UCI WorldTour Fahrerranglisten Update: Van der Poel glänzt in Luxemburg, Philipsen überholt Pidcock und Berckmoes springt in die Elite
Radsport
Das UCI-WorldTour-Ranking ist frisch aktualisiert, Tadej Pogačar bleibt klar vorn und hält einen deutlichen Vorsprung auf Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Es war eine volle Woche mit Rundfahrten und mehreren Eintagesrennen, die Ergebnisse der Weltmeisterschaften in Montreal sind jedoch noch nicht eingepflegt. Die Solo-Show von Mathieu van der Poel sorgt für die Schlagzeile.
Die Zeitfahr-Titel der Elite bei den Weltmeisterschaften der Männer und Frauen stehen fest, doch diese Punkte sind in diesem Ranking noch nicht sichtbar.
Entsprechend spiegeln die Bewegungen in diesem Update vor allem die Resultate der Vorwoche und den Jahresvergleich mit derselben Kalenderwoche der Vorsaison. Aus spanischer Sicht bleibt Enric Mas nach der Vuelta a España der Taktgeber.
Pogačar bleibt tonangebend
In den Top Fünf ändert sich nichts. Tadej Pogačar führt mit 11.481,75 Punkten, vor Remco Evenepoel mit 7.921,61 und Isaac del Toro mit 6.441,46. Frankreichs Paul Seixas bleibt Vierter mit 5.200,38 Punkten, Jonas Vingegaard Fünfter mit 4.160,82.
Pogačar führt weiterhin mit großem Polster und hält, wie in der UCI-Ranking-Analyse dieser Woche hervorgehoben, auch ohne spätes Saisonprogramm den Griff auf die Wertung fest. WM-Punkte folgen erst im nächsten Update.
Philipsen überholt Pidcock und Lenny Martinez rückt in die Top 10
Die erste Verschiebung innerhalb der Top 10 betrifft Rang sechs und sieben. Jasper Philipsen klettert einen Platz auf sechs mit 3.805,62 Punkten, während Tom Pidcock auf sieben mit 3.756,50 zurückrutscht.

Jasper Philipsen
Davor halten Wout van Aert Rang acht und Felix Gall Rang neun. Die zweite große Veränderung in den Top 10 ist der Eintritt von Lenny Martínez, der um zwei Plätze auf Rang zehn mit 3.147,38 Punkten zulegt. Der Franzose steigt trotz fehlender Zähler in der vergangenen Woche vorbei an Richard Carapaz und Mattias Skjelmose, die ihre Punkteausbeute aus der letztjährigen Tour de Luxembourg nicht verteidigt haben.
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Van der Poel klettert dank Luxemburg um drei Plätze
Einer der prägenden Fahrer der Woche war Mathieu van der Poel. Der Profi von Alpecin-Premier Tech holte zwei Etappensiege bei der Tour de Luxembourg, Resultate, die ihn im Ranking um drei Plätze nach vorn bringen.
Van der Poel springt von Rang 16 auf 13, nun bei 2.804,62 Punkten. Unter den Wochenresultaten zählt das zu den markantesten Bewegungen.
Direkt vor dem Niederländer liegen Tobias Halland Johannessen, nun 14., und Mauro Schmid, zurück auf 15. Ebenfalls auffällig: Christian Scaroni fällt um drei Plätze auf Rang 16. Dahinter behaupten Romain Grégoire und Mads Pedersen ihre Positionen, während Paul Magnier, ein Protagonist in der Slowakei, mit 2.294 Punkten auf Rang 19 liegt.
Auch Roglič und Cosnefroy im Aufwind
Unter den Bewegungen im nächsten Block ragt Primož Roglič heraus, der einen Platz auf Rang 21 gutmacht. Noch markanter ist der Sprung von Benoît Cosnefroy um vier Positionen auf Rang 22 mit 2.170,28 Punkten. Enric Mas hält Rang 24. Der Movistar-Team-Fahrer bleibt nach seinem großen Satz nach der Vuelta a España der bestplatzierte Spanier.
Im Gegensatz dazu verliert Matthew Brennan vier Plätze und fällt auf Rang 25. Einen weiteren spürbaren Aufstieg innerhalb der Top 50 liefert Laurence Pithie. Der Fahrer von Red Bull - BORA - hansgrohe rückt um vier Positionen auf Rang 30 vor und steht bei 1.837,86 Punkten.
Pithie liegt knapp vor Juan Ayuso, der einen Platz auf 31 verliert. Der Lidl-Trek-Profi ist nun der zweitbeste Spanier in der Wertung. Hinter ihm folgen Ion Izagirre auf 33 und Álex Aranburu auf 36. Die beiden Cofidis-Fahrer verlieren in diesem Update an Boden. Izagirre fällt um einen Platz, Aranburu um drei.
Der große Wochen-Sprung im UCI-WorldTour-Ranking
Den größten Satz in diesem Abschnitt der Wertung macht Jenno Berckmoes. Der Lotto-Intermarché-Fahrer schießt um zehn Plätze auf Rang 37 mit 1.621 Punkten.
Sein Aufstieg spiegelt eine starke Woche: Sechster beim Grand Prix de Wallonie und Vierter beim Kampioenschap van Vlaanderen. Zwei Top-10-Ergebnisse, die einen der auffälligsten Sprünge dieses Updates befeuern. Beim Kampioenschap van Vlaanderen siegte Henrik Pedersen von Uno-X, während den Grand Prix de Wallonie Decathlon-Youngster Aubin Sparfel gewann.
Die WM fließen noch nicht ein
Ein wichtiger Hinweis beim Lesen dieser Rangliste: Die Resultate der Weltmeisterschaften in Montreal sind noch nicht berücksichtigt.
Das bedeutet, dass die Elite-Zeitfahrsiege noch nicht in die Punkte von Remco Evenepoel oder den übrigen Fahrern eingeflossen sind. Die WM-Resultate werden im nächsten UCI-Ranking-Update integriert.
Vorerst behält Pogačar die Führung, dennoch wird sein Vorsprung auf Evenepoel schrumpfen, da sein Fehlen im Herbstkalender ins Gewicht fällt.
UCI-WorldTour-Ranking Fahrer
| Pos. | Fahrer | Team | Punkte |
| 1 | Tadej Pogačar | UAE Team Emirates - XRG | 11,481.75 |
| 2 | Remco Evenepoel | Red Bull - Bora - Hansgrohe | 7,921.61 |
| 3 | Isaac del Toro | UAE Team Emirates - XRG | 6,441.46 |
| 4 | Paul Seixas | Decathlon CMA CGM Team | 5,200.38 |
| 5 | Jonas Vingegaard | Team Visma | Lease a Bike | 4,160.82 |
| 6 ▲1 | Jasper Philipsen | Alpecin-Premier Tech | 3,805.62 |
| 7 ▼1 | Tom Pidcock | Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team | 3,756.50 |
| 8 | Wout van Aert | Team Visma | Lease a Bike | 3,728.57 |
| 9 | Felix Gall | Decathlon CMA CGM Team | 3,425.00 |
| 10 ▲2 | Lenny Martínez | Bahrain - Victorious | 3,147.38 |
| 11 ▼1 | Richard Carapaz | EF Education-EasyPost | 3,061.12 |
| 12 ▼1 | Mattias Skjelmose | Lidl-Trek | 2,973.82 |
| 13 ▲3 | Mathieu van der Poel | Alpecin-Premier Tech | 2,804.62 |
| 14 ▲1 | Tobias Halland Johannessen | Uno-X Mobility | 2,760.25 |
| 15 ▼1 | Mauro Schmid | Team Jayco AlUla | 2,700.08 |
| 16 ▼3 | Christian Scaroni | XDS Astana Team | 2,670.00 |
| 17 | Romain Grégoire | Groupama - FDJ United | 2,500.00 |
| 18 | Mads Pedersen | Lidl-Trek | 2,374.25 |
| 19 | Paul Magnier | Soudal - Quick-Step | 2,294.00 |
| 20 | Tobias Lund Andersen | Decathlon CMA CGM Team | 2,269.00 |
| 21 ▲1 | Primož Roglič | Red Bull - Bora - Hansgrohe | 2,214.00 |
| 22 ▲4 | Benoît Cosnefroy | UAE Team Emirates - XRG | 2,170.28 |
| 23 | Giulio Ciccone | Lidl-Trek | 2,158.00 |
| 24 | Enric Mas | Movistar Team | 2,153.14 |
| 25 ▼4 | Matthew Brennan | Team Visma | Lease a Bike | 2,020.00 |
| 26 ▲1 | Christophe Laporte | Team Visma | Lease a Bike | 1,997.00 |
| 27 ▼2 | Jordi Meeus | Red Bull - Bora - Hansgrohe | 1,975.00 |
| 28 | Giulio Pellizzari | Red Bull - Bora - Hansgrohe | 1,955.00 |
| 29 | Florian Lipowitz | Red Bull - Bora - Hansgrohe | 1,889.61 |
| 30 ▲4 | Laurence Pithie | Red Bull - Bora - Hansgrohe | 1,837.86 |
| 31 ▼1 | Juan Ayuso | Lidl-Trek | 1,810.53 |
| 32 ▼1 | Jasper Stuyven | Soudal - Quick-Step | 1,776.88 |
| 33 ▼1 | Ion Izaguirre | Cofidis | 1,725.29 |
| 34 ▲1 | Guillermo Thomas Silva | XDS Astana Team | 1,704.00 |
| 35 ▲1 | Tim Merlier | Soudal - Quick-Step | 1,695.88 |
| 36 ▼3 | Álex Aranburu | Cofidis | 1,636.00 |
| 37 ▲10 | Jenno Berckmoes | Lotto-Intermarché | 1,621.00 |
| 38 ▼1 | Quinn Simmons | Lidl-Trek | 1,602.82 |
| 39 ▼1 | Matteo Jorgenson | Team Visma | Lease a Bike | 1,589.82 |
| 40 ▼1 | Jai Hindley | Red Bull - Bora - Hansgrohe | 1,585.75 |

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Radsportaktuell.de und berichtet über den professionellen Radsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf Liveblogs zu wichtigen Renntagen und Etappen, bei denen er das Geschehen in Echtzeit begleitet und Ergebnisse sowie taktische Entwicklungen fortlaufend einordnet. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um Teams, Fahrer und den Rennkalender.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattformen vernetzt, darunter Nicolas Gayer und Oliver Ried. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
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