Bei der Tour de Suisse Women stürzte Urška Žigart bei hohem Tempo über eine Bodenschwelle. Der Sturz der Partnerin von Tadej Pogačar bremste dessen Pläne aus und brachte seinen Kalender durcheinander. Zuletzt war vorgesehen, dass das Duo bei den slowenischen Meisterschaften startet.
Die geänderten Pläne von Pogačar
In der Schweiz wurde bei Žigart nach dem Sturz ein Kieferbruch diagnostiziert – bitter in einer Phase, in der die Fahrerinnen der
Tour de France Femmes näherkommt. Im Krankenhaus erhielt Pogačar später am Tag Entwarnung, doch nach Rennende machte er klar, dass die Priorität die Rückkehr nach Monaco war, um bei seiner Partnerin zu sein.
Der Titelverteidiger der Tour ist inzwischen zu Hause, äußerte aber in einer Pressekonferenz nach dem Ende der Tour de Suisse eine
bemerkenswerte Aussage: “Ich habe in den letzten zwei Wochen viele Pläne geändert. Jetzt, wo Urška sich erholt, sind ihre Pläne geplatzt, mein zweiter Plan ist geplatzt, und jetzt ist es der dritte Plan – und vielleicht ist es in zwei Tagen Plan vier.”
Kein Höhentraining und keine Meisterschaften für Pogačar
Um zu verstehen, was der Weltmeister meinte, musste man einige Puzzleteile verbinden. Marca-Journalist
Daniel Arribas könnte weitere Teile zusammengefügt haben, was “Plan B” gewesen sein könnte. Demnach war ein Start bei den slowenischen Meisterschaften an diesem Wochenende möglich, während Plan A ein direktes Höhentrainingslager nach der Tour de Suisse vorsah – beides wird nun nicht stattfinden, die finalen Vorbereitungen dürften in den Alpes-Maritimes erfolgen.
“Tadej Pogačar hatte geplant, bei den slowenischen Meisterschaften (Straße und Zeitfahren) zu starten, nicht nach Isola 2000 (ins Höhencamp, Anm.) zu gehen, aber der Sturz von Urška Žigart hat seine Pläne geändert”, schrieb Arribas auf X.
Roglič wird die slowenischen Meisterschaften bestreiten
Primoz Roglic startet in Slowenien
Nach einem Monat in der Sierra Nevada hat Arribas Informationen zur Vorbereitung und zum Rennprogramm mehrerer Fahrer gesammelt, die das Gebirge für ihr Höhentraining vor einer Schlüsselphase der Saison nutzten. Darunter ist auch Primož Roglič.
Laut dem spanischen Journalisten wird der Fahrer von Red Bull - BORA - hansgrohe bei den nationalen Titelkämpfen antreten – erstmals seit 2020. In Abwesenheit von Pogačar könnte Roglič zu Hause siegen – in einem Jahr, in dem seine Karriere enden könnte, da sein Vertrag mit dem deutschen Team in der Schwebe ist und es keine öffentlichen Hinweise auf die Zukunft gibt.
Roglič fuhr zuletzt auch die Tour de Suisse, ohne dabei zu glänzen. Der Routinier belegte Rang acht in der Gesamtwertung. Später in der Saison startet er bei der Vuelta a España, wo er das Rote Trikot bereits viermal gewann.