Maeva Squiban entgeht nach schwerem Sturz bei der Tour de France Femmes Knochenbrüchen – Ausreißcoup endet unter Tränen

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 09 August 2026 um 12:30
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Maeva Squiban ist bei ihrem schmerzhaften Sturz auf der achten Etappe der Tour de France Femmes offenbar glimpflicher davongekommen als zunächst befürchtet. Die Französin erlitt weder Frakturen noch andere schwere Verletzungen, nachdem ihr vielversprechender Ausreißversuch durch einen heftigen Sturz im späten Finale abrupt beendet worden war.
Squiban hatte einen Großteil des Tages gemeinsam mit Loes Adegeest an der Spitze des Rennens verbracht und befand sich weiterhin auf Kurs zu einem Topresultat, als sie rund 14 Kilometer vor dem Ziel auf der Abfahrt vom Colomars schwer zu Fall kam.

Squiban schreit vor Schmerzen – fährt aber trotzdem ins Ziel

Unmittelbar nach dem Sturz war Squiban sichtlich mitgenommen. Die Französin schrie vor Schmerzen und hatte große Schwierigkeiten, ihr Fahrrad mit beiden Händen zu kontrollieren, als sie versuchte, das Rennen fortzusetzen. Trotz ihrer Beschwerden brachte sie die Etappe zu Ende. Anschließend wurde sie in Nizza vom medizinischen Personal von UAE Team L'IMAD ins Krankenhaus begleitet.
„Nach ihrem Sturz heute auf der 8. Etappe der Tour de France Femmes, als sie in der Ausreißergruppe war, hat Maeva Squiban die Etappe beendet und wurde für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus in Nizza gebracht, begleitet vom medizinischen Stab des Teams“, teilte UAE Team L'IMAD mit.
Die anschließenden Untersuchungen brachten zumindest eine erleichternde Nachricht. „Die Untersuchungen schlossen Frakturen oder schwere Verletzungen aus und zeigten lediglich Prellungen und oberflächliche Wunden.“

Squibans langer Ausreißversuch endet auf der Abfahrt

Squiban und Adegeest hatten sich zuvor als die stärksten Fahrerinnen der Fluchtgruppe erwiesen. Gemeinsam erarbeitete sich das Duo zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als sechs Minuten auf das Hauptfeld.
Selbst 40 Kilometer vor dem Ziel lagen die beiden noch mehr als vier Minuten vor ihren Verfolgerinnen. Dahinter nahm die Jagd allerdings zunehmend Fahrt auf, sodass der Abstand innerhalb kurzer Zeit deutlich schrumpfte.
Squiban und Adegeest ließen sich davon zunächst nicht beirren. Auch über den Colomars hinweg behaupteten sie ihre Führung und gingen noch vor den Favoritinnen in die letzten 15 Kilometer der Etappe.
Dann kam es auf der anschließenden Abfahrt zum folgenschweren Zwischenfall. Squiban stürzte schwer, konnte sich anschließend zwar wieder auf ihr Rad setzen, doch die Schmerzen im Bereich des Oberkörpers waren ihr sofort deutlich anzusehen. Besonders problematisch war, dass die Französin Schwierigkeiten hatte, beide Hände sicher am Lenker zu halten.
Adegeest setzte ihren Ausreißversuch daraufhin allein fort, während Squiban nicht mehr zu ihrer Begleiterin zurückkehren konnte. Die Niederländerin wurde später ebenfalls eingeholt, als FDJ United-SUEZ in der bereits verkleinerten Favoritinnengruppe das Tempo verschärfte.
Damit bereitete das Team letztlich den späteren Etappensieg von Demi Vollering und deren Übernahme des Gelben Trikots vor. Squiban kämpfte sich trotz ihres Sturzes noch bis ins Ziel nach Nizza und wurde anschließend für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

Entscheidung über Start auf der Schlussetappe noch offen

Ob Squiban am Sonntag zur neunten und letzten Etappe der Tour de France Femmes antreten kann, steht noch nicht fest. UAE Team L'IMAD will die Französin vor dem Start erneut medizinisch untersuchen und anschließend eine endgültige Entscheidung treffen.
„Morgen wird das medizinische Team Maevas Zustand beurteilen und entscheiden, ob sie zum Start der Schlussetappe in Nizza antritt“, bestätigte die Mannschaft.
Die letzte Etappe führt am Sonntag über 99,2 Kilometer rund um Nizza. Zuvor sollen Squibans Prellungen und oberflächliche Wunden erneut untersucht werden. Erst auf Grundlage dieser medizinischen Beurteilung will das Team entscheiden, ob die Französin die Freigabe für einen Start erhält.
Ihr mutiger Ausreißversuch auf der achten Etappe hatte bis weit ins Finale hinein Bestand, ehe der Sturz Squiban jede Chance nahm, gemeinsam mit Adegeest weiter um den Etappensieg zu kämpfen.
Nach den dramatischen Bildern unmittelbar nach ihrem Sturz brachten die Untersuchungen im Krankenhaus immerhin Entwarnung: Die zunächst befürchteten Knochenbrüche oder andere schwere Verletzungen konnten ausgeschlossen werden. Ob Squiban ihre Tour de France Femmes dennoch auf dem Rad beenden kann, entscheidet sich nach der abschließenden medizinischen Untersuchung am Sonntag.
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