Ergebnisse GP de Fourmies 2026: Arvid de Kleijn schlägt im sturzgeprägten Finale zu, Paul Magnier und Olav Kooij gehen völlig leer aus

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 13 September 2026 um 16:03
Arvid De Kleijn wins GP de Fourmies 2026
Arvid de Kleijn hat beim GP de Fourmies 2026 zugeschlagen. Der Niederländer eröffnete rund 200 Meter vor dem Ziel seinen Sprint, setzte sich an die Spitze und ließ sich den Sieg anschließend nicht mehr nehmen. Für De Kleijn ist es bereits der zweite Triumph beim französischen Eintagesrennen.
Der Sprinter des Tudor Pro Cycling Team verwies Tobias Muller von Unibet Rose Rockets auf den zweiten Platz. Ethan Vernon komplettierte für das NSN Cycling Team das Podium, während Pavel Bittner und Matteo Moschetti die Top fünf komplettierten.

Sturz überschattet die Vorbereitung auf den Sprint

Rund 400 Meter vor der Ziellinie kam es im Peloton zu einem Sturz, der das Finale zusätzlich durcheinanderbrachte. De Kleijn ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Auf den letzten 200 Metern tauchte der Niederländer an der Spitze auf, zog seinen Sprint durch und verteidigte seinen Vorsprung souverän bis über die Linie.
Mit seinem Erfolg kehrte De Kleijn in Fourmies auf die oberste Stufe des Podiums zurück. Bereits 2024 hatte er das Rennen gewonnen und damals Gerben Thijssen sowie Soren Waerenskjold auf die Plätze verwiesen. Im vergangenen Jahr hatte Paul Magnier die Nachfolge als Sieger angetreten.
Eines der größten Ausrufezeichen des Tages setzte diesmal Muller mit seinem zweiten Platz. Vernon sicherte sich Rang drei vor Bittner, Moschetti und Giovanni Lonardi. Alexander Konijn, Gerben Thijssen, Robbe Ghys und Tim Marsman vervollständigten die Top 10.

Späte Angriffe können Massensprint nicht verhindern

Bevor es zur Entscheidung der Sprinter kam, versuchten mehrere Fahrer auf der Schlussrunde, das erwartete Szenario noch zu verhindern. Rund 14 Kilometer vor dem Ziel ging Jonas Abrahamsen in die Offensive, wenig später setzte sich Lionel Taminiaux vom Feld ab.
Taminiaux verteidigte seinen Vorsprung lange und lag fünf Kilometer vor dem Ziel noch acht Sekunden vor dem Peloton. Für den ganz großen Coup reichte es jedoch nicht: Noch vor dem Finale wurde er vom heranjagenden Feld gestellt.
Innerhalb der letzten vier Kilometer folgte ein weiterer Angriff von Van Rysel Roubaix. Doch auch dieser Vorstoß blieb ohne Erfolg, sodass drei Kilometer vor der Ziellinie wieder alle entscheidenden Fahrer zusammen waren.
Uno-X Mobility übernahm daraufhin die Kontrolle und formierte vier Fahrer an der Spitze des Pelotons. Bei noch rund 2,4 zu fahrenden Kilometern verrichtete Waerenskjold die Führungsarbeit für seine Mannschaft.
Auch Soudal - Quick-Step brachte sich auf den entscheidenden Kilometern mit vier Fahrern an der Spitze in Stellung. Im Mittelpunkt stand dabei Titelverteidiger Magnier, der vor dem Start zu den großen Favoriten auf den Sieg gezählt hatte.

Ausreißer früh gestellt – De Kleijn nutzt seine Chance

Die entscheidende Fluchtgruppe des Tages war zu diesem Zeitpunkt längst Geschichte. Javier Serrano, Leandre Huck, Theo Delacroix, Brem Deman und Noah Ramsay hatten sich früh abgesetzt. Rund 41 Kilometer vor dem Ziel verfügten Serrano, Huck und Delacroix noch über einen Vorsprung von 46 Sekunden.
Noch vor den letzten beiden Runden war allerdings auch dieser Abstand vollständig aufgezehrt. Damit war die Bühne für eine Serie später Attacken bereitet, ehe das Peloton schließlich doch wieder zusammenlief und sich für den erwarteten Massensprint formierte.
Dort gab es an De Kleijn kein Vorbeikommen. Der Niederländer erwies sich auf den letzten Metern als der Schnellste und krönte sich zwei Jahre nach seinem ersten Erfolg in Fourmies zum zweiten Mal zum Sieger des GP de Fourmies.
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