Wout Van Aert wird die
Vuelta a Espana 2026 auf einem ganz besonderen Rad beenden. Vor der Schlussetappe in Granada überraschte
Visma - Lease a Bike den Belgier mit einem eigens gestalteten grünen Cervelo, das seine uneinholbare Führung in der Punktewertung und den bevorstehenden Gewinn des grünen Trikots würdigt.
Die Sonderedition
wurde Van Aert und seinen Teamkollegen vor dem Finale am Sonntag präsentiert. Mit seiner grün-goldenen Lackierung ist das Cervelo optisch ganz auf das Trikot abgestimmt, das sich der Belgier nach drei Wochen mit zwei Etappensiegen und umfangreicher Arbeit für seine Mannschaft gesichert hat.
Grün und Gold für Van Aerts besonderes Cervelo
Rahmen, Gabel und Hinterbau des Cervelo erstrahlen in einem tiefen, metallischen Smaragdgrün. Die deutlich helleren grünen Cervelo-Schriftzüge auf dem Unterrohr setzen sich dabei klar vom dunkleren Grundton des Rahmens ab.
Auch das Branding auf den Felgen wurde für die Sonderanfertigung in Grün gehalten. Ergänzt wird das Design durch kleine goldene Embleme an den Laufrädern und am Rahmen sowie weitere goldene Details im Bereich der Sattelstütze.
Tanwall-Reifen, ein SRAM-Antrieb und ein überdimensioniertes Aero-Kettenblatt vervollständigen das Rennsetup. Vor dem ersten Einsatz des speziell gestalteten Rades war Van Aerts Startnummer 13 weiterhin unterhalb des Sattels angebracht.
Die Überraschung kam beim Belgier offensichtlich gut an. Lächelnd ging Van Aert um das Cervelo herum und betrachtete die verschiedenen Details der Lackierung. „Sieht gut aus, Jungs! Unglaublich!“, sagte er zu den Teammitgliedern, die für die Sonderanfertigung verantwortlich waren.
Nachdem er das Rad genauer unter die Lupe genommen hatte, fiel Van Aerts Urteil sogar noch enthusiastischer aus. „Besser, als ich es mir erträumt habe. Vielen Dank, Jungs.“
Zwei Etappensiege und uneinholbare 326 Punkte
Van Aert geht mit 326 Punkten in die 21. und letzte Etappe der Vuelta. Sein Vorsprung auf Teamkollege Matthew Brennan beträgt uneinholbare 87 Zähler. Alessandro Romele folgt mit 171 Punkten auf dem dritten Platz der Punktewertung.
Seinen ersten Tagessieg dieser Rundfahrt feierte Van Aert auf der 13. Etappe in Loja und beendete damit eine lange Durststrecke bei Grand Tours. Nur zwei Tage später schlug der Belgier in Cordoba erneut zu. Gleichzeitig sammelte er während der gesamten Rundfahrt kontinuierlich Punkte – von den flachen Sprintankünften bis zu den großen Anstiegen der Vuelta.
Doch Van Aert fuhr keineswegs ausschließlich auf eigene Rechnung. Über weite Teile der Rundfahrt stellte er sich in den Dienst von Brennan. Der junge Brite gewann während der dominanten Vuelta von Visma - Lease a Bike fünf Etappen. Van Aert war dabei an mehreren Anfahrten und taktischen Manövern beteiligt, die seinen Teamkollegen in aussichtsreiche Positionen für den Sieg brachten.
Van Aert opfert auf Königsetappe eigene Chancen für Kuss
Auch auf der Königsetappe am Samstag stellte Van Aert seine eigenen Ambitionen in den Dienst der Mannschaft. Der Belgier schaffte früh den Sprung in die Ausreißergruppe und holte bei beiden Auffahrten zum Puerto de El Purche jeweils die maximale Punktzahl in der Bergwertung. Anschließend gewann er auch den Zwischensprint in Guejar Sierra.
Später ließ sich Van Aert gemeinsam mit Jorgen Nordhagen aus der Spitzengruppe zurückfallen, um Sepp Kuss zu unterstützen. Das Duo half dem US-Amerikaner auf dem Weg zum Collado del Alguacil und trug damit zu dessen bemerkenswertem Sprung in der Gesamtwertung bei.
Kuss beendete die Etappe schließlich auf dem achten Platz und erreichte das Ziel 2:19 Minuten vor Gesamtführer Enric Mas. Dadurch verbesserte sich der Amerikaner um sechs Positionen und rückte auf den fünften Gesamtrang vor. Van Aert hatte seine Aufgabe zu diesem Zeitpunkt längst erfüllt und erreichte den Gipfel als 30. mit 16:36 Minuten Rückstand auf Etappensieger Mikel Landa.
Zum Abschluß wartet nun die 112 Kilometer lange Etappe mit Start und Ziel in Granada. Für Van Aert bietet sich dort noch einmal die Gelegenheit, seinen bisherigen zwei Tagessiegen einen dritten hinzuzufügen. Erreicht der Belgier das Ziel, darf er anschließend endgültig das grüne Trikot entgegennehmen – nachdem er die letzte Etappe auf einem Cervelo bestritten hat, das eigens für diesen besonderen Moment gestaltet wurde.