Die
Lombardei-Rundfahrt findet am 10.10.2026 statt. Das Rennen ist der krönende Abschluss der italienischen Herbstklassiker und gilt als fünftes und letztes Monument des Profiradsports. Da
Tadej Pogacar in diesem Jahr fehlt, wird es nach fünf Ausgaben einen neuen Sieger geben. Nachfolgend finden Sie die
Vorschau auf das Rennen sowie Favoriten und Strecke.
Das Rennen wurde erstmals 1905 ausgetragen und blickt auf über 120 Jahre Geschichte zurück, nur der Zweite Weltkrieg sorgte in den 1940er-Jahren für eine kurze Unterbrechung. Giovanni Gerbi gewann die Erstausgabe, zwei Jahre später gab es mit Gustave Garrigou den ersten nicht-italienischen Sieger.
Alfredo Binda, Gino Bartali, Fausto Coppi, Rik van Looy, Tom Simpson, Felice Gimondi, Eddy Merckx, Roger de Vlaeminck, Francesco Moser, Bernard Hinault und Sean Kelly gehören zur eindrucksvollen Reihe an Siegern des letzten Monuments des Jahres.
Die Strecke wurde im Lauf der Jahre mehrfach angepasst, mal mit Vorteilen für Kletterer, mal für Klassikerfahrer – was für mehr Vielfalt im Palmarès sorgte. Paolo Bettini und Philippe Gilbert sind einige der letzten Nicht-Kletterer, die gewannen; in den vergangenen 15 Jahren dominierten jedoch klar die Bergfahrer.
Oliver Zaugg, Joaquím Rodríguez, Dan Martin, Vincenzo Nibali, Esteban Chaves, Thibau Pinot und Bauke Mollema gewannen in den 2010er-Jahren, 2020 siegte Jakob Fuglsang. Seit 2021 hat Tadej Pogacar jede Ausgabe von Il Lombardia gewonnen und damit den Rekord von Fausto Coppi eingestellt.
Streckenprofil: Bergamo - Como
Bergamo - Como, 239 Kilometer
Wie in den vergangenen Jahren ein Rennen für die Kletterer. 239 Kilometer stehen an, der Start erfolgt diesmal in Bergamo, das Finale führt nach Como. Mehr als 4600 Höhenmeter und ein Profil, das jenen ohne Top-Kletterqualitäten kaum Chancen lässt.
Zu Beginn prägen lange Anstiege die ersten Rennstunden: Selvino (10,5 km; 5,6 %), Colle di Berbenno (4,5 km; 6,3 %) und Valpiana (10,4 km; 6,1 %) liegen alle innerhalb der ersten 90 Kilometer.
Bevor es in die entscheidende Phase geht, ist auch der Anstieg nach Giovezana wichtig, 3,6 Kilometer mit über 9 % im Schnitt. Schlüsselattacken werden hier noch nicht erwartet, doch es ist ein spürbarer zusätzlicher Aufwand.
Es folgt der traditionelle Anstieg zur Madonna del Ghisallo, 8,6 Kilometer mit 5,4 % im Schnitt (mit klar höheren Maximalrampen). Die Kuppe wird 60 Kilometer vor dem Ziel erreicht, anschließend beginnt die finale Rennphase.
Dann geht es erstmals über den San Fermo della Battaglia, 2,8 Kilometer mit 6,9 %, dessen erste Passage 27 Kilometer vor dem Ziel endet. Direkt nach der Abfahrt folgt der Civiglio, der das Rennen entscheiden kann.
Der Anstieg ist 4,2 Kilometer lang mit 9,7 % im Schnitt und endet 16 Kilometer vor dem Ziel. Länge, Steigung, Zielnähe und die extrem technische Abfahrt reißen meist Lücken, die kaum noch zu schließen sind. Doch das Rennen ist damit noch nicht vorbei.
Es folgt eine zweite Überquerung des San Fermo della Battaglia, dessen Kuppe 5 Kilometer vor dem Ziel erreicht wird. Von dort geht es flüssig bergab zurück nach Como ins Finale.
Vorschau auf die Lombardei-Rundfahrt 2026: Die Favoriten
im Überblick
Isaac del Toro – Für mich ist der Mexikaner der
Topfavorit auf den Sieg. Meiner Meinung nach wird er weiterhin unterschätzt,
obwohl er bereits mehrfach bewiesen hat, dass er neben Paul Seixas der stärkste
Kletterer im Teilnehmerfeld ist. Anders als bei der Radsport-WM kann er diesmal
jedoch auf eine Mannschaft zählen, die das Rennen kontrollieren kann. Bereits
beim GP de Montréal hatte UAE die Oberhand, und bei der Lombardei-Rundfahrt
dürfte sich ein ähnliches Bild ergeben. Mit
Brandon McNulty und
Adam
Yates an der Spitze verfügt das Team über eine ganze Reihe starker Helfer,
die das Rennen für Del Toro kontrollieren und ihm eine Attacke am Civiglio
ermöglichen sollen. Gegen praktisch jeden anderen ernst zu nehmenden
Konkurrenten besitzt er zudem die Fähigkeiten, einen Sprint für sich zu
entscheiden.
Paul Seixas – Die große Herausforderung für den
Franzosen liegt in seiner Ausdauer, was bei einem derart langen und
anspruchsvollen Rennen wie der Lombardei-Rundfahrt alles andere als ideal ist.
Decathlon hat durchaus gute Gründe, das Renngeschehen zu kontrollieren, sollte
jedoch weder frühzeitig das Tempo verschärfen noch Angriffe aus großer
Entfernung lancieren. Stattdessen dürfte die beste Strategie darin bestehen,
das Rennen möglichst lange unter Kontrolle zu halten und mit überschaubarem
Kraftaufwand bis zum Civiglio zu gelangen. Die französische Mannschaft verfügt
über genügend Qualität, um diesen Plan umzusetzen. Erwischt Seixas einen seiner
besten Tage, kann er dieses Monument durchaus gewinnen – allerdings dürfte ihm
das nur mit einer erfolgreichen Soloattacke gelingen.
Remco Evenepoel – Die Renndistanz kommt dem Belgier
ebenso entgegen wie die vergleichsweise kurzen Anstiege. Doch verfügt Evenepoel
auch über die nötige Kletterform, um die Lombardei-Rundfahrt zu gewinnen? Bis
zur Europameisterschaft hatte er diese noch nicht unter Beweis gestellt. Und
selbst dort musste er sich an einem relativ kurzen Anstieg lediglich mit Giulio
Ciccone als ernsthaftem Konkurrenten auseinandersetzen. Sein Selbstvertrauen
dürfte durch diese Leistung gewachsen sein, doch unter normalen Rennbedingungen
wird es für ihn in diesem Jahr schwierig, den Sieg einzufahren. Eine
Möglichkeit wäre eine Attacke im welligen Streckenabschnitt vor dem
abschließenden Rundkurs. Alternativ könnte er versuchen, die Angriffe seiner
Rivalen zu überstehen und anschließend auf seine Sprintqualitäten zu setzen.
Remco Evenepoel zählt auch bei der Lombardei-Rundfahrt 2026 zu den Siegkandidaten. Doch kann der Belgier auf den entscheidenden Anstiegen mit den stärksten Kletterern mithalten?
Tom Pidcock – Der Brite dürfte diesmal davon
profitieren, dass mehrere Mannschaften ein Interesse daran haben, das Rennen zu
kontrollieren. Dadurch kann er sich zunächst im Windschatten seiner
Konkurrenten aufhalten und Kräfte sparen. Die Anstiege könnten ihm durchaus
entgegenkommen, zumal er in dieser Saison gerade bei besonders langen Rennen
mit herausragenden Leistungen überzeugt hat. Hinzu kommen seine
außergewöhnlichen Fähigkeiten in Abfahrten, die ihm insbesondere am Civiglio
einen entscheidenden Vorteil verschaffen könnten. Ob mit einer eigenen Attacke
oder bei der Verteidigung einer guten Position: Pidcock besitzt mehrere
Möglichkeiten, das Rennen zu seinen Gunsten zu entscheiden, und zählt
zweifellos zu den gefährlichsten Siegkandidaten.
Visma - Lease a Bike – Die niederländische Mannschaft
gehört zu den größten Gefahren für die Favoriten, allerdings nicht unbedingt
auf konventionelle Weise. Beim Giro dell'Emilia feierte das Team mit einer
taktischen Herangehensweise einen Erfolg, die auch an diesem Samstag
vielversprechend erscheint. Ben Tulett und insbesondere Matteo
Jorgenson könnten im welligen Abschnitt nach der Madonna del Ghisallo in
die Offensive gehen. Davide Piganzoli wiederum verfügt über die reinen
Kletterqualitäten, um realistisch um einen Podiumsplatz mitzukämpfen. Dabei
könnte ihm zusätzlich zugutekommen, dass er mit dem Terrain bestens vertraut
ist.
Giulio Ciccone – Der Italiener führt das Aufgebot von
LIDL-Trek an und möchte seine Saison mit einem großen Erfolg krönen. Die
nötige Form dafür bringt er zweifellos mit. Ob bei den Rennen in Kanada, der
Radsport-WM oder der Europameisterschaft: Ciccone überzeugte zuletzt mit
bemerkenswerter Konstanz und hervorragenden Leistungen. Eigentlich besitzt er
sämtliche Voraussetzungen, um einen hochkarätigen Klassiker zu gewinnen, doch
bislang wollte einfach nicht alles zusammenpassen. Gegen dieselben starken
Konkurrenten wird es auch bei der Lombardei-Rundfahrt schwierig, sich im
direkten Duell durchzusetzen. Allerdings verfügt Ciccone über einen guten
Sprint. Zudem kann LIDL-Trek mit Quinn Simmons bereits in einer früheren
Rennphase eine gefährliche Karte ausspielen. Der US-Amerikaner könnte mit einer
offensiven Fahrweise selbst zu einem ernsthaften Siegkandidaten werden.
Vielversprechend ist außerdem die Anwesenheit von Bauke Mollema und Andrea
Bagioli, die beide bei der Lombardei-Rundfahrt bereits einige ihrer besten
Karriereergebnisse erzielt haben.
INEOS Grenadiers – Die britische Mannschaft setzt in
den Bergen vor allem auf Oscar Onley und Thymen Arensman. Auch Tobias
Johannessen und Michael Storer, der im vergangenen Jahr auf dem
Podium stand, gehören zu den ernsthaften Anwärtern auf eine Spitzenplatzierung.
Lotto geht derweil mit dem Sieger der Tre Valli Varesine, Jarno Widar,
sowie Lennert van Eetvelt ins Rennen. Beide könnten für eine
Überraschung sorgen.
EF Education-EasyPost – Mit Ben Healy verfügt
die Mannschaft über einen Fahrer, der insbesondere mit einer frühen Attacke zu
einer großen Gefahr für die Favoriten werden könnte. Auch Alex Baudin steht
im Aufgebot. Ein weiterer interessanter Kandidat ist Enric Mas. Der
Vuelta-Sieger hat bei der Lombardei-Rundfahrt bereits einen Podiumsplatz
erreicht und bringt damit grundsätzlich die nötige Qualität für ein
Spitzenergebnis mit. Allerdings lässt sich seine aktuelle Form vor dem Rennen
nur schwer einschätzen.
Bahrain - Victorious – Auch die Mannschaft aus
Bahrain verdient besondere Beachtung, schließlich reist sie mit einem
beeindruckend stark besetzten Kletteraufgebot an. Mit Lenny Martinez, Jakob
Omrzel, Antonio Tiberi, Santiago Buitrago und Pello Bilbao stehen
gleich mehrere Fahrer am Start, denen auf dem anspruchsvollen Terrain einiges
zuzutrauen ist. Darüber hinaus sollten auch Mikel Landa, Clement Berthet,
Ramses Debruyne, Michael Matthews und Alessandro Fancellu nicht
unterschätzt werden. Gleiches gilt für das Astana-Trio Lorenzo Fortunato,
Christian Scaroni und Harold Tejada, das ebenfalls das Potenzial
besitzt, im Kampf um die vorderen Platzierungen eine wichtige Rolle zu spielen.
Prognose Lombardei-Rundfahrt 2026
*** Isaac del Toro, Paul Seixas
** Remco Evenepoel, Giulio Ciccone, Tom Pidcock, Matteo Jorgenson
* Oscar Onley, Michael Storer, Lenny Martínez, Quinn Simmons, Ben Healy, Lennert van Eetvelt, Jarno Widar, Davide Piganzoli, Enric Mas, Ben Tulett, Brandon McNulty
Unser Tipp: Isaac del Toro
Wie? Sprint-Sieg gegen Seixas.
Siegerliste Lombardei-Rundfahrt
| Jahr | 1. | 2. | 3. |
| 2025 | Tadej Pogačar | Remco Evenepoel | Michael Storer |
| 2024 | Tadej Pogačar | Remco Evenepoel | Giulio Ciccone |
| 2023 | Tadej Pogačar | Andrea Bagioli | Primož Roglič |
| 2022 | Tadej Pogačar | Enric Mas | Mikel Landa |
| 2021 | Tadej Pogačar | Fausto Masnada | Adam Yates |
| 2020 | Jakob Fuglsang | George Bennett | Aleksandr Vlasov |
| 2019 | Bauke Mollema | Alejandro Valverde | Egan Bernal |
| 2018 | Thibaut Pinot | Vincenzo Nibali | Dylan Teuns |
| 2017 | Vincenzo Nibali | Julian Alaphilippe | Gianni Moscon |
| 2016 | Esteban Chaves | Diego Rosa | Rigoberto Urán |
| 2015 | Vincenzo Nibali | Moreno Moser | Thibaut Pinot |
| 2014 | Daniel Martin | Alejandro Valverde | Rui Costa |
| 2013 | Joaquim Rodríguez | Alejandro Valverde | Rafał Majka |
| 2012 | Joaquim Rodríguez | Samuel Sánchez | Rigoberto Urán |
| 2011 | Oliver Zaugg | Daniel Martin | Joaquim Rodríguez |
| 2010 | Philippe Gilbert | Michele Scarponi | Pablo Lastras |
| 2009 | Philippe Gilbert | Samuel Sánchez | Alexandr Kolobnev |
| 2008 | Damiano Cunego | Janez Brajkovič | Rigoberto Urán |
| 2007 | Damiano Cunego | Riccardo Riccò | Samuel Sánchez |
| 2006 | Paolo Bettini | Samuel Sánchez | Fabian Wegmann |
| 2005 | Paolo Bettini | Gilberto Simoni | Fränk Schleck |
| 2004 | Damiano Cunego | Michael Boogerd | Ivan Basso |
| 2003 | Michele Bartoli | Luca Paolini | Dario Frigo |
| 2002 | Michele Bartoli | Davide Rebellin | Oscar Camenzind |
| 2001 | Danilo Di Luca | Giuliano Figueras | Michael Boogerd |
| 2000 | Raimondas Rumsas | Francesco Casagrande | Magnus Bäckstedt |
| 1999 | Mirko Celestino | Danilo Di Luca | Eddy Mazzoleni |
| 1998 | Oscar Camenzind | Michael Boogerd | Luca Puttini |
| 1997 | Laurent Jalabert | Alberto Lanfranchi | Francesco Casagrande |
| 1996 | Mauro Tafi | Beat Zberg | Eddy Merckx |
| 1995 | Marco Faresin | Andrea Nardello | Michele Bartoli |
| 1994 | Vladislav Bobrik | Claudio Chiappucci | Pascal Richard |
| 1993 | Pascal Richard | Giorgio Furlan | Mauro Sciandri |
| 1992 | Tony Rominger | Claudio Chiappucci | Davide Cassani |
| 1991 | Sean Kelly | Yvon Gayant | Ballerini |
| 1990 | Gilles Delion | Pascal Richard | Mottet |
| 1989 | Tony Rominger | Gilles Delion | Roosen |
| 1988 | Charly Mottet | Gianni Bugno | Pedro Muñoz |
| 1987 | Moreno Argentin | Eddy Van Lancker | Marc Madiot |
| 1986 | Gianbattista Baronchelli | Sean Kelly | Phil Anderson |
| 1985 | Sean Kelly | Adrie van der Poel | Charly Mottet |
| 1984 | Bernard Hinault | Jan Peeters | Leo van Vliet |
| 1983 | Sean Kelly | Greg LeMond | Adrie van der Poel |
| 1982 | Giuseppe Saronni | Jules | Francesco Moser |
| 1981 | Joop Zoetemelk | Moreno Argentin | Charly Chinetti |
| 1980 | Hennie Kuiper | Charly Chinetti | Jan Peeters |
| 1979 | Bernard Hinault | Silvano Contini | Giovanni Battaglin |
| 1978 | Francesco Moser | Bernt Johansson | Bernard Hinault |
| 1977 | Gianbattista Baronchelli | Patrick Vandenbroucke | Franco Bitossi |
| 1976 | Roger De Vlaeminck | Bernard Thévenet | Francesco Panizza |
| 1975 | Francesco Moser | Luciano Paolini | Charly Chinetti |
| 1974 | Roger De Vlaeminck | Eddy Merckx | Giuseppe Conti |
| 1973 | Felice Gimondi | Roger De Vlaeminck | Walter Godefroot |
| 1972 | Eddy Merckx | Cyrille Guimard | Felice Gimondi |
| 1971 | Eddy Merckx | Franco Bitossi | Walter Verbeeck |
| 1970 | Franco Bitossi | Felice Gimondi | Gianni Motta |
| 1969 | Jean-Pierre Monséré | Walter Godefroot | Franco Bitossi |
| 1968 | Walter Godefroot | Franco Bitossi | Eddy Merckx |
| 1967 | Franco Bitossi | Felice Gimondi | Raymond Poulidor |
| 1966 | Felice Gimondi | Eddy Merckx | Raymond Poulidor |
| 1965 | Tom Simpson | André Noyelle | Jean Stablinski |
| 1964 | Gianni Motta | Mario Preziosi | Jef Hoevenaers |
| 1963 | Jo de Roo | Dino Durante | Michele Dancelli |
| 1962 | Jo de Roo | René Trapé | Aurelio Cerato |
| 1961 | Vito Taccone | Diego Ronchini | Fontona |
| 1960 | Albert Daems | Diego Ronchini | Fontana |
| 1959 | Rik Van Looy | Noël Vannitsen | Miguel Poblet |
| 1958 | Nino Defilippis | Miguel Poblet | André Vlayen |
| 1957 | Diego Ronchini | Nino Monti | Cestari |
| 1956 | André Darrigade | Fausto Coppi | Fiorenzo Magni |
| 1955 | Fiorenzo Magni | Raymond Impanis | Giuseppe Conterno |
| 1954 | Fausto Coppi | Fiorenzo Magni | De Rossi |
| 1953 | Alfredo Landi | Désiré Keteleer | Molineris |
| 1952 | Fiorenzo Magni | Nino Defilippis | Padovan |
| 1951 | Louison Bobet | Fiorenzo Magni | Fausto Coppi |
| 1950 | Oreste Conte | Sergio Bevilacqua | Fausto Coppi |
| 1949 | Fausto Coppi | Ferdi Kübler | Logli |
| 1948 | Fausto Coppi | Giordano Leoni | Ferdi Kübler |
| 1947 | Fausto Coppi | Gino Bartali | Da Zan |
| 1946 | Fausto Coppi | Luigi Casola | Motta |
| 1945 | Mario Ricci | Aldo Bini | Gino Bartali |
| 1942 | Aldo Bini | Gino Bartali | Toccacelli |
| 1941 | Mario Ricci | Cinelli | Canavesi |
| 1940 | Gino Bartali | Cino Cinelli | Mario Ricci |
| 1939 | Gino Bartali | Mario Vicini | Aldo Bini |
| 1938 | Cino Cinelli | Mario Vicini | Aldo Bini |
| 1937 | Gino Bartali | Aldo Bini | Mario Vicini |
| 1936 | Gino Bartali | Aldo Bini | Giuseppe Olmo |
| 1935 | Enrico Mollo | Gino Bartali | Giuseppe Olmo |
| 1934 | Learco Guerra | Gino Bartali | Domenico Piemontesi |
| 1933 | Alfredo Binda | Learco Guerra | Domenico Piemontesi |
| 1932 | Alfredo Binda | Remo Bertoni | Giuseppe Olmo |
| 1931 | Alfredo Binda | Learco Guerra | Domenico Piemontesi |
| 1930 | Michele Mara | Luigi Giacobbe | Learco Guerra |
| 1929 | Alfredo Binda | Antonio Negrini | Domenico Piemontesi |
| 1928 | Gaetano Belloni | Allegro Grandi | Domenico Piemontesi |
| 1927 | Alfredo Binda | Domenico Piemontesi | Antonio Negrini |
| 1926 | Arturo Bresciani | Alfredo Binda | Domenico Piemontesi |
| 1925 | Alfredo Binda | Giovanni Brunero | Giovanni Gerbi |
| 1924 | Giovanni Brunero | Alfredo Binda | Giovanni Gerbi |
| 1923 | Giovanni Brunero | Alfredo Binda | Giovanni Gerbi |
| 1922 | Henri Pélissier | Costante Girardengo | Angelo Gremo |
| 1921 | Costante Girardengo | Henri Pélissier | Giovanni Gerbi |
| 1920 | Henri Pélissier | Costante Girardengo | Giovanni Gerbi |
| 1919 | Costante Girardengo | Angelo Gremo | Giovanni Rossignoli |
| 1918 | Gaetano Belloni | Costante Girardengo | Angelo Gremo |
| 1917 | Philippe Thys | Henri Pelissier | Leopoldo Toricelli |
| 1916 | Leopoldo Toricelli | Camillo Bertarelli | Alfredo Sivocci |
| 1915 | Gaetano Belloni | Giovanni Gerbi | Angelo Gremo |
| 1914 | Henri Pélissier | Giovanni Gerbi | Angelo Gremo |
| 1913 | Henri Pélissier | Giovanni Gerbi | Carlo Oriani |
| 1912 | Giovanni Michelotto | Carlo Oriani | Angelo Gremo |
| 1911 | Giovanni Michelotto | Carlo Oriani | Giovanni Gerbi |
| 1910 | Henri Pélissier | Giovanni Rossignoli | Angelo Gremo |
| 1909 | Giovanni Rossignoli | Giovanni Gerbi | Carlo Oriani |
| 1908 | Giovanni Gerbi | Luigi Ganna | Giovanni Rossignoli |
| 1907 | Gustave Garrigou | Giovanni Gerbi | Luigi Ganna |
| 1906 | Giovanni Gerbi | Luigi Ganna | Giovanni Rossignoli |
| 1905 | Giovanni Gerbi | Luigi Ganna | Giovanni Rossignoli |