Carlos Rodriguez hat nach seinem Highspeed-Sturz auf der
4. Etappe der Tour de Romandie ein Update zu seinem Zustand gegeben und geschildert, wie eine Motorrad-Szene den Sturz auslöste, der leicht weit schlimmer hätte enden können.
Der Fahrer von
INEOS Grenadiers ging auf einer schnellen Abfahrt der Königsetappe zu Boden, an einer Stelle, an der das Tempo nahe 100 km/h lag.
Trotz der Wucht des Crashs konnte er rasch wieder aufsitzen und weiterfahren und bestätigte später, dass er größtenteils ohne schwerere Verletzungen davongekommen ist.
„Im Moment scheint es mich beim Treten nicht allzu sehr zu beeinträchtigen“,
sagte er im Vorstart-Interview zu Etappe 5 bei Cycling Pro Net. „Wir werden sehen, aber ich hoffe, es kann trotzdem ein guter Tag werden.“
Sturz durch Motorrad-Bewegung ausgelöst
Rodriguez erklärte anschließend den Ablauf der Szene und verwies auf einen Moment vor ihm in der Kolonne, der eine abrupte Reaktion erzwang. „Da war ein Motorrad vor mir. Es änderte die Linie und bremste, und ich konnte noch ausweichen, aber in der nächsten Kurve konnte ich nichts mehr machen.“
Die Abfolge ließ ihm kaum Reaktionszeit. Nachdem er dem ersten Hindernis entgangen war, stand sofort die nächste Kurve bei hohem Tempo an, in der der Sturz unvermeidlich wurde.
Angesichts der Charakteristik der Abfahrt hätte der Ausgang deutlich schlimmer sein können. Die Fahrer waren im Anflug extrem schnell unterwegs, und jeder Kontrollverlust barg offensichtliche Risiken.
Dass Rodriguez wieder aufs Rad steigen konnte und der Schaden sich auf Straßenausschlag und ein zerrissenes Trikot beschränkte, unterstrich, wie glimpflich er davonkam – zumal in einem Rennen, das bereits durch aggressives Racing und enge Abstände auf Schlüsseltappen geprägt war.
Carlos Rodriguez mit Straßenausschlag nach Sturz bei der Tour de Romandie
Blick richtet sich auf die Schlussetappe
Mit der entscheidenden Bergetappe noch in den Beinen richtet sich der Fokus nun darauf, ob sich Rodriguez rechtzeitig erholt, um am Finaltag eine Rolle zu spielen. Vorerst sind die Signale positiv. „Jetzt nur auf heute fokussieren“, sagte er.
Nach einem Sturz, der sein Rennen leicht komplett beendet hätte, ist allein das erneute Einreihen am Start schon ein kleiner Sieg an sich.