Tadej Pogacar kehrt an diesem Wochenende zur
Paris-Roubaix zurück, gestützt von einer starken
UAE Team Emirates - XRG-Aufstellung. Der Slowene jagt eines der seltensten Kunststücke des modernen Radsports.
Pogacar vor historischem Roubaix-Coup gegen Van der Poel
Nach Siegen bei Mailand–Sanremo und der
Flandern-Rundfahrt in diesem Frühjahr reist Pogacar mit vier der fünf Monumente im Gepäck in die Hölle des Nordens. Ein Sieg am Sonntag würde das Quintett komplettieren – als erster Fahrer seit Roger De Vlaeminck 1979.
Für Pogacar ist der Fokus klar, der Druck jedoch gering. „Es ist kein Geheimnis, dass
Paris-Roubaix eines der großen Ziele in diesem Saisonabschnitt ist“,
sagt er in einer Pressemitteilung. „Die wenigen Rennen bislang liefen perfekt, also ist die Motivation hoch, der Druck aber niedrig.“
Ein bewährter Roubaix-Kern um Pogacar
UAE Team Emirates-XRG stellt nicht nur Helfer, sondern eine Formation, die auf den brutalen Pavé-Sektoren selbst Akzente setzen kann. In Compiègne startet Pogacar gemeinsam mit
Florian Vermeersch,
Nils Politt, Mikkel Berg, Sebastián Molano, António Morgado und Rui Oliveira. Eine Gruppe mit Tiefe und ausgewiesener Kopfsteinpflaster-Kompetenz.
Vermeersch bleibt einer der herausragenden Roubaix-Fahrer im Team. 2021 wurde er bei seinem Debüt Zweiter, nachdem er mit Sonny Colbrelli und Mathieu van der Poel gemeinsam ins Vélodrome von Roubaix eingefahren war. Der Belgier transportierte diese Form in die Saison 2026, half maßgeblich bei Pogacars Monument-Siegen und lieferte eigene Topresultate.
Politt bringt derweil verlässliche Konstanz in Roubaix ein: Zweiter 2019, Vierter 2024. Seine Wattleistung und Erfahrung auf flachen Pavé-Passagen prädestinieren ihn zum Straßenkapitän in der Schlussphase.
Gemeinsam bilden sie das Rückgrat eines Teams, das Pogacar schützen und das Rennen prägen kann. „Wir haben so eine starke Mannschaft mit Jungs, die hier schon auf dem Podium standen. Es bin nicht nur ich, der für ein Ergebnis infrage kommt.“
Pogacar kehrt mit offener Rechnung zurück
Paris-Roubaix ist das einzige Monument, das in Pogacars Palmarès fehlt. Sein Debüt 2025 deutete jedoch an: Es ist nur eine Frage der Zeit.
Der Slowene wurde hinter Mathieu van der Poel Zweiter, nachdem er in den letzten 40 Kilometern stürzte – zuvor hatte er die Spitze bereits in eine entscheidende Gruppe selektiert. Bis zum Sturz steuerte vieles auf ein direktes Duell der beiden zu.
Nun kehrt Pogacar stärker zurück und mit klarer Momentumlage. „Ich werde es genießen, egal wie das Ergebnis ausfällt, und freue mich auf ein gutes Rennwochenende.“
Pogacar wurde bei seinem Paris-Roubaix-Debüt 2025 Zweiter
Geschichte in Reichweite auf dem Kopfsteinpflaster
Ein Sieg in Roubaix würde Pogacars Monument-Satz komplettieren und ihn in eine Reihe mit Eddy Merckx, Rik Van Looy und Roger De Vlaeminck stellen – den einzigen Fahrern, die alle fünf gewonnen haben. Zudem hielte er dann alle fünf Monumente gleichzeitig, ein Novum der modernen Ära.
Im Weg steht jedoch der Mann, der dieses Rennen zuletzt geprägt hat. Mathieu van der Poel reist als dreifacher Titelverteidiger an und jagt den vierten Sieg in Serie – auf Terrain, das seine Kraft und Positionierung immer wieder belohnt.
Für Pogacar und UAE Team Emirates-XRG ist die Aufgabe klar. Wer Paris-Roubaix erobert, bezwingt das unberechenbarste Monument des Radsports.
UAE Team Emirates - XRG für Paris-Roubaix 2026
| Fahrer |
| Tadej Pogacar |
| Florian Vermeersch |
| Nils Politt |
| Mikkel Berg |
| Sebastian Molano |
| Antonio Morgado |
| Rui Oliveira |