Cian Uijtdebroeks stieg bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes vom ernüchternden Tief im Badezimmer zu den Höhen des Grand Colombier auf. Der Movistar-Profi überzeugte auf der 7. Etappe, obwohl er offenlegte, dass er zu Wochenbeginn gesundheitlich angeschlagen war.
Als das Rennen auf der Hochgebirgsetappe am Samstag zum Siedepunkt kam, gehörte der Belgier zu den auffälligsten Fahrern. Er wurde Tagesfünfter, vor Paul Seixas und Mattias Skjelmose unter anderem.
Mit der Tour de France unmittelbar vor der Tür erhielt Uijtdebroeks damit eine klare Standortbestimmung, während er sich darauf vorbereitet, sein Team bei der Grand Tour anzuführen. Noch vor wenigen Tagen hätte der 23-Jährige allerdings nicht erwartet, an der Spitze des Rennens mitzumischen.
„Ich wusste wirklich nicht, was ich erwarten sollte“, sagte er nach der Etappe
bei HLN. „Ich habe unter der Woche nicht viel darüber gesprochen, aber ich habe mich krank gefühlt.“
Cian Uijtdebroeks unter den von Krankheit betroffenen Fahrern
Erkrankungen haben mehrere Teams bei der Rundfahrt ausgebremst, darunter Visma | Lease a Bike und Bahrain-Victorious, doch Movistar traf ein Ausbruch besonders hart. Ivan Romeo und Jefferson Cepeda mussten krankheitsbedingt aufgeben, Uijtdebroeks kämpfte sich durch.
Der Belgier traf jedoch den richtigen Moment und zeigte starke Beine an den brutalen Rampen des Col du Grand Colombier. Vor einem weiteren harten Klettertag liegt er als Gesamtachter in den Top Ten und könnte sich mit einer starken Leistung weiter an die Top fünf heranarbeiten.
„Ich habe in den vergangenen Tagen viel Zeit im Badezimmer verbracht. Aber seit heute Morgen (Samstag) geht es mir besser. Endlich hatte ich wieder dieselben Empfindungen wie zu Beginn des Rennens.“
„Da kommt noch ein bisschen mehr, aber das gilt für alle. Eine Leistung wie diese zeigt, dass die Basis stimmt.“