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Urska Zigart dürfte die Saison 2026 vorzeitig beendet sein. Die Slowenin zog sich am Samstag bei einem Sturz während der Faun Tour erneut einen Kieferbruch zu und muss deshalb auf einen Start bei der
Weltmeisterschaft verzichten. Für die 29-Jährige ist es der nächste schwere Rückschlag – nur wenige Wochen nachdem auch ihr Verlobter
Tadej Pogacar bei der Vuelta a Espana schwer gestürzt war und seine Saison beenden musste.
Die Fahrerin von AG Insurance - Soudal sollte bei der Weltmeisterschaft in Montreal für Slowenien an den Start gehen. Auf der dritten Etappe der französischen Rundfahrt kam Zigart jedoch zu Fall. Anschließende medizinische Untersuchungen bestätigten eine Fraktur des Kiefers.
Erneuter Kieferbruch wird für Zigart zum schweren Rückschlag
Besonders bitter: Bereits im Juni hatte sich Zigart bei der Tour de Suisse dieselbe schwere Verletzung zugezogen. Damals gelang ihr rechtzeitig zur Tour de France die Rückkehr ins Peloton. Der erneute Kieferbruch stellt nun allerdings einen massiven Rückschlag dar. Ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft ist definitiv ausgeschlossen, zudem dürfte ihre Saison vorzeitig beendet sein.
Urska Zigart hat sich bei der Faun Tour erneut den Kiefer gebrochen. Die Slowenin verpasst damit die Weltmeisterschaft und wohl den Rest der Saison.
AG Insurance - Soudal bestätigte die Diagnose in einer
offiziellen Mitteilung: „Nach ihrem Sturz auf Etappe 3 der Faun Tour de l’Ardeche haben weitere medizinische Untersuchungen eine neue Fraktur des Kiefers ergeben.“
Das Team rechnet angesichts der erneuten Verletzung nicht damit, Zigart in diesem Jahr noch einmal im Renneinsatz zu sehen. Eine endgültige Entscheidung soll jedoch erst abhängig vom Verlauf ihrer Genesung getroffen werden.
„Angesichts der Art der Verletzung und der Tatsache, dass es sich um eine wiederholte Fraktur handelt, wird Urskas Saison 2026 voraussichtlich ein frühes Ende nehmen. Das bedeutet auch, dass sie die anstehende Weltmeisterschaft verpassen wird. Ihr Fokus liegt nun vollständig auf der Genesung. Das Team wird den Heilungsverlauf eng begleiten, bevor eine endgültige Entscheidung über den Rest ihrer Saison getroffen wird.“
Zigart hatte in diesem Jahr bereits ein umfangreiches Rennprogramm absolviert und sowohl die Vuelta Femenina als auch den Giro Donne in den Top Ten beendet. Bei der Tour de France Femmes konnte die Slowenin von AG Insurance - Soudal dieses Niveau zwar nicht erreichen, vor ihrem neuerlichen Sturz deutete ihre Entwicklung jedoch darauf hin, dass sie zunehmend wieder ihren Rennrhythmus gefunden hatte.
Auch Pogacar kämpft nach schwerem Sturz um seine Genesung
Auch Tadej Pogacar befindet sich derzeit auf dem Weg zurück. Zigarts Verlobter hatte ursprünglich geplant, nach Montreal zu reisen, um sie und die slowenische Nationalmannschaft vor Ort zu unterstützen. Nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta a Espana trägt allerdings auch der Slowene erhebliche Verletzungen davon.
Pogacar erlitt bei dem Unfall einen Schlüsselbeinbruch, mehrere Wirbelbrüche sowie eine Gehirnerschütterung. Das gebrochene Schlüsselbein wurde Anfang der vergangenen Woche operativ behandelt.
Noch vor ihrem eigenen Sturz hatte Zigart ein Update zum Zustand ihres Verlobten gegeben und sogar die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass Pogacar trotz seines Saisonendes nach Kanada reisen könnte.
„Im Moment konzentriert er sich voll darauf, von seinen Verletzungen zu genesen. Aber vielleicht kommt er nach Kanada, um mich bei der Weltmeisterschaft zu unterstützen – oder warum nicht selbst fahren“, scherzte Zigart.
Mit Blick auf Pogacars Rückkehr zeigte sie sich gleichzeitig zuversichtlich. „Stürze passieren. Man muss sich anpassen und zurückschlagen, und ich bin sicher, dass er nächstes Jahr stärker zurückkommt.“
Durch ihren eigenen schweren Sturz ist nun allerdings auch Zigarts weiterer Saisonverlauf massiv beeinträchtigt. Besonders bitter ist die Situation mit Blick auf die Europameisterschaft: Voraussichtlich wird die Slowenin auch dieses Saisonhighlight verpassen, das ausgerechnet in ihrer Heimat Slowenien ausgetragen wird.