Der
Exact Cross in Mol versprach das lange erwartete Winterduell zwischen
Wout van Aert und
Mathieu van der Poel, ehe das Rennen durch einen schweren Sturz und
Van Aerts anschließenden Ausstieg abrupt auf den Kopf gestellt wurde.
Van Aert sprach nach dem Vorfall nicht mit den Medien, doch Jan Boven, sportlicher Leiter bei
Team Visma | Lease a Bike, gab im Gespräch mit Het Nieuwsblad ein erstes medizinisches Update.
Laut Boven konnte Van Aert nicht weitermachen und hatte starke Schmerzen am Knöchel.
„Er konnte das Rennen nicht beenden und hat starke Schmerzen am Knöchel“,
sagte Boven zu Het Nieuwsblad. „Das muss weiter untersucht werden, bevor wir wirklich Schlüsse ziehen können.“
Knöchel nach heftigem Sturz die größte Sorge
Zwar kam Van Aert mit sichtbaren Schürfwunden am Knie aus dem Sturz, doch Boven bestätigte, dass der Knöchel das Hauptproblem sei. „Er hat kleine Abschürfungen am Knie, aber das war’s. Der Knöchel schmerzt am meisten. Er ist stark geschwollen, daher müssen wir jetzt sehen, was bereits untersucht werden kann.“
Der Zeitpunkt ist alles andere als ideal, denn der nächste World-Cup-Termin steht unmittelbar bevor. „Zonhoven ist schon in zwei Tagen, das ist sehr bald. Aber im Moment können wir wirklich noch keine hundertprozentige Aussage machen“, ergänzte Boven.
„Es war schmerzhaft, weil er so gut fuhr“
Die Enttäuschung ist umso größer, weil Van Aert vor dem Sturz extrem stark wirkte. In den brutalen Winterbedingungen von Mol arbeitete er sich mehrfach an Van der Poels Hinterrad zurück und hielt das Rennen bis tief ins Finale offen.
„In Loenhout war das Duell mit Van der Poel ebenfalls knapp, aber dort hatte er zwei Reifendefekte“, erklärte Boven. „Heute wirkte er wirklich souverän. Es war schön zu sehen, dass er ins Rennen zurückkommen und über zweieinhalb Runden ein Duell liefern konnte.“
Boven wies zudem die Vermutung zurück, Van der Poels früherer Rutscher habe den Sturz direkt verursacht. „Das war nicht die Ursache, aber Wout hat sich erschrocken und gespürt, dass er selbst einen kleinen Fehler gemacht hat. Es war wirklich eine Reaktion. Felipe Orts war dort eine Runde zuvor bereits gestürzt, es war eine sehr rutschige Kurve.“
Vismas Fokus liegt vorerst auf Abklärung statt auf Schlussfolgerungen. „Wir müssen die weiteren Untersuchungen abwarten“, sagte Boven. „Ihm ist klar, dass das natürlich alles andere als ideal ist, aber mental geht es ihm gut.“