„Wir mussten richtig drücken, um vorne zu bleiben“ – Jonathan Milan trotzt dem Wind und siegt zum Auftakt der AlUla Tour

Radsport
durch Nic Gayer
Dienstag, 27 Januar 2026 um 16:00
JonathanMilan (3)
LIDL-Trek präsentierte sich bei der AlUla Tour als Maß der Dinge. Doch als heftiger Seitenwind das Feld sprengte und nur drei Fahrer des Teams in der 18-köpfigen Spitzengruppe verblieben, geriet der Sieg von Jonathan Milan kurzzeitig ins Wanken. Die Mannschaft behielt jedoch die Kontrolle, und der Italiener sicherte sich am Ende den erwarteten Erfolg.
„Es war härter als gedacht. Ich habe Windstaffeln erwartet, aber dann dachte ich, vielleicht fährt alles wieder zusammen, und am Ende habe ich sogar damit gerechnet, dass die große Gruppe uns noch schnappt“, sagte Milan im Ziel. „Aber ja, wir mussten richtig drücken, um vorne zu bleiben.“

Windkanten, Kontrolle und rohe Sprintkraft

Rund 40 Kilometer vor dem Ziel, knapp eine Stunde vor Rennende, zerfiel das Feld endgültig. Eine große Gruppe mit zahlreichen schnellen Männern, etwa zur Hälfte klassische Sprinter, setzte sich vom Peloton ab. Die Spannung stieg spürbar, ehe sich das Rennen beruhigte: Die Spitze arbeitete geschlossen zusammen, um den Haupttross konsequent auf Distanz zu halten.
LIDL-Trek platzierte zwei Helfer an der Seite von Milan und war damit ähnlich gut vertreten wie die bestbesetzten Rivalen. „Meine Teamkollegen waren wirklich beeindruckend, Kristian Egholm und Jakob Soderqvist waren super stark und vorne dabei. Ich muss auch allen anderen danken, die mich über die ganze Etappe unterstützt haben“, erklärte der Italiener.
Im Schlusssprint profitierte Milan vom hohen Tempo der Cofidis-Mannschaft, die nach der späten Attacke von Timo de Jong wieder auf den Sprint setzte. Mit roher Kraft setzte sich der Italiener durch und übernahm zugleich die Führung im Gesamtklassement.
„Es war etwas tricky – wenn vorne nicht viele sind, kann alles passieren. Vielleicht gehen drei oder vier weg, und dann bekommst du sie nicht mehr. Es war wirklich gut, sie haben mich in die perfekte Position gebracht“, so Milan weiter.
Am kommenden Tag gilt er erneut als Topfavorit, wenn das Peloton einen weiteren flachen Abschnitt in Angriff nimmt. „Wir haben schon morgen schöne Etappen vor uns, ich bin super glücklich und freue mich darauf.“
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