Die
Vuelta a España hat das UCI-WorldTour-Teamranking spürbar durcheinandergewirbelt. Die letzte Grand Tour der Saison, zusammen mit Punkten vom Grand Prix Cycliste de Québec und Montréal sowie einer vollen Rennwoche, brachte große Verschiebungen an der Spitze und im Kampf um Platzierungen, die die Zukunft zahlreicher Teams prägen werden.
UAE Team Emirates-XRG verteidigt mit 27.180 Punkten die
Führung. Tadej Pogačars Mannschaft bleibt klar vor den größten Verfolgern, obwohl der Slowene die Vuelta aufgab und weder er noch Brandon McNulty die kanadischen Klassiker erneut gewinnen konnten.
Red Bull-Bora-Hansgrohe liegt mit 22.676 Punkten auf Rang zwei. Das deutsche Team verkleinerte den großen Vorsprung der UAE unter anderem dank Remco Evenepoels Sieg beim Grand Prix Cycliste de Québec.
Dritter ist Team Visma | Lease a Bike mit 20.588 Punkten, nach einer fetten Vuelta-Ausbeute mit sieben Siegen durch Matthew Brennan und Wout van Aert. Decathlon CMA CGM Team folgt als Vierter mit 17.920 Punkten, befeuert durch Felix Galls Vuelta-Podium. Lidl-Trek komplettiert die Top fünf mit 16.071 Punkten.
Tadej Pogacar und UAE Team Emirates - XRG führen weiterhin die Weltranglisten an
Uno-X Mobility stößt nach der Vuelta a España in die Top 10 vor
Einer der großen Aufsteiger der Woche ist Uno-X Mobility. Das norwegische Team klettert um zwei Plätze auf Rang neun mit 10.917 Punkten und überholt Soudal Quick-Step sowie Alpecin-Premier Tech.
Ihre herausragende Vuelta a España erklärt den Sprung. Das Team startete ohne GC-Fokus, prägte aber regelmäßig die Fluchtgruppen und sammelte zahlreiche Topplatzierungen.
Tobias Halland Johannessen gab den Takt vor, gewann die Schlussetappe der Vuelta und wurde am vorletzten Tag Zweiter, während Andreas Leknessund die 7. Etappe gewann. Magnus Cort war mehrfach nahe am Sieg. In Summe verbuchte die norwegische Mannschaft ein sattes Punktplus und rückte im UCI-Ranking auf Platz neun vor. Soudal Quick-Step fällt auf zehn, Alpecin-Premier Tech rutscht um zwei Positionen auf elf.
Movistar Team mit dem größten Satz des Jahres
Die Schlagzeilen-Aufsteiger der Woche sind jedoch
Movistar Team. Die spanische Equipe verbessert sich um fünf Plätze und springt von Rang 18 auf 13.
Treiber ist Enric Mas’ überragende Vuelta a España. Der Mallorquiner gewann die Gesamtwertung und holte zudem einen Etappensieg, was dem Team eine massive Punkteausbeute einbrachte.
Der Sprung wiegt besonders schwer, weil Movistar zur Vuelta in einer heiklen Rankinglage anreiste. Die Spanier lagen auf Platz 18 und streiften in diesem ersten Jahr des aktuellen Trienniums die Gefahrenzone.
Nun steht Movistar mit 9.428 Punkten auf Rang 13 und kann im Kampf um den Verbleib in der Weltspitze durchatmen. Davor rangiert EF Education-EasyPost, dank Richard Carapaz’ Vuelta-Vierter ebenfalls um einen Platz auf zwölf verbessert. Team Jayco AlUla verliert hingegen zwei Ränge und fällt auf 14.
Rückgänge in der Abstiegszone der UCI WorldTour
Auch rund um die Abstiegszone gab es Bewegung. NSN Cycling Team fällt zwei Plätze auf 16, Tudor Pro Cycling Team rutscht einen auf 17, und Lotto Intermarché gibt einen weiteren auf 18 ab.
Diese beiden letzten Plätze sind entscheidend, da sie derzeit die Kante der Top 18 markieren. Dahinter liegt Cofidis mit 8.118 Punkten auf Rang 19, Groupama-FDJ United folgt mit 8.007 auf 20. Bis auf Intermarché haben alle in der jüngsten Vuelta eine Etappe gewonnen.
Cofidis hat den Rückstand dank der Wochenpunkte und insbesondere durch Brian Coquards Etappensieg bei der Vuelta a España verkleinert. Um die Konkurrenz davor zu stellen, müssen jedoch weiter Zähler her.
Das Klassement verspricht damit einen packenden Abstiegskampf am Fuß der WorldTour, mit mehreren Teams, die nur wenige Punkte trennen.
Euskaltel-Euskadis Vorstoß in die Top 30
Jenseits der WorldTour-Plätze ist das Ranking auch für Teams entscheidend, die kommende Saison bei den Grand Tours starten wollen. Team Picnic PostNL hält derzeit mit 2.256 Punkten Platz 30. Das niederländische Team erlebt eine sehr schwierige Saison und bleibt in einer heiklen Lage.
Direkt dahinter liegt Euskaltel-Euskadi auf Rang 31 mit 2.018 Punkten. Die baskische Mannschaft hat ihr Projekt mit der Verpflichtung von Mikel Landa gestärkt und hält die Chance auf die Top 30 intakt. Verpasst sie jedoch dieses Top30-Ziel, kann die baskische Legende nächstes Jahr keine Grand-Tour-Wildcard beantragen.
Euskaltel-Euskadi könnte zudem vom möglichen Verschwinden von Equipo Kern Pharma profitieren. Das spanische Team steht aktuell mit 2.935,97 Punkten auf Rang 27, seine Fortführung in der nächsten Saison ist jedoch nicht gesichert.
Hinter Euskaltel folgt Li Ning Star, 32. mit 2.012,33 Punkten. Der Abstand zum baskischen Team ist minimal, daher könnte der Kampf in den Schlusswochen der Saison besonders intensiv werden.
UAE mit riesigem Vorsprung
An der Spitze verfügen UAE Team Emirates-XRG weiterhin über ein komfortables Polster. Ihre 27.180,96 Punkte halten sie mehr als 4.500 Zähler vor Red Bull-Bora-Hansgrohe, die bei 22.676,65 stehen. Pogacars drei Vuelta-Siege halfen.
Team Visma | Lease a Bike liegt auf Rang drei, Decathlon auf vier, und Lidl-Trek komplettiert die Top fünf. XDS Astana Team, Bahrain Victorious und Netcompany INEOS beschließen die Top acht.
Visma fällt zudem durch sein Punktepaket bei der Vuelta auf. Die spanische Grand Tour brachte sieben Etappensiege zwischen Matthew Brennan und Wout van Aert, und diese Resultate zählen sowohl individuell als auch in der Teamwertung.
Die zentrale Erkenntnis dieses Updates: Die Vuelta a España hat die Teamrangliste neu geordnet. Movistar sind vom Abgrund zurück und atmen als 13. durch, während Uno-X Mobility in die Top 10 geklettert ist.
Doch mehrere Duelle bleiben offen. Der Kampf um Rang 17 und 18, derzeit die WorldTour-Grenze, ist weiter eng, während Euskaltel-Euskadi drängt, in die Top 30 vorzurücken, um sich für den Einladungskampf bei den Grand Tours der nächsten Saison zu positionieren.
UCI-Teamrangliste
| Position | Team | Land | Punkte |
| 1 | UAE Team Emirates XRG | UAE | 27.180,96 |
| 2 | Red Bull-Bora-Hansgrohe | GER | 22.676,65 |
| 3 | Team Visma | Lease a Bike | NED | 20.588,59 |
| 4 | Decathlon CMA CGM Team | FRA | 17.920,82 |
| 5 | Lidl-Trek | GER | 16.071,40 |
| 6 | XDS Astana Team | KAZ | 14.133,71 |
| 7 | Bahrain Victorious | BRN | 13.055,02 |
| 8 | Netcompany INEOS | GBR | 11.241,93 |
| 9 ↑2 | Uno-X Mobility | NOR | 10.917,01 |
| 10 | Soudal Quick-Step | BEL | 10.790,40 |
| 11 ↓2 | Alpecin-Premier Tech | BEL | 10.381,72 |
| 12 ↑1 | EF Education-EasyPost | USA | 9.505,27 |
| 13 ↑5 | Movistar Team | ESP | 9.428,77 |
| 14 ↓2 | Team Jayco AlUla | AUS | 8.913,20 |
| 15 | Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team | SUI | 8.657,50 |
| 16 ↓2 | NSN Cycling Team | SUI | 8.610 |
| 17 ↓1 | Tudor Pro Cycling Team | SUI | 8.426,70 |
| 18 ↓1 | Lotto Intermarché | BEL | 8.328 |
| 19 | Cofidis | FRA | 8.118,74 |
| 20 | Groupama-FDJ United | FRA | 8.007,26 |
| 21 | Unibet Rose Rockets | FRA | 6.228 |
| 22 | TotalEnergies | FRA | 5.726,66 |
| 23 | Caja Rural-Seguros RGA | ESP | 4.283,01 |
| 24 | Burgos-Burpellet-BH | ESP | 3.508,91 |
| 25 | Team Polti VisitMalta | ITA | 3.506,15 |
| 26 | Solution Tech Nippo Rali | ITA | 3.187,18 |
| 27 | Equipo Kern Pharma | ESP | 2.935,97 |
| 28 | MBH Bank CSB Telecom Fort | HUN | 2.357 |
| 29 | Bardiani CSF 7 Saber | ITA | 2.343,58 |
| 30 | Team Picnic PostNL | NED | 2.256 |
| 31 | Euskaltel-Euskadi | ESP | 2.018,26 |
| 32 | Li Ning Star | CHN | 2.012,33 |
| 33 | Roojai Insurance Winspace | THA | 1.549,33 |
| 34 | Red Bull-Bora-Hansgrohe Rookies | GER | 1.412,86 |
| 35 | Modern Adventure Pro Cycling | USA | 1.311 |
| 36 | Madar Pro Cycling Team | ALG | 1.226,66 |
| 37 | Energus Cycling Team | LTU | 1.197 |
| 38 ↑1 | Terengganu Cycling Team | MAS | 1.157 |
| 39 ↓1 | XDS Astana Development Team | KAZ | 1.135,05 |
| 40 | ATT Investments | CZE | 1.108 |