Egan Bernal vor Giro-Start erleichtert: „Mein Kopf ist jetzt zu 100 Prozent bei der ersten Etappe“

Radsport
durch Nic Gayer
Freitag, 10 April 2026 um 13:30
bernal
Egan Bernal hat bestätigt, dass er bei der Giro d’Italia 2026 an den Start gehen wird – und damit Klarheit in eine Situation gebracht, die seine Grand-Tour-Pläne kurzfristig ernsthaft zu gefährden drohte.
Der Kapitän der INEOS Grenadiers sah sich in den vergangenen Tagen mit einem unerwarteten Verwaltungsproblem konfrontiert, das Zweifel an seiner rechtzeitigen Anreise nach Europa aufkommen ließ. Im Gespräch mit Caracol Televisión beruhigte Bernal jedoch rasch die Fans und erklärte, dass die Angelegenheit inzwischen vollständig geklärt sei.

Passproblem bringt Giro-Vorbereitung kurzfristig in Gefahr

Das Problem war nur wenige Tage vor seiner geplanten Abreise nach Europa aufgetreten, wo Bernal seinen Höhentrainingsblock abschließen wollte. In seinem Reisepass standen keine freien Seiten mehr für Einreisestempel zur Verfügung – ein Detail mit weitreichenden Folgen, das ihn zunächst in Kolumbien festhielt und unter erheblichen Zeitdruck setzte.
Der Vorfall drohte eine monatelang sorgfältig aufgebaute Vorbereitung zu gefährden. Schließlich verfolgt der Kolumbianer beim Giro das Ziel, wieder in die Spitzengruppe des Gesamtklassements zurückzukehren. Gemeinsam mit kolumbianischen Konsularbehörden und den Rechtsvertretern seines Teams konnte die Passerneuerung jedoch beschleunigt werden, sodass einer rechtzeitigen Reise nach Europa nichts mehr im Wege stand.

Bernal richtet den Fokus wieder vollständig auf den Giro

Nach der Klärung der Situation stellte Bernal klar, dass seine volle Konzentration nun wieder dem Rennen gilt. „Es gab Tage mit viel Anspannung, an denen ich befürchtete, die ganze Arbeit der vergangenen Monate wegen etwas so Banalem wie einem Dokument zu verlieren, aber zum Glück ist alles geklärt, und mein Kopf ist jetzt zu 100 Prozent bei der ersten Etappe“, sagte er nach Erhalt der Reiseerlaubnis.
Mit entsprechend großen Ambitionen reist der Kolumbianer zum Giro. Die dreiwöchige Rundfahrt gilt als besonders anspruchsvoll, zudem wartet starke Konkurrenz im Kampf um das Gesamtklassement – unter anderem durch Jonas Vingegaard.
„Körperlich fühle ich mich auf dem besten Niveau meiner Karriere, und meine Motivation ist stärker denn je, weil ich meinen Teamkollegen und allen Fans, die mich durch diese unsichere Phase getragen haben, eine große Leistung schulde“, erklärte Bernal weiter.
Mit dem erneuerten Reisepass im Gepäck reist Bernal nun nach Italien. Seine Vorbereitung verläuft wieder planmäßig – und der Fokus richtet sich klar auf die entscheidenden Bergetappen, in denen er Akzente im Gesamtklassement setzen will.
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