Ergebnisse Tour de Romandie 2026, Etappe 4 | Tadej Pogačar stürmt zum dritten Wochensieg, während Primož Rogličs Ausreißer-Poker am Jaunpass verblasst

Radsport
Samstag, 02 Mai 2026 um 16:13
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Tadej Pogacar hat bei der Tour de Romandie 2026 seinen Griff fester angezogen: souveräner Solosieg auf der Königsetappe nach Charmey, lanciert am Schlussanstieg des Jaunpasses und verteidigt auf der rasanten Abfahrt bis ins Ziel.
Der Weltmeister kam solo an und holte seinen dritten Etappenerfolg der Woche. Florian Lipowitz folgte rund 20 Sekunden dahinter nach einer kontrollierten, letztlich vergeblichen Verfolgung. Dahinter zerfiel das Gesamtklassement komplett, die übrigen Anwärter verloren am entscheidenden Anstieg über eine Minute.

Roglic’ Risiko prägt den frühen Rennverlauf, bevor es verpufft

Vom Start weg wurde aggressiv gefahren. Wiederholte Attacken an den ersten Rampen des Jaunpasses verhinderten eine frühe Ordnung im Feld. Unter den Aktivsten: Primoz Roglic, der aus dem Peloton angriff und zur Ausreißergruppe übersprang – im Sinne seiner Vortaktik, das Rennen zu antizipieren.
Später zog der Slowene am unteren Teil des finalen Jaunpasses eine verkleinerte Spitze, zeitweise als Teil eines Führungsquartetts mit Louis Vervaeke, Valentin Paret-Peintre und Michael Leonard. Roglic übernahm ohne Zögern Verantwortung, forcierte das Tempo und dünnte die Gruppe im steiler werdenden Abschnitt weiter aus.
Kurz schien der Coup das Rennen zu kippen. Doch dahinter verschob sich bereits die Lage.

UAE-Kontrolle bereitet den entscheidenden Anstieg vor

UAE Team Emirates - XRG agierte in der Mittelphase geduldig und zog vor den Schlussanstiegen die Zügel an. Unter ihrem Tempo schmolz das Peloton stetig, von einer großen Gruppe am frühen Tag auf rund 20 Fahrer, als der finale Jaunpass erreicht wurde.
Der Vorsprung der Ausreißer, zeitweise komfortabel über zwei Minuten, brach rasch ein. Am Fuß des Anstiegs wirkte der Ausgang bereits vorgezeichnet.

Pogacar setzt den entscheidenden Stich

Die Entscheidung fiel am Schlussanstieg. Pogacar beschleunigte durch die Reste der Flucht, ging kurzzeitig klar, ehe Lipowitz kontern und den Schaden begrenzen konnte. Rund einen Kilometer vor der Kuppe attackierte der Slowene erneut. Diesmal war es der Schlag, der saß.
Pogacar überquerte den Jaunpass solo, die Lücke wuchs auf etwa 25 Sekunden, Lipowitz folgte als Zweiter. Dahinter lagen Lenny Martinez, Jorgen Nordhagen und die restlichen Anwärter bereits über eine Minute zurück. Von dort an wurde die Etappe zur Frage der Kontrolle.
Tadej Pogacar bei der Tour de Romandie 2026
Tadej Pogacar bei der Tour de Romandie 2026

Hochgeschwindigkeitsabfahrt besiegelt das Ergebnis

Auf der Abfahrt nach Charmey riskierte Pogacar alles, näherte sich mit bis zu 100 Stundenkilometern der Schallmauer des Tals und hielt den Vorsprung konstant. Lipowitz stabilisierte die Lücke über weite Strecken bei rund 20 Sekunden, fand auf den schnellen, offenen Straßen aber keinen weiteren Zeitgewinn.
Weiter hinten zerfaserte das Rennen weiter. Schreckmoment um Carlos Rodriguez, der in einer scharfen Kurve im Chase stürzte. Bei diesen Geschwindigkeiten hätte es schlimmer enden können, doch er war rasch wieder auf dem Rad, mit nur leichten Blessuren.

Das GC-Bild wird neu gezeichnet

Im Ziel war Pogacars Überlegenheit eindeutig. Der Slowene holte nicht nur einen weiteren Etappensieg, sondern baute die Führung im Gesamtklassement aus und untermauerte seine Kontrolle vor den finalen Tagen.
Lipowitz festigte seine Rolle als engster Verfolger, während die übrigen Anwärter nach dem Einbruch am Jaunpass nur noch Schadensbegrenzung betrieben.
Für Roglic zahlte sich die frühe Offensive letztlich nicht aus. Nach einer animierten Anfangsphase fiel er aus der Entscheidung, als am Schlussanstieg der Kampf ums Gesamtklassement eskalierte.
Mit drei Etappensiegen an fünf Renntagen wird Pogacars Dominanz bei dieser Tour de Romandie immer deutlicher. Auf der härtesten Etappe reagierte er nicht nur auf die Herausforderung. Er definierte sie. Ohne dramatische Wendung scheint die Rundfahrt vor den letzten Etappen fest in seiner Hand.
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