Van der Poel vor Pogacar-Prüfung – Roxane Knetemann warnt: „Er darf nicht zu früh gehen“

Radsport
Sonntag, 05 April 2026 um 13:45
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An diesem Sonntag stehen Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel bei der Flandern-Rundfahrt als Hauptfavoriten am Start. Belgien hält jedoch starke Gegenargumente bereit: Remco Evenepoel und Wout van Aert sind bereit, den Kampf aufzunehmen.
Roxane Knetemann sprach im Podcast In het Wiel und zeigte sich weiterhin überrascht von Evenepoels Startbestätigung, erwartet jedoch nicht, dass dies die Rennanlage der Hauptfavoriten wesentlich verändert.
„Ich glaube nicht, dass Pogacars Taktik anders wäre, wenn Evenepoel nicht auf der Startliste stünde. Er weiß, dass er früh loslegen muss. Ich denke, er sieht Van der Poel als seinen größten Rivalen und muss ihn müde fahren und leeren. Das erreicht er, indem er schon aus der Distanz aggressiv Rennen macht.“
Die Sicht der ehemaligen niederländischen Fahrerin ist klar: Der Slowene wird wohl früh auf ein hartes Rennen setzen, um Van der Poel vor den entscheidenden Momenten zu zermürben.
In diesem Kontext könnte das Energiemanagement des Niederländers ausschlaggebend werden. „Ich würde etwas auf Nummer sicher fahren. Genau das hofft Pogacar: dass sie sich früh zu zweit absetzen, denn so kann er peu à peu an Van der Poels Tank zehren. Bei Pogacar gelingt dir das weniger schnell.“
„Er weiß: ‚So kann ich ihn brechen, wir müssen den Oude Kwaremont bereits ermüdet anfahren.‘ Das haben wir auch letztes Jahr gesehen.“ Anders gesagt: Van der Poel muss seinen Einsatz fein dosieren und eine zu frühe direkte Auseinandersetzung vermeiden, sonst droht später die Quittung, besonders am Oude Kwaremont.
In der vergangenen Ausgabe konnte Van der Poel die Attacken lange kontern, brach jedoch auf der letzten Passage des Oude Kwaremont ein – genau in dem Moment, als er den Weltmeister ziehen lassen musste.
Sollten die beiden erneut allein in Führung liegen, könnte sich das Szenario wiederholen – mit einem intensiven taktischen Duell. „Dann liegt es an Van der Poel, in so einer Zweiergruppe weniger Arbeit zu machen, weil er Energie sparen muss. Aber er wird nicht komplett aufhören zu fahren, das ist einfach nicht Van der Poel.“
Der Blick auf die Zahlen unterstreicht die Konstanz beider. In sieben Starts bei der Flandern-Rundfahrt war Mathieu van der Poel nie schlechter als Vierter. Tadej Pogacar weist eine ähnliche Bilanz auf: zwei Siege und Platz vier bei seinem Debüt. Der Niederländer kann nun Geschichte schreiben und mit einem vierten Sieg alleiniger Rekordhalter werden.
Erleben wir ein Duell zweier Freunde und Rivalen, oder mischen formstarke Namen wie Filippo Ganna und Mads Pedersen neben Evenepoel und Van Aert ebenfalls mit? Die Straße wird entscheiden.
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