Vuelta a Espana 2026: Königsetappe kurzfristig geändert – Alto de Hazallanas aus der Königsetappe gestrichen

Radsport
durch Nic Gayer
Freitag, 07 August 2026 um 14:45
Tadej Pogacar
Erdrutsche infolge der schweren Stürme im vergangenen Februar zwingen die Organisatoren der Vuelta a Espana zu einer kurzfristigen Anpassung der Strecke am vorletzten Renntag. Ausgerechnet die 20. Etappe, die als Königsetappe der Rundfahrt vorgesehen ist, muss nach der Streichung eines markanten Anstiegs umgeplant werden.
Wie die Organisatoren der Vuelta a Espana bekannt gaben, kann der Alto de Hazallanas aufgrund von Sicherheitsproblemen auf der Zufahrtsstraße nicht wie ursprünglich vorgesehen in die 20. Etappe integriert werden. Die durch die Stürme im Februar ausgelösten Erdrutsche haben die geplante Route derart beeinträchtigt, dass der Anstieg nicht mehr die notwendigen Voraussetzungen für eine sichere Renndurchfahrt erfüllt.

Alternative Route mit gleichem Biss

Als Ersatz für den Alto de Hazallanas wird der Puerto de El Duque ins Streckenprofil aufgenommen. Für diesen Anstieg bedeutet das zugleich eine Premiere: Noch nie zuvor war der Puerto de El Duque Teil einer Vuelta a Espana.
Trotz der notwendigen Änderung wollen die Organisatoren den Charakter einer der Schlüsselprüfungen der Ausgabe 2026 bewahren. Gemeinsam mit den lokalen Behörden wurde deshalb eine alternative Streckenführung ausgearbeitet, die möglichst nah an der ursprünglichen Route verläuft und sowohl die Intensität als auch den hohen Schwierigkeitsgrad für den vorletzten Renntag erhalten soll.
Auch die Distanz verändert sich durch die Überarbeitung kaum, während das Anforderungsprofil weiterhin dem Niveau der im Dezember präsentierten Strecke entsprechen soll. Hinzu kommt, dass sich der Schlussabschnitt des Puerto de El Duque teilweise mit dem ursprünglich vorgesehenen Anstieg überschneidet. Die grundlegende Philosophie einer Etappe, die insbesondere im Kampf um die Gesamtwertung entscheidende Bedeutung erlangen soll, bleibt damit trotz der notwendigen Anpassung weitgehend unangetastet.
Die Fahrer müssen nun zweimal den Puerto de El Purche und einmal den Puerto de El Duque bezwingen, ehe die große Neuerung des Tages auf sie wartet: die Bergankunft am Collado del Alguacil. Der Gipfel wird erstmals im Rahmen der Vuelta befahren und bildet die finale Kulisse einer Etappe, die das Potenzial besitzt, die Favoriten im Kampf um den Gesamtsieg auseinanderzureißen.

Neues Profil

Neues Profil der 20. Etappe der Vuelta a España 2026
Neues Profil der 20. Etappe der Vuelta a Espana 2026.

Sicherheit im Rennen hat Vorrang

Für die Organisatoren der Vuelta steht bei der notwendigen Streckenänderung die Sicherheit sämtlicher Teilnehmer und Zuschauer an erster Stelle. Gleichzeitig war es ihr Ziel, eine Alternative zu finden, die dem ursprünglichen Etappendesign so nahe wie möglich kommt.
„Die durch die Stürme im vergangenen Februar verursachten Erdrutsche haben die Zufahrtsstraße zum Alto de Hazallanas in Mitleidenschaft gezogen und verhindern, dass der Anstieg die Bedingungen erfüllt, die für eine Passage der Vuelta erforderlich sind“, erklärte die Organisation.
Gleichzeitig bedankten sich die Verantwortlichen der Vuelta für die Zusammenarbeit mit den beteiligten Verwaltungen und Institutionen. Erst durch deren koordiniertes Vorgehen sei es möglich geworden, eine Lösung zu finden, die den hohen sportlichen Anspruch der Etappe im Finale der Rundfahrt bewahrt.
Damit bleibt die 20. Etappe trotz der erzwungenen Streckenänderung einer der Fixpunkte der Vuelta 2026. Die Entscheidung fällt weiterhin im Hochgebirge – nun allerdings mit einem neuen Schlussanstieg, der unmittelbar vor dem Finale in Granada noch einmal entscheidenden Einfluss auf den Kampf um die Gesamtwertung nehmen könnte.
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