Während der Fokus im Nahen Osten auf der UAE Tour liegt, rollt
UAE Team Emirates - XRG parallel
eines seiner strategischen Aufgebote in Portugal aus. Bei der
Volta ao Algarve reist die Emirati-Equipe mit klarer Führung, lokaler Stärke und mehreren Absicherungsebenen an.
Im Zentrum dieser Pläne steht João Almeida, der auf heimischen Straßen die Gesamtwertung anvisiert – in einem der konkurrenzstärksten Etappenrennen des Februar-Kalenders.
Heimführung, Heimdruck
Für Almeida ist die Algarve nie nur ein weiterer früher Saisonauftritt. Rennen in Portugal bedeuten Erwartung und Antrieb zugleich, und UAE hat das Aufgebot entsprechend gebaut.
„Es ist eine Freude, wieder in Portugal und mit der Unterstützung zu Hause zu fahren“, sagte Almeida. „Die Algarve hat immer eine anspruchsvolle Strecke, besonders mit Foia, dem Zeitfahren und Malhao. Wir kommen mit einer ausgewogenen Mannschaft und ziemlich hohen Ambitionen.“
Diese Ausgewogenheit ist zentral für den UAE-Ansatz. Anstatt alle Verantwortung auf einen Fahrer zu legen, ist das Team so zusammengestellt, dass Almeida über fünf Tage Schutz, Alternativen und taktische Flexibilität erhält.
Breite statt Abhängigkeit
An Almeidas Seite setzt UAE auf einen starken portugiesischen Kern mit Rui Oliveira und Ivo Oliveira auf vertrauten Straßen. Ihre Präsenz stärkt emotionale wie praktische Grundlagen, besonders in den hektischen Auftaktetappen, in denen Positionierung und Ortskenntnis oft entscheiden, bevor die Anstiege überhaupt beginnen.
Entscheidend ist: UAE ist nicht auf ein einziges GC-Szenario festgelegt.
Brandon McNulty bietet eine zweite Top-Option für das Gesamtklassement und ist ein bewährter Helfer sowohl im Gebirge als auch gegen die Uhr. Seine Nominierung erlaubt es UAE, proaktiv statt rein defensiv zu fahren, falls sich das Klassement verschiebt.
Die Vielseitigkeit des Teams unterstreichen zudem Antonio Morgado, dessen Explosivität UAE auf selektiven Bergankünften eine weitere Karte gibt, sowie Felix Grossschartner, der in den Bergen Erfahrung und Kontrolle einbringt.
Komplettiert wird das Aufgebot durch Lorenzo Giami, der aus dem Gen Z-Team aufrückt und auf WorldTour-Niveau in einem geschützten, leistungsstarken Umfeld Erfahrung sammelt.
Früh gefestigtes Selbstvertrauen
Almeida reist mit bereits belegter Form an die Algarve, nachdem er seine Saison mit einem Podium bei der Volta a la Comunitat Valenciana eröffnet hat. Dieses Resultat, sagt er, habe den Glauben in der Gruppe gestärkt.
„Valenciana war ein guter Test, und ich war mit dem Podium dort zufrieden“, erklärte Almeida. „Die Jungs haben schon gezeigt, wie stark sie unterwegs sind, und mit so einer starken Gruppe zu fahren, gibt viel Vertrauen.“
Dieses Vertrauen ist nicht nur individuell. Es spiegelt die breitere Frühsaison-Strategie von UAE: Führung verteilen, Tiefe stapeln und Rennen durch Kontrolle statt aus der Not heraus gewinnen.
Bereit zum Kämpfen
Mit Sprintchancen, Bergankünften und einem entscheidenden Zeitfahren ist die Algarve in diesem Jahr so geformt, dass UAE unabhängig vom Rennverlauf konkurrenzfähig bleibt. Aus dem Wagen führen die Sportdirektoren Simone Pedrazzini und Tomas Gil eine Auswahl, die ebenso sehr auf Geschlossenheit wie auf rohes Potenzial setzt.
Für Almeida ist die Motivation klar. „Jetzt diese Woche zu Hause zu fahren, gibt mir extra Motivation“, sagte er. „Wir sind bereit, um eine gute Gesamtwertung zu kämpfen.“
Während UAE Team Emirates - XRG im Februar seine Breite auf mehreren Ebenen unter Beweis stellt, bietet die Algarve einen weiteren frühen Test, wie effektiv sich dieser Anspruch auf europäischen Straßen in Ergebnisse ummünzen lässt.
UAE Team Emirates - XRG für die Volta ao Algarve 2026
| Fahrer |
| Joao Almeida |
| Rui Oliveira |
| Ivo Oliveira |
| Brandon McNulty |
| Antonio Morgado |
| Felix Grossschartner |
| Lorenzo Giami |