Vorschau | Tirreno-Adriatico 2025, Etappe 6 – Ayuso als Topfavorit der Königsetappe, doch wie weit kommt Ganna?
RadsportVom 10. bis 16. März fährt das Peloton der World Tour das Rennen Tirreno-Adriatico. Dies ist an sich schon eines der wichtigsten Etappenrennen des Jahres, dient aber gleichzeitig als Vorbereitung auf die Frühjahrsklassiker und auch als Test für den Giro d'Italia. Es wird eine Woche voller hochoktaniger Rennen quer durch Italien! Wir geben eine Vorschau auf die Etappe 6.
Die Königinnen-Etappe. Kurz, mit nur einem großen Anstieg, aber die GC-Männer werden versuchen, hier die bestmöglichen Beine zu haben. Viele kleine Anstiege werden die Fahrer schließlich an den Fuß des 7 Kilometer langen Anstiegs nach Fortignano führen, wo die Kletterer ihre Chance haben werden.

Etappe 6: Cartoceto - Fortignano (Ussita), 162,5 Kilometer
Es gibt wirklich nicht viel zu analysieren, denn es gibt etwa ein Dutzend Anstiege im Laufe des Tages, aber keiner wird neben dem letzten das Rampenlicht einnehmen. Es handelt sich um einen Tirreno-Klassiker und nicht um eine Uni-Puerto-Etappe, aber es geht darum, die Beine zum Ende hin zu schonen. Dennoch, eine kleine Steigung am Anfang und 3400 Meter kumulierte Klettermeter.
Der Aufstieg zur Skistation von Fortignano wird den Tag entscheiden. 7,6 Kilometer mit 7,9 %. Er ist hart, aber nicht brutal. Man kann hier Lücken schließen, aber wenn man zu weit von der Spitze weg ist, wird es nicht einfach sein, viel Zeit zwischen den stärksten Fahrern aufzuholen.
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Es wird ein Anstieg mit vielen Serpentinen und einer sehr harten ersten Hälfte, es gibt einen 2,5 Kilometer langen Abschnitt mit durchschnittlich fast 10 %, wo Angriffe kommen und den Unterschied ausmachen können. Auf den letzten Kilometern lassen die Steigungen etwas nach, aber dennoch kann man von den besten Kletterern in diesem Feld ein Feuerwerk erwarten.


Das Wetter

Karte Tirreno-Adriatico 2025 Etappe 6
Die Temperaturen werden steigen, aber wahrscheinlich werden wir weiterhin mit Regen und starkem Wind konfrontiert werden. Zum Glück für die Fahrer wird der Wind den ganzen Tag über meist als Gegenwind auftreten. Der Südwestwind hingegen wird im letzten Anstieg meist als Rückenwind kommen, er wird aggressive Rennen wahrscheinlich nicht blockieren.
The Favourites
Ein Tag für die Kletterer, da muss man sich nicht wundern, auch wenn es nicht die Art von Etappe für die reinen Spezialisten ist wie einige der letzten Jahre. Die Hauptgeschichte wird die Gesamtwertung sein, denn dies ist die Königsetappe und auch die letzte, auf der die Fahrer realistisch etwas bewirken können. Wir haben Filippo Ganna in Führung, mit 22 Sekunden vor Juan Ayuso. Er sollte nicht in der Lage sein zu überleben, aber der Italiener ist in hervorragender Kletterform und ich sehe ihn auf jeden Fall das Rennen innerhalb der Top10 beenden (möglicherweise Top5 oder sogar Podium). INEOS wird Laurens de Plus nicht zurückhalten, der Belgier ist ein weiterer Anwärter auf das Podium, der nach seinem Podiumsplatz bei der Volta ao Algarve eine tolle Serie fortsetzen kann.
Wie an den vergangenen Tagen werden die VAE wahrscheinlich das Tempo forcieren und versuchen, etwas zu erreichen. Juan Ayuso befindet sich in der Pole Position, um die Gesamtwertung zu gewinnen, und seine Form ist ebenfalls sehr gut. Er ist manchmal unbeständig, was ein Problem ist, aber letztes Jahr hat er hier sein bestes Niveau gezeigt und dieses Jahr hat er noch keinen Schwachpunkt gezeigt, so dass Isaac del Toro funktionieren wird, und ich denke ehrlich gesagt, dass Adam Yates sich auch für den Spanier opfern sollte, denn eine Top10 ist das Beste, auf das er realistischerweise hoffen kann (abgesehen von einem Etappensieg, wenn er die Beine dazu hätte).
Wenn Yates arbeitet, werden nur wenige in der Lage sein, anzugreifen oder gar das Rad zu halten. Antonio Tiberi und Derek Gee haben sich bereits in eine sehr gute Position gebracht, um auf das Podium zu fahren. Kévin Vauquelin, Romain Grégoire und Pello Bilbao befinden sich innerhalb der Top10, wo sie bleiben oder sogar Positionen gewinnen sollten.
Außerhalb der Top10 haben wir dann Giulio Ciccone, der bei diesem Feld durchaus eine Etappe wie diese gewinnen kann. Der Italiener, Mikel Landa (mit Valentin Paret-Peintre als möglichem Super-Domestiken) und Richard Carapaz sind reine Kletterer, die auf diesen Tag gewartet haben und ich glaube, dass sie alle eine gute Chance auf einen Etappensieg haben. Es gibt auch Tom Pidcock, der ein großer Joker ist. Die vorherigen Etappen haben ihn mehr begünstigt, aber ich glaube, dass er hier absolut um ein Top-Ergebnis kämpfen kann, auch wenn die Etappe nicht durch die Explosivität entschieden wird.
Mattia Cattaneo, Jai Hindley, Ion Izagirre, Lorenzo Fortunato, Davide Piganzoli, Roger Adrià, Filippo Zana, Cian Uitjdebroeks, Tobias Johannessen und Einer Rubio sind ebenfalls Fahrer, die ein kleines Ergebnis anstreben können, aber gut im Gesamtklassement abschneiden. Simon Yates hat in den Bergen Zeit verloren, so dass die Erwartungen an ihn und Visma für einen Tag wie diesen sehr offen sind, aber wenn er gute Beine findet, ist er ein guter Anwärter auf den Etappensieg.
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Vorhersage Tirreno-Adriatico 2025 Etappe 6:
*** Juan Ayuso, Giulio Ciccone, Richard Carapaz
** Derek Gee, Mikel Landa, Tom Pidcock
* Laurens de Plus, Adam Yates, Antonio Tiberi, Kévin Vauquelin, Pello Bilbao, Romain Grégoire, Jai Hindley, Roger Adrià, Lorenzo Fortunato, Simon Yates
** Derek Gee, Mikel Landa, Tom Pidcock
* Laurens de Plus, Adam Yates, Antonio Tiberi, Kévin Vauquelin, Pello Bilbao, Romain Grégoire, Jai Hindley, Roger Adrià, Lorenzo Fortunato, Simon Yates
Auswahl: Juan Ayuso
Wie: Ich denke, der Spanier wird die Tabelle anführen und nicht nur die Gesamtwertung, sondern auch die Etappe gewinnen. Es hat sich in den letzten Wochen aufgebaut;
Original: Rúben Silva
7 stages, 1,130.9 km of pure passion.
— Tirreno Adriatico (@TirrenAdriatico) December 12, 2024
From Lido di Camaiore to San Benedetto del Tronto 🚴♂️
Don't miss the #TirrenoAdriatico @CA_Ita 2025!🗺
7 tappe, 1.130,9 km di pura passione.
Dal Lido di Camaiore a San Benedetto del Tronto 🚴♂️
La #TirrenoAdriatico @CA_Ita 2025 vi aspetta!🗺 pic.twitter.com/8DfTNJiVNZ
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- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026









