Remco Evenepoels Fahrplan für 2026 bleibt trotz seines überragenden Saisonstarts unverändert, was bedeutet, dass er zwei der Monumente im Frühjahr nicht bestreiten wird, mit denen er im Winter in Verbindung gebracht wurde: Milano–Sanremo und die Ronde van Vlaanderen.
Red Bull - BORA - hansgrohe hat klar gemacht, dass es keine kurzfristigen Anpassungen geben wird. Langfristige Planung hat Vorrang vor der Euphorie seiner jüngsten Resultate.
News-Update zu Evenepoels Rennkalender ohne Sanremo und Flandern
Der Sportdirektor des Teams, Klaas Lodewyck, wurde gegenüber
Sporza unmissverständlich. Er erinnerte daran, dass das im Dezember beim Teamcamp auf Mallorca vorgestellte Programm vollumfänglich gilt und der Belgier sich daran halten muss. „Die UAE Tour und die Volta a Catalunya sind mehr als genug. Jetzt ist nicht der Moment, zu viele Extras draufzupacken“, sagte er und betonte, das Ziel sei ein sachter Aufbau über die Saison hinweg.
Gemäß diesem Fahrplan absolviert Evenepoel nach der UAE Tour ein längeres Höhentrainingslager, bevor er Ende März bei der Volta a Catalunya ins Renngeschehen zurückkehrt. Bei den Klassikern beschränkt er sich auf die Ardennen. Ein Debüt bei La Classicissima oder ein Auftritt auf dem flämischen Pflaster ist ausgeschlossen.
Der Fahrer selbst bestätigte diese Linie nach seinem Gesamtsieg bei der Volta a la Comunitat Valenciana. Auf eine mögliche Teilnahme an Milano–Sanremo angesprochen, wurde er deutlich: „Nach der UAE Tour steht ein langes Höhentrainingslager an, daher werde ich Milano–Sanremo definitiv nicht in meinen Kalender aufnehmen.“
Erste Reserve
Trotz dieser Aussagen berichten belgische Medien, Evenepoel könnte laut Het Laatste Nieuws als erste Reserve für
Red Bull - BORA - hansgrohe sowohl für Sanremo als auch für Flandern gelistet werden. Das Team beharrt jedoch darauf, nicht vom festgelegten Plan abzuweichen.
Die Debatte kommt inmitten eines famosen Jahresstarts. Evenepoel hat in nur acht Renntagen fünf Einzel- und einen Mannschaftszeitfahrsieg eingefahren. Zudem gewann er beim Challenge Mallorca das Trofeo Serra de Tramuntana und das Trofeo Andratx, nachträglich in sein Programm aufgenommene Rennen, die er souverän dominierte.
Remco Evenepoel glänzt bereits bei Red Bull - BORA - hansgrohe
Red Bull behält alles unter Kontrolle
Dennoch relativierte Lodewyck die Sorge, der Belgier könnte zu früh in Form sein, in einer Saison, in der erneut die Tour de France auf dem Programm steht. „Wenn er hier nicht gefahren wäre, hätte er hart trainiert. Es ist gut, dass wir mit Wettkämpfen begonnen haben. Darauf können wir nun aufbauen“, erklärte er.
Er wies zudem darauf hin, dass Evenepoel noch keinen spezifischen Höhentrainingsblock absolviert hat, weshalb noch Luft nach oben bestehe. „Er ist da, wo er sein muss, ohne die Grenze zu überschreiten“, schloss er.
Damit bleibt der klare Fokus der Saison die Tour, bei der Evenepoel seine dritte Platzierung aus dem Debütjahr 2024 verbessern will. Entsprechend soll der Kalender des Olympiasiegers möglichst kompakt bleiben, mit nur den notwendigen Formtests gleichmäßig bis zum Sommer verteilt. Red Bull würde in seiner Debütsaison mit Remco lieber einen Toursieg sehen als 20+ kleinere Erfolge.