Red Bull - BORA - hansgrohe treibt den Umbau seines Kaders konsequent voran. Nachdem das Team von Ralph Denk in den vergangenen Jahren zahlreiche Topstars und vielversprechende Nachwuchsfahrer verpflichtet hat, soll nun offenbar auch
Georg Steinhauser den Weg zur deutschen Mannschaft finden. Das berichtet die
BILD.
Mit Tour-de-France-Zweitplatziertem Remco Evenepoel als neuem Aushängeschild verfolgt Red Bull - BORA - hansgrohe weiterhin das große Ziel, die Tour de France zu gewinnen. Im Idealfall soll dabei künftig auch ein deutscher Fahrer eine tragende Rolle spielen. Steinhauser könnte sich dabei als wichtiger Baustein für dieses langfristige Projekt erweisen.
Red Bull - BORA - hansgrohe baut weiter am Tour-Kader
Seit dem Einstieg von Red Bull gehört Red Bull - BORA - hansgrohe zu den aktivsten Teams auf dem
Transfermarkt.
Georg Steinhauser steht laut einem Medienbericht vor einem Wechsel zu Red Bull - BORA - hansgrohe und könnte das deutsche Team künftig in den Bergen verstärken.
2024 verpflichtete die Mannschaft Primoz Roglic und Daniel Martínez, ein Jahr später folgte mit Giulio Pellizzari eines der größten Klettertalente des Pelotons. Vor der Saison 2026 sorgte das deutsche Team schließlich für den wohl spektakulärsten Transfer, als der Vertrag von Remco Evenepoel bei Soudal - Quick-Step übernommen wurde, um das Aufgebot für die Gesamtwertung weiter zu verstärken. Zur Saison 2027 wird zudem Supertalent Lorenzo Finn zum Team stoßen.
Im hochkarätig besetzten Kader dürfte Steinhauser zunächst keine Rolle als Kapitän übernehmen. Stattdessen soll der 24-Jährige den Bergzug verstärken und sich Schritt für Schritt für größere Aufgaben empfehlen, während er auf eigene Chancen bei ausgewählten Rennen wartet.
Steinhauser setzt das deutsche Radsport-Erbe auf seine Weise fort
Georg Steinhauser stammt aus einer der bekanntesten Familien des deutschen Radsports. Sein Onkel ist Jan Ullrich, bis heute Deutschlands einziger Tour-de-France-Sieger, der 1997 in Paris triumphierte. Auch sein Vater Tobias Steinhauser war als Profi erfolgreich und belegte im Jahr 2000 den fünften Platz bei den Straßen-Weltmeisterschaften. Dennoch hat sich Georg Steinhauser seinen eigenen Weg erarbeitet.
Nach zwei Jahren beim Team Tirol KTM, wo er unter anderem gemeinsam mit Florian Lipowitz fuhr, wechselte der Deutsche in die WorldTour zu
EF Education-EasyPost. Dort entwickelte er sich innerhalb von fünf Saisons zu einem der spannendsten Kletterer im Peloton und machte sich insbesondere als starker Ausreißer einen Namen. Den endgültigen Durchbruch schaffte Steinhauser 2024, als er die 17. Etappe des Giro d'Italia nach einer beeindruckenden 34 Kilometer langen Solofahrt gewann.
2026 gab der Deutsche schließlich sein Debüt bei der Tour de France. Nach einer schwierigen Vorbereitung konnte er jedoch nicht sein volles Potenzial entfalten und musste sich mit einer unterstützenden Rolle zufriedengeben. Umso bedauerlicher war dies, weil Steinhauser im Frühjahr seine starke Form bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte – unter anderem mit einem Podestplatz in der Gesamtwertung von Paris–Nizza.