„Wir hatten das Glück auf unserer Seite“ – Raul Garcia Pierna übersteht Sturzchaos in der Schlussphase und holt ersten Movistar-Sieg im Valencia-Finale

Radsport
Sonntag, 08 Februar 2026 um 17:30
Raul Garcia Pierna
Raul Garcia Pierna kam aus chaotischen Schlusskilometern in Valencia als Sieger hervor und feierte für Movistar seinen ersten Profisieg, indem er eine Tagesflucht in einen perfekt getimten Etappenerfolg auf dem Schlusstag der Volta a la Comunitat Valenciana ummünzte.
Da das Gesamtklassement fest in der Hand von Remco Evenepoel war, rückte der Fokus auf die Etappe selbst. Wiederholte Stürze, späte Attacken und ein schnell heranraselndes Feld machten das Finale zu einem Test der Nerven ebenso wie der Beine. Garcia Pierna war einer der Fahrer, die aufrecht und organisiert blieben, als es zählte.
Nach dem Ziel machte der Movistar-Profi deutlich, wie sehr der Vortag seinen Ansatz für das Finale geprägt hatte.
„Wir sind wirklich glücklich, denn gestern lief es nicht so, wie wir wollten, und wir waren ein bisschen frustriert. Also sind wir heute All-in gegangen“, sagte Garcia Pierna im Gespräch mit Cycling Pro Net. „Wir wussten, dass es ein Tag sein könnte, an dem die Flucht durchkommt, und am Ende war das Glück auf unserer Seite.“

Überleben statt Risiko wählen

Die entscheidenden Momente spielten sich auf bekannten, aber tückischen Straßen rund um Valencia ab, wo in den Schlusskilometern mehrere Fahrer zu Boden gingen. Garcia Pierna erklärte, dass Zurückhaltung statt Aggressivität seine Entscheidungen prägte, je näher das Ziel rückte.
„Am Ende kennt jeder hier den Asphalt, und besonders nach dem Sturz im Zeitfahren früher in der Woche wollte ich kein unnötiges Risiko eingehen“, sagte er. „Ich habe mich eher darauf konzentriert, durchzukommen, als etwas allzu Riskantes zu probieren und zu stürzen.“
Dieser dosierte Ansatz erwies sich als entscheidend, als spätes Chaos die Spitzengruppe ausdünnte und Garcia Pierna die Position für den siegbringenden Zug verschaffte, während andere den Preis für Wagnisse in rutschigen Kurven zahlten.

Ein Meilenstein mit Movistar

Über das unmittelbare Ergebnis hinaus hatte der Etappensieg besonderes Gewicht als erster Triumph in den Farben von Movistar, früh in seiner Zeit beim Team. „Man will immer gewinnen, und besonders jetzt, in meinen ersten Rennen mit Movistar“, sagte er. „Dafür haben wir gearbeitet, und das macht es sehr speziell.“
Der Sieg krönte einen dramatischen Schlusstag in Valencia und bescherte Movistar zum Abschluss der Rundfahrt einen moralstärkenden Erfolg, während Evenepoel den Gesamtsieg perfekt machte. Für Garcia Pierna war es ein Durchbruchsmoment, aufgebaut auf Geduld, Positionierung und einem kühlen Kopf, als das Finale zu entgleiten drohte.
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