlicht diese Entwicklung. Fahrer wie Daryl Impey, Filippo Zana, Florian Lipowitz und Marc Hirschi konnten die Rundfahrt bereits für sich entscheiden. 2025 setzte sich Junior Lecerf im Kampf um den Gesamtsieg gegen Cian Uijtdebroeks durch.
Zeitplan Czech Tour 2026:
| Etappe | Datum | Startort | Zielort | Distanz (km) | Etappentyp |
| 1 | 13.08.2026 | Prague | Karlovy Vary | 163 | Flach |
| 2 | 14.08.2026 | Mladá Boleslav | Liberec (Ještěd) | 155 | Gebirgig |
| 3 | 15.08.2026 | Pardubice | Dlouhé stráně | 171 | Gebirgig |
| 4 | 16.08.2026 | Kroměříž | Pustevny | 160 | Gebirgig |
Vorschau Czech Tour 2026: Gesamtwertung
Der Kampf um den Gesamtsieg dürfte sich an den drei hügeligen beziehungsweise bergigen Renntagen entscheiden. Das Rennen präsentiert sich dabei ausgesprochen offen: Das überschaubare Starterfeld bietet zahlreichen Fahrern die Chance auf ein Topresultat, zumal die Form einiger Favoriten nur schwer einzuschätzen ist.
Mikel Landa ist zwar der prominenteste Name am Start, befindet sich derzeit jedoch nicht in seiner besten Form. Quick-Step kann mit Mauri Vansevenant auf einen zweiten Kapitän setzen. Netcompany INEOS schickt Andrew August und Embret Svestad-Bardseng ins Rennen, während NSN Cycling Team mit Jan Hirt und Marco Frigo mehrere Optionen besitzt.
Der Gesamtsieger muss allerdings keineswegs aus einem WorldTour-Team kommen. TotalEnergies bringt mit Jordan Jegat und Nicolas Breuillard gleich zwei Fahrer an den Start, denen der Gesamtsieg zuzutrauen ist. Ebenfalls zum Kreis der Kandidaten zählen Jan Castellon, Alessandro Fancellu, Kamiel Bonneu, Domenico Pozzovivo und Luca Covili.
Prognose Czech Tour 2026 Gesamtwertung:
*** Jordan Jegat, Andrew August
** Nicolas Breuillard, Jan Hirt, Embret Svestad-Bardsenf
* Mikel Landa, Mauri Vansevenant, Marco Frigo, Jan Castellon, Alessandro Fancellu, Domenico Pozzovivo, Kamiel Bonneu
Unser Tipp: Jordan Jegat
Vorschau Czech Tour 2026 – 1. Etappe
Die erste Etappe bietet die einzige klare Gelegenheit für die Sprinter bei der diesjährigen Czech Tour. Entsprechend dürften vor allem die endschnellen Fahrer um den Tagessieg kämpfen.
Ben Turner geht als klarer Topfavorit auf den Etappensieg und damit auch auf das erste Führungstrikot der Rundfahrt ins Rennen. Auf dem Papier verfügt der Brite gegenüber seinen Konkurrenten über einen deutlichen Vorteil.
Prognose Czech Tour 2026 Etappe 1:
*** Ben Turner
** Thomas Pesenti, Scott McGill
* Dominik Neuman, Sergi Darder, Romet Pajurm, Riley Sheehan
Unser Tipp: Ben Turner
Profil Etappe 1: Prague - Karlovy Vary
Prague - Karlovy Vary, 163 Kilometer
Der Auftakt führt durch die Hauptstadt Prag und ist auf dem Papier die „einfachste“ Etappe der Rundfahrt. Leicht wird der Tag dennoch keineswegs: Als einziges der vier Teilstücke endet er nicht am Berg und beinhaltet keinen langen Schlussanstieg.
Damit bietet sich den Sprintern eine gute Gelegenheit. Gleichzeitig könnten aber auch eine Ausreißergruppe oder eine späte Attacke auf dem Weg nach Karlovy Vary zum Erfolg führen. Fest steht: Die erste Etappe unterscheidet sich deutlich vom restlichen Programm.
Profil Etappe 2: Mladá Boleslav - Ještěd
Mladá Boleslav - Ještěd, 155 Kilometer
Der zweite Renntag könnte bereits die Königsetappe der Czech Tour sein. Er eröffnet eine dreitägige Serie im tschechischen Gebirge, wobei alle drei Etappen einem ähnlichen Muster folgen. Von Mlada Boleslav führt die Strecke zunächst in ein hügeliges Finale, ehe die erste Bergankunft der Rundfahrt wartet.
Der Schlussanstieg zum Jested ist insgesamt 15 Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 4,1 Prozent auf. Extrem steil ist der Berg damit nicht, unterschätzt werden sollte er dennoch nicht. Während einige Abschnitte vergleichsweise moderat ausfallen, nehmen die Schwierigkeiten in der zweiten Hälfte deutlich zu. Die letzten zwei Kilometer steigen im Schnitt mit 7 Prozent an – hier können bereits entscheidende Zeitabstände entstehen.
Profil Etappe 3: Pardubice - Dlouhé stráně
Pardubice - Dlouhé stráně, 171 Kilometer
Die dritte Etappe startet in Pardubice und folgt einem ähnlichen Muster wie der Vortag. Vor dem Schlussanstieg nach Dlouhe strane stehen diesmal allerdings etwas weniger Höhenmeter auf dem Programm.
Der finale Anstieg ist gleichmäßiger und insgesamt etwas steiler. Auf gut 13 Kilometern geht es mit durchschnittlich 5,4 Prozent bergauf, wobei die Steigung in Richtung Gipfel kontinuierlich zunimmt.
Auch technisch wird das Finale anspruchsvoll: Mehrere Kehren und zunehmend steilere Rampen prägen die entscheidenden Kilometer. Damit könnte die dritte Etappe zu einem Schlüsseltag im Kampf um den Gesamtsieg werden.
Profil Etappe 4: Kroměříž - Pustevny
Kroměříž - Pustevny, 160 Kilometer
Die Schlussetappe führt über 160 Kilometer von Kromeriz nach Pustevny. Das Profil ähnelt den beiden vorherigen Tagen: Vor dem entscheidenden Schlussanstieg warten nur wenige größere Kletterpassagen.
Der finale Anstieg fällt diesmal etwas kürzer, dafür aber steiler aus. Nach 7,9 Kilometern mit durchschnittlich 6,6 Prozent endet die Czech Tour oben in Pustevny.
Siegerliste Czech Tour:
| Jahr | 1. | 2. | 3. |
| 2025 | Junior Lecerf | Cian Uijtdebroeks | Alessandro Fancellu |
| 2024 | Marc Hirschi | Diego Ulissi | Lorenzo Fortunato |
| 2023 | Florian Lipowitz | Ben Zwiehoff | Jakub Otruba |
| 2022 | Lorenzo Rota | Anthon Charmig | Kevin Colleoni |
| 2021 | Filippo Zana | Tobias Halland Johannessen | Rein Taaramae |
| 2020 | Damien Howson | Jay Vine | Michael Storer |
| 2019 | Daryl Impey | Rohan Dennis | James Knox |
| 2018 | Riccardo Zoidl | Pavel Sivakov | Nikolay Cherkasov |
| 2017 | Josef Černý | Daniel Turek | Michal Schlegel |
| 2016 | Diego Ulissi | Fabio Felline | Mauro Finetto |
| 2015 | Petr Vakoč | Leopold König | Jan Bárta |
| 2014 | Martin Mortensen | Jesper Hansen | André Looij |
| 2013 | Leopold König | Jan Bárta | Roman Kreuziger |
| 2012 | František Paďour | Jan Bárta | Leopold König |
| 2011 | Stanislav Kozubek | Dariusz Baranowski | Jiří Hudeček |
| 2010 | Leopold König | Tomáš Bucháček | Michal Kadlec |
| 2009 | Martin Hebík | Petr Benčík | Jiří Nesveda |