Die Guangxi-Rundfahrt markiert das Finale der World Tour-Saison und wird vom 15. bis 20. Oktober ausgetragen. In China erwartet das Peloton das letzte Etappenrennen des Jahres – ein Rennen, das für viele Fahrer noch entscheidend sein könnte. Hier werfen wir einen Blick auf die erste Etappe.
Die erste Etappe führt die Fahrer auf einen Rundkurs um die Stadt Gangchenggang. Es ist ein Tag für die Sprinter, aber die 1. Etappe ist bereits eine mit einigen explosiven Abschnitten, auf denen die Fahrer ihre Form einschätzen können - zu dieser Jahreszeit ist das ein sehr breites Spektrum.
Auf den letzten 30 Kilometern werden drei Kuppen erklommen, die letzte davon 16 Kilometer vor dem Ziel (1 km mit 6,7 %). Nicht brutal, aber es kann zu Angriffen kommen. Zum Ziel hin gibt es dann aber über 10 flache Kilometer und es ist keineswegs ein technisches Finale.
Etappe 1: Fangchenggang - Fangchenggang, 149,3 Kilometer
Vorhersage Tour of Guangxi 2024 Etappe 1:
*** Juan Sebastián Molano, Max Kanter ** Marijn van den Berg, Casper van Uden, Ethan Vernon * Dusan Rajovic, Jhonatan Narváez, Jasper Stuyven, Iván García Cortina, Fabio Jakobsen, Luke Lamperti
Auswahl: Max Kanter
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.