Vom 24. bis 30. März kehrt die WorldTour nach Katalonien zurück. Die Katalonien-Rundfahrt zählt zu den anspruchsvollsten Etappenrennen der Saison und stellt vor allem die Kletterer auf die Probe. Doch auch andere Fahrertypen könnten auf bestimmten Teilstücken ihre Chance erhalten. Ein erster großer Test erwartet das Feld auf der dritten Etappe, die wir uns in dieser Vorschau genauer ansehen.
Die Strecke führt in die Pyrenäen und endet mit dem bekannten Schlussanstieg nach La Molina. Die Bergetappe weist mehrere Anstiege auf, doch die Steigungen sind durchweg moderat, was taktische Duelle zwischen den Favoriten wahrscheinlicher macht als brutale Selektionen. Dennoch wird es ein langer Tag im Sattel, der fast 1700 Meter über der Starthöhe endet.
Besonderes Augenmerk liegt auf den letzten beiden Anstiegen. Der erste erstreckt sich über 20 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von etwas mehr als 5 Prozent. Hier könnte das Tempo bereits erste Lücken reißen, doch große Attacken sind eher unwahrscheinlich. Das Finale in La Molina liegt auf 1692 Metern Höhe und gilt nicht als extrem selektiv. Entscheidend könnte der Faktor Ausdauer sein. Die ersten 8,3 Kilometer mit 6,5 Prozent Steigung bilden die schwierigste Passage, bevor eine kurze Abfahrt den Fahrern eine Atempause verschafft. Die finale Rampe von 10 Prozent Steigung sorgt jedoch regelmäßig für ein explosives Finale.
Das Wetter
Sollte der Wind am Schlussanstieg von der Seite kommen, könnte das Rennen offener verlaufen als erwartet. Viele Fahrer werden auf dieser ersten Bergetappe testen, wo sie stehen, anstatt alles zu riskieren. Weil der Anstieg nicht übermäßig selektiv ist, könnten taktische Manöver über den Ausgang der Etappe entscheiden. Red Bull - BORA - hansgrohe verfügt nicht über das Team, um für Primoz Roglic ein hartes Tempo zu kontrollieren, sodass sich zahlreiche Fahrer Chancen auf eine erfolgreiche Attacke ausrechnen dürften.
Das UAE Team Emirates hingegen könnte die Initiative ergreifen und Roglic unter Druck setzen. Mit mehreren starken Bergfahrern haben sie die Mittel, das Rennen schwer zu machen. Klassische Kletterer wie Mikel Landa oder Enric Mas müssen ihre Angriffe jedoch früh setzen, wenn sie Erfolg haben wollen. Am Ende könnte entweder ein Außenseiter profitieren, den niemand als unmittelbare Gefahr einstuft, oder es kommt zu einem Sprint einer kleinen Gruppe der stärksten Fahrer.
Prognose Katalonien-Rundfahrt 2025 Etappe 3:
*** Primoz Roglic, Juan Ayuso, Lennert van Eetvelt
** Mikel Landa, Felix Gall, Enric Mas, Lenny Martinez
* Adam Yates, Wilco Kelderman, Simon Yates, Valentin Paret-Peintre, Egan Bernal, Laurens de Plus, Richard Carapaz, Ben O'Connor, Matthew Ricittello
Unser Tipp: Primoz Roglic
Wie: Ehrlich gesagt sollte er hier eigentlich in der Unterzahl sein. Doch der Anstieg ist nicht anspruchsvoll genug, um eine klare Selektion zu erzwingen. Zudem könnten sich die Favoriten gegenseitig neutralisieren, während einige Teams versuchen, das Rennen für einen Sprint zurückzubringen. Trotz starker Konkurrenz bleibt er in Topform eine ernstzunehmende Kraft – besonders in einem explosiven Finale wie diesem.
Original: Rúben Silva
🚴♂️ Aquest és el 𝐫𝐞𝐜𝐨𝐫𝐫𝐞𝐠𝐮𝐭 𝐜𝐨𝐦𝐩𝐥𝐞𝐭 de la Volta a Catalunya masculina 2025!
— Volta a Catalunya (@VoltaCatalunya) March 14, 2025
🗺️ ¡Aquí tenemos el 𝐫𝐞𝐜𝐨𝐫𝐫𝐢𝐝𝐨 𝐨𝐟𝐢𝐜𝐢𝐚𝐥 de la #VoltaCatalunya 2025!
😍 The 𝐨𝐟𝐟𝐢𝐜𝐢𝐚𝐥 𝐫𝐨𝐮𝐭𝐞 for #VoltaCatalunya104! pic.twitter.com/iwRRWNkADn