Mit seinem ikonischen Sieg bei
Paris-Roubaix ist Wout van Aerts Saison bereits ein voller Erfolg. Nach seinem Triumph im Vélodrome gönnt sich der Leader von
Team Visma | Lease a Bike eine wohlverdiente Pause und war in den vergangenen Tagen mit Freunden auf einer mehrtägigen Bikepacking-Tour durch die Niederlande und Belgien unterwegs.
Vom WorldTour-Stress aufs bepackte Gravelbike
Van Aert lebt nahe der niederländischen Grenze und rollt für seine Trainingsfahrten regelmäßig ins Nachbarland. Die aktuelle Unternehmung unterscheidet sich jedoch komplett von seinen sonst streng strukturierten Einheiten.
Die harten Intervalle lässt er zwar hinter sich, untätig ist er dennoch nicht. Gemeinsam mit einer Freundesgruppe, darunter Ex-Visma-Teamkollege
Nathan Van Hooydonck, steuerte Van Aert gen Norden – auf einem Gravelbike mit vollgepackten Bikepacking-Taschen.
Trotz „Pause“ spulte die Gruppe an den ersten zwei Tagen beachtliche Distanzen ab und zeichnete die Fahrten auf
Strava auf.
Am ersten Tag startete die Gruppe in seiner Heimatstadt Herentals, fuhr über Schoten und Kalmthout nach Norden und überquerte bei Huijbergen die niederländische Grenze. Über Bergen op Zoom ging es weiter bis nahe an die Küste nach Schouwen-Duiveland. Für den Auftakt standen etwas mehr als sechs Stunden im Sattel zu Buche.
Der zweite Tag führte landschaftlich reizvoll südwärts entlang der Zeeland-Küste. Über die Oosterscheldekering (Neeltje Jans) und eine Schleife um Middelburg nahmen sie die Fähre ab Vlissingen. Zurück an Land folgten sie weiter der Küstenlinie, querten die Grenze nach Belgien und beendeten den Tag im Seebad Knokke. Die kürzere Etappe dauerte rund 4 Stunden und 40 Minuten.
Wout Van Aert feiert seinen Sieg bei Paris-Roubaix 2026
Ein wohlverdienter „Jeans-Tag“
Nicht jeder Tag der Reise verlangt nach der Hundertermarke. Nach über 300 Kilometern in zwei Tagen legte die Gruppe in Knokke-Heist einen sehr entspannten Ruhetag ein, um einfach das Urlaubsgefühl zu genießen.
Van Aert taufte ihn augenzwinkernd „Jeansbroek-dagje“ (Jeans-Tag) – Lycra blieb im Schrank. Wie es sich für einen echten Ruhetag auf Radreise gehört, durfte der Abstecher in die lokale Bäckerei mit feinem Gebäck nicht fehlen – Pflichtprogramm für jede Bikepacking-Tour.