„Wenn man um einen Podiumsplatz kämpft, müssen alle Opfer bringen“ – Felix Gall macht seinen zweiten Grand-Tour-Podestplatz dieser Saison bei der Vuelta a Espana perfekt

Radsport
Montag, 14 September 2026 um 15:30
Felix Gall finished 3rd at the Vuelta a Espana
Felix Gall weiß, dass sein zweites Grand-Tour-Podium kein Selbstläufer war. Sein dritter Platz bei der Vuelta a España ist das Ergebnis harter Arbeit und großer Opfer seiner Teamkollegen von Decathlon CMA CGM.
Der Österreicher knüpfte an seinen zweiten Platz beim Giro d’Italia an und wurde in Spanien Dritter. Auf der Königsetappe am Samstag nahm er dem Roten Trikot Enric Mas und dem Zweiten Primož Roglič sogar Zeit ab – ein Beleg dafür, dass er zu den stärksten Kletterern des Rennens zählte.
Decathlon prägte über drei Wochen hinweg mehrere Bergetappen, setzte die Top 10 immer wieder unter Druck und bereitete Galls Attacken vor. Auch wenn ihre Präsenz durch Ausfälle und eine ständig wechselnde Gesamtwertung phasenweise nachließ, zollte Gall seinem Team Respekt.
„Mein Hauptziel in diesem Jahr war ein Podiumsplatz bei einer Grand Tour. Der Giro lief sehr gut, und ich konnte dieses Ziel dort bereits erreichen. Ich hoffte, das bei der Vuelta zu wiederholen, und mir ist diese Leistung erneut gelungen.“
Felix Gall fährt
Felix Gall bei der Vuelta a España 2026

Gall würdigt das Decathlon-Team

„Ich hatte ein wirklich starkes Team, und ihre Hingabe in diesen drei Wochen war unglaublich. Wenn man um einen Podiumsplatz kämpft, müssen alle Opfer bringen und zu 100 % für dieses Ziel arbeiten.“
Auf dem Weg zum Podium lobte Gall seine Teamkollegen dafür, ihren Part verlässlich abzuliefern, während seine Beine sprachen. Am Samstag parierte er mehrere Angriffe von Richard Carapaz und hielt Platz drei souverän.
Decathlon gewann zudem die Mannschaftswertung, sodass das gesamte verbliebene Team in Granada gemeinsam auf das oberste Podest steigen konnte.

Decathlon holt in Granada den Sieg in der Mannschaftswertung

„Genau das ist in den vergangenen drei Wochen passiert, und dafür bin ich unglaublich dankbar.“
„Ich bin jetzt seit fünf Jahren im Team und habe das Gefühl, jedes Jahr einen neuen Meilenstein zu erreichen – das ist extrem befriedigend. Es ist auch großartig, dass wir für die Mannschaftswertung alle gemeinsam auf dem Podium stehen und ich diesen Moment mit meinen Teamkollegen teilen kann.“
Mas verteidigte am Sonntag den Gesamtsieg mit 2:15 Minuten Vorsprung auf Primož Roglič. In den letzten zwei Wochen verlor er bis auf das Zeitfahren der 18. Etappe – das Roglič mehr lag als dem Spanier – keine Zeit auf den Slowenen.
Gall lag bis zu diesem Zeitfahren auf Rang zwei, verlor dort auf beide Fahrer und fiel auf den dritten Platz zurück – den er bis zum Ende behauptete.
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