„Wenn alles gut läuft, gebe ich mein Grand-Tour-Debüt bei La Vuelta“ – Vismas britisches Supertalent Matthew Brennan stellt die Weichen für ein prägendes 2026

Radsport
Dienstag, 13 Januar 2026 um 17:00
MatthewBrennan
Matthew Brennan wird nicht mehr an die WorldTour herangeführt. Er wird an ihr gemessen.

Matthew Brennan 2026 im Härtetest bei Visma | Lease a Bike

Nach einer Saison 2025 mit Serienerfolgen in Rundfahrten und Eintagesrennen startet der 20-jährige Brite 2026 mit einem völlig anderen Status. Kein Talent mehr, das noch lernt, sondern ein Fahrer, dessen Resultate das Peloton bereits ernst nimmt. „Wenn alles gut läuft, gebe ich bei der Vuelta a España mein Grand-Tour-Debüt“, sagte Brennan in der offiziellen Pressemitteilung von Team Visma | Lease a Bike zu seinen Plänen für 2026.
Dieser Satz markiert die Verschiebung. Vom Überraschungsmann zum Fahrer, dem man drei Wochen zutraut.
Wie Brennans nächster Schritt in die übergreifende 2026-Strategie von Team Visma | Lease a Bike um Jonas Vingegaard, Wout van Aert und Matteo Jorgenson passt, steht hier im Überblick: Visma bestätigen vollständige 2026-Pläne von Van Aert, Vingegaard, Jorgenson und mehr.

Vom Überraschungscoup zur Erwartungshaltung

Brennan schlich 2025 nicht in die Relevanz. Er brach hinein.
Über die Saison hinweg sammelte er Siege in einer Frequenz, die nur wenige in seinem Alter erreicht haben – in WorldTour-Etappenrennen wie in ProSeries-Wettbewerben. Er gewann Etappen bei der Volta a Catalunya, in der Romandie und in Polen, holte den Gesamtsieg bei der Tour of Norway und setzte mit Eintagescoup wie dem Grand Prix de Denain Akzente. Am Jahresende kletterte er vom UCI-Niemandsland in die oberste Etage des Pelotons.
Herausragend war nicht nur, wie oft er gewann, sondern wie. Massensprints, Finals aus reduzierten Gruppen, harte Etappen einer Rundfahrt. Er ließ sich nicht festlegen. Er wurde geprüft.
Deshalb klingt er vor 2026 gelassen statt überwältigt. „Seit ich im Team bin, spüre ich hervorragende Führung und die bestmögliche Unterstützung von allen“, sagte er. „Ich glaube, dieses Team bietet mir die besten Chancen, weiter zu wachsen und ein noch besserer Fahrer zu werden.“
Die Ambition ist gezügelt. „Ich hoffe, wieder das Niveau der vergangenen Saison zu erreichen und idealerweise noch zu steigern. Von dort aus möchte ich mich in den großen Rennen immer stärker einbringen.“

Direkt ins Feuer geworfen

Die großen Rennen kommen früh. Brennan eröffnet seine Saison in Australien beim Tour Down Under – mit Ergebnisfokus. „Ich starte beim Tour Down Under, wo ich Etappensiege anpeile“, sagte er. „Dann beginne ich meine Klassiker-Kampagne am Eröffnungswochenende mit dem Omloop Het Nieuwsblad.“
Danach wird der Kalender ernst. „Dieses Jahr konzentriere ich mich auf die großen Klassiker wie Milano-Sanremo, Paris-Roubaix und die Tour of Flanders“, erklärte er. „Ich hoffe, in diesen Rennen eine bedeutende Rolle zu spielen und Erfahrung auf diesem Niveau zu sammeln.“
Das sind keine Entwicklungstermine. Das sind Rennen, die Schwächen bestrafen. Für Brennan sind sie die nächste Lektion.

Neugier auf drei Wochen

Das prägende Unbekannte seiner Saison liegt später im Jahr. „Wenn alles gut läuft, gebe ich bei der Vuelta a España mein Grand-Tour-Debüt“, sagte er und blickt schon über den Frühling hinaus.
Er spricht die Unwägbarkeit offen an. „Drei Wochen Etappen zu fahren wird hart, und ich weiß noch nicht, wie mein Körper reagiert. Aber mit guter Vorbereitung und einem starken Team hoffe ich, viel zu erreichen.“
Hinter der Neugier steht Anspruch. „Es wäre großartig, mindestens eine Etappe zu gewinnen“, sagte er. „In jeder Rundfahrt startet man mit diesem Ziel, und für mich ist das momentan die Hauptaufgabe.“
Zugleich weiß er, worum es wirklich geht. „Vor allem möchte ich bei der Vuelta lernen und Erfahrung sammeln.“

Vom Überraschungspaket zum beobachteten Fahrer

Brennan geht 2026 nicht als Unbekannter ins Jahr. Gegner rechnen mit ihm. Teams behalten ihn im Blick. Sprints werden um ihn herum strukturiert.
Große Klassiker. Schneller Einstieg. Eine dreiwöchige Rundfahrt. Das ist kein sanftes Programm. Es ist ein Härtetest.
2026 wird Matthew Brennan nicht mehr ans Topniveau herangeführt. Er soll über ein deutlich längeres, härteres Jahr beweisen, dass er dort hingehört.

Matthew Brennan – Kalender 2026

Rennen
Tour Down Under
Omloop Het Nieuwsblad
Kuurne - Bruxelles - Kuurne
Milano-Sanremo
Gent Wevelgem
Dwars door Vlaanderen
Tour of Flanders
Paris-Roubaix
Tour de Suisse
Vuelta a Espana
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