"Um zu gewinnen, darf man keine Angst vorm Verlieren haben" - Stefan Küng will seine "Fast-Mann" Rolle loswerden

Radsport
Montag, 31 März 2025 um 20:00
stefankung

Stefan Küng ist seit Jahren fester Bestandteil der großen Eintagesrennen und konnte seit 2022 insgesamt fünf Top-10-Platzierungen bei der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix einfahren. Doch ein erster Sieg bei einem der Monumente fehlt ihm bislang. 2025 will der 31-jährige Schweizer dieses Kapitel endlich abschließen und sich vom Image des "Fast-Manns" lösen.

"Ich denke, um zu gewinnen, muss man keine Angst haben zu verlieren. Doch im Profiradsport ist das heute schwieriger denn je", erklärt das Groupama-FDJ-Kraftpaket in einem ausführlichen Interview mit Write Bike Repeat. Er betont, dass sich die Einstellung zum Gewinnen durch die Einführung der World-Tour-Abstiege und -Beförderungen stark verändert habe.

"Auch für die Teams ist es die einzige Möglichkeit, sich zwischen all diesen Rennen zu messen. Sie setzen Ziele: Wir wollen unter die Top acht oder Top sechs. Man hat das Gefühl, dass sie in einer Zwickmühle stecken – einerseits wollen sie, dass du Rennen gewinnst, andererseits möglichst viele Punkte holst", führt Küng weiter aus. "Wenn du acht Mal auf Sieg fährst und am Ende nichts hast, wird das Team dich herausfordern und fragen, ob du nicht anders fahren solltest. Es ist vielleicht schwieriger denn je, auf Risiko zu gehen."

Doch eines steht fest: Küng will nicht länger nur dabei sein, sondern endlich den nächsten Schritt machen. "Greg Van Avermaet hat mir immer gesagt: 'Du musst es ins Finale schaffen. Wenn das zur Selbstverständlichkeit wird, kannst du über Siege oder Podiumsplatzierungen nachdenken. Bleib dran, und deine Chancen werden kommen." 2025 will Küng genau das tun – und seine Geduld endlich belohnen.

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