Baskenland-Rundfahrt 2026, Etappe 5: Vorschau, Profile, Favoriten & Prognosen – Kann jemand Paul Seixas auf der brutalen Königinetappe stoppen?

Radsport
Donnerstag, 09 April 2026 um 19:30
Paul Seixas wins in the yellow jersey
Vom 06. bis 11.04. reist das Peloton ins Baskenland, eine der heiligen Regionen des Radsports, zur Baskenland-Rundfahrt. Die sechstägige Rundfahrt ist traditionell geprägt von steilen Anstiegen, schmalen Straßen, wechselhaftem Wetter und leidenschaftlichen Fans – ein Fixpunkt des Frühjahrs. Wir blicken auf Etappe 5, deren Start und Ziel für 12:05 bzw. 16:30 MESZ veranschlagt sind.
Das Rennen wurde erstmals 1924 ausgetragen, Sieger war Francis Pélissier. 1935 gewann Gino Bartali eine isolierte Ausgabe, anschließend fehlte die Itzulia über 30 Jahre im Kalender. Erst 1969 erlebte sie eine Wiedergeburt – und das mit Knalleffekt, denn kein Geringerer als Jacques Anquetil triumphierte.
Im Laufe der Jahre siegten zahlreiche Legenden im Baskenland: Luis Ocaña, Sean Kelly, Stephen Roche, Tony Rominger, Alex Zülle und Laurent Jalabert. Die Serie spanischer Erfolge riss auch im neuen Jahrhundert nicht ab. Gewonnen haben unter anderem: Aitor Osa, Iban Mayo, José Ángel Gómez Marchante, Juan José Cobo, Alberto Contador (viermal), Sámuel Sánchez, Joaquím Rodríguez, Alejandro Valverde, Ion Izagirre und zuletzt 2024 Juan Ayuso.
Zudem feierte Nairo Quintana 2013 früh in seiner Karriere einen Durchbruchssieg, dazu kamen Primoz Roglic (2018 und 2021), Daniel Martínez, 2023 Jonas Vingegaard und 2025 João Almeida, der die Rundfahrt über die Bergetappen dominierte.

Profil Etappe 5: Eibar - Eibar

Profil_Baskenland-Rundfahrt2026_Etappe5
Eibar - Eibar, 176,5 Kilometer
Die Königsetappe startet und endet in Eibar, wie so oft in den vergangenen Jahren. Die Anstiege sind nicht extrem lang, doch sie zeigen den typischen Charakter des Baskenlands: Über 4000 Höhenmeter verteilen sich auf die 176 Kilometer dieser Etappe.
Es ist eine harte Prüfung mit acht klassifizierten Anstiegen, mehrere davon sehr steil – und das gleich von Beginn an. Zwei Anstiege direkt nach dem Start können das Gesamtklassement selektieren, eine sehr starke Ausreißergruppe ermöglichen oder sofort einen GC-Angriff provozieren. Arzuki misst allein 5,7 Kilometer bei 7,7%, mit wiederholt deutlich höheren Rampen.
Der Anstieg nach Krabelin, eine der Auffahrten zum mythischen Alto de Arrate, steht 67 Kilometer vor dem Ziel an und ist die schwerste Prüfung des Tages: insgesamt 5 Kilometer mit 9,4% im Schnitt – erneut durchsetzt mit brutal steilen Passagen. Danach folgt ein Bonussprint im Tal, der Anstieg nach Trabakua (3,4 km; 6,7%; 45 km vor dem Ziel) und drei explosive Kuppen unmittelbar im Anschluss.
Doch die Härte bleibt konstant. Im Durchschnitt wartet erst dann der steilste Anstieg des Tages hinauf nach Izua: 3,6 Kilometer mit satten 10%, Gipfel 26 Kilometer vor dem Ziel.
Zu diesem Zeitpunkt ist das Rennen unweigerlich in Stücke gerissen. Es bleibt jedoch noch Urkaregi, deutlich sanfter (5,3 km, 4,3%), dessen Passhöhe 12 Kilometer vor dem Ziel liegt. Nach der Abfahrt führen die letzten Kilometer über eine leichte, falsche Ebene Richtung Ziel – ideal, um Lücken zu vergrößern oder zu schließen, bevor es in Eibar ins Finale geht.

Prognose Baskenland-Rundfahrt 2026 Etappe 5

** Florian Lipowitz, Ion Izagirre
* Primoz Roglic, Mattias Skjelmose, Alex Baudin, Ben Tulett, Cian Uijtdebroeks, Pello Bilbao, Harold Tejada, Christian Scaroni, Marc Soler, Juan Pedro López, Alex Aranburu, Markel Beloki, Kévin Vauquelin, Tobias Johannessen
Tipp: Paul Seixas
Art und Weise: Solo-Attacke.
Original: Rúben Silva
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