„Wenn er sagt, wir sollen fahren, kann man davon ausgehen, dass er wahrscheinlich gewinnt“ – Teamkollege von Tadej Pogačar vor der Tour de France

Radsport
Donnerstag, 25 Juni 2026 um 13:45
Brandon McNulty
Brandon McNulty hat kein Problem damit, sich für Teamkollege Tadej Pogacar aufzuopfern, denn er weiß: Wenn er die harte Arbeit macht, liefert der Leader von UAE Team Emirates - XRG höchstwahrscheinlich ab.
Der US-Allrounder bereitet sich darauf vor, den Slowenen bei dessen Angriff auf den fünften Sieg bei der Tour de France zu unterstützen. Nach einer Virusinfektion im späten Frühjahr meldete er sich rechtzeitig für die Grande Boucle zurück.
Die Emirate-Equipe wurde im Frühjahr immer wieder durch Verletzungen und Krankheiten ausgebremst. Mit dem Ausfall von Joao Almeida wird McNulty aufgrund seines Profils einer der Fahrer sein, die Pogacar durch verschiedene Etappen lotsen: vom Mannschaftszeitfahren über flache Sprinttage bis hin zu giftigen Mittelgebirgsprüfungen.
„Wenn er sagt, wir sollen fahren, kannst du davon ausgehen, dass er die Etappe wahrscheinlich gewinnt“, sagte McNulty dem Escape Collective und brachte damit auf den Punkt, warum er gern für Pogacar arbeitet.

McNulty erlebt einen „holprigen“ Frühling

Die Saison lief jedoch nicht nach Plan, weshalb er Zeit vom Rad nehmen musste: „Der ganze Frühling war holprig, und am Ende hatte ich noch ein Virus. Ich habe es nach der Baskenland-Rundfahrt erfahren.“
Er führte aus: „Danach drei Wochen Pause, und ab dem 02. oder 03.05. konnte ich wieder fahren. Dann habe ich voll für die Tour trainiert, gut gearbeitet und bin stark zurückgekommen. Die Form ist wieder da.“
Die Helfer für Pogacar sollen in den kommenden Tagen offiziell bestätigt werden. Tim Wellens und Nils Politt dürften den Motorraum anführen. McNulty und Florian Vermeersch werden als vielseitige Unterstützer erwartet, während Isaac del Toro und Adam Yates in den Hochalpen als letzte Bergdomestiken vorgesehen sind.

Pogacars Führungsrolle

Anknüpfend an McNultys Lob für Pogacar schreibt UAE-Generalmanager Joxean Matxin den Teamgeist und Zusammenhalt der Führungsstärke Pogacars zu. Dessen Haltung und Hingabe gäben den Takt für die Kollegen vor.
„Seine Führungsqualitäten sind bemerkenswert“, sagte Matxin kürzlich. „Er kümmert sich um seine Teamkollegen, um das Team. Er ist immer bei den Trainingslagern dabei und macht sogar die Wäsche und kocht das Abendessen.
Nur ein wahrer Anführer macht das. Ich würde seine Berufsethik hervorheben, seine Haltung, seine Hingabe – sowohl seine eigene als auch die der Mannschaft. Das ist das Wichtigste. Und wenn sich im Rennen eine Chance bietet, nutzt er sie. Das Beste an diesem Team ist seine Einstellung. Wir sind eine Familie.“
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