Zoe Bäckstedts Rückkehr in den Cyclocross wurde
wegen einer Handgelenksverletzung bis zum Jahresende verzögert, doch die 21-jährige Britin fand rasch den Anschluss an die Spitze des Pelotons. Rechtzeitig für die Weltmeisterschaften in Hulst. Nach zwei Jahren Dominanz in der U23 gibt es nun kein Verstecken mehr: Bäckstedt trifft am Wochenende auf die größten Stars der Elite.
Sprung von der U23 zur Elite
Ihr Entwicklungssprung im Januar war bemerkenswert – Bäckstedt eröffnete den Winter Ende Dezember mit Rang 27 in Dendermonde. Schon eine Woche später folgte das erste Weltcup-Top-10 in Zonhoven. Zwei Wochen darauf bestätigte sie die Form mit Platz zehn in Benidorm, bevor sie in Maasmechelen (8.) und
vor allem in Hoogerheide, wo sie dem Podium schmerzlich nahekam, ihr bislang bestes Winterwochenende erlebte.
„Ich bin super positiv eingestellt für dieses letzte Doppelwochenende mit Rennen. Wir hatten ein hartes Trainingslager mit dem Team, deshalb wusste ich nicht genau, was zu erwarten war, aber es scheint, als hätten diese großen Tage wirklich gut angeschlagen!“, äußerte Bäckstedt ihre Vorfreude in einer Teammitteilung.
In Hoogerheide fehlte Bäckstedt am Ende nur eine Sekunde auf die drittplatzierte Amandine Fouquenet. Zum Rennen sagte sie, sie „kann endlich zufrieden mit dieser Fahrt sein“, trotz alles andere als idealer Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt.
Die Britin hat die seltene Chance auf einen einzigartigen Hattrick: Titel bei den Juniorinnen, der U23 und nun der Elite bei den Cyclocross-Weltmeisterschaften. Obwohl Bäckstedt bereits begeistert wirkt, sich auf der großen Bühne
mit Lucinda Brand, Puck Pieterse und Ceylin Alvarado zu messen:
„Ich freue mich auf meine ersten Elite-Weltmeisterschaften. Es wird eine Herausforderung und ein ganz anderer Renncharakter, als ich ihn gewohnt bin, aber das ist die halbe Freude“, sagte sie. „Ich habe ehrlich gesagt keine Erwartungen an ein Resultat – es geht eher darum, die guten Beine aus diesem Wochenende rüberzuretten.“
Bloß nicht überziehen
Und wie bereitet sich eine Medaillenkandidatin auf das Hauptereignis der Cross-Saison vor? „Die Woche vor den Worlds besteht vor allem aus Erholung – viel Zeit auf der Couch, das war’s im Grunde! Klar, es gibt ein paar Tage mit letzten Intervallen, um komplett bereit zu sein, aber die harte Arbeit ist erledigt, und das Einzige, was man jetzt noch tun kann, ist ausruhen!“