Tadej Pogačar feilt auf dem Höhepunkt seiner Vorbereitung für die
Tour de France 2026 an der Verwandlung vom vielseitigen Klassikerjäger zum verschlankten Grand-Tour-Spezialisten für die Hochalpen. Doch gut drei Wochen vor dem Tour-Start hat der Slowene schlechte Nachrichten zur Teamzusammenstellung erhalten.
Berichten zufolge wird
Marc Soler am 04.07. nicht am Start stehen, da er sich weiterhin von einem beim Giro d’Italia erlittenen Beckenbruch erholt. Das ist nicht nur ein Rückschlag für den viermaligen Tour-Sieger Pogačar, auch Soler steht nun im Wettlauf gegen die Zeit, um rechtzeitig für die Vuelta a España fit zu werden.
Als einer von Pogačars wichtigsten Helfern bei
der Tour de France der letzten Jahre liefert Soler in Bergen und im Hügelland robuste Unterstützung und ist damit ein kaum zu ersetzender Baustein in der Tour-Aufstellung von
UAE Team Emirates - XRG. In einer ohnehin von Verletzungen geprägten Saison ist es nicht das erste Mal, dass Pogačars Unterstützung bei Schlüsselnrennen geschwächt ist.
Bereits bei Monumenten wie Mailand–Sanremo, der Flandern-Rundfahrt und Paris–Roubaix trat Pogačar mit ausgedünnten Aufgeboten an, nachdem das Emirati-Team früh im Jahr mehrere Fahrer wie Jhonatan Narváez, Tim Wellens, Jay Vine und Jan Christen verletzungsbedingt verloren hatte.
Solers Sturz beim Giro d’Italia
Die Verletzungsmisere des Teams eskalierte bereits auf der zweiten Etappe des Giro d’Italia, als Vine, Adam Yates und Soler in einen Massensturz verwickelt waren, der zahlreiche Aufgabe zur Folge hatte.
Yates beendete die Etappe, trat am Folgetag jedoch nicht mehr an, während Vine und Soler weniger Glück hatten.
Vine erlitt einen Ellenbogenbruch und eine Gehirnerschütterung, Soler zog sich einen Beckenbruch zu und musste zwischenzeitlich ins Krankenhaus. Laut Berichten soll er in der kommenden Woche weitere Untersuchungen absolvieren, um den Heilungsverlauf zu bewerten und gegebenenfalls einen neuen Zeitplan für das Renncomeback festzulegen.
Unterdessen kehrt Pogačar am 17.06. beim Start der Tour de Suisse ins Renngeschehen zurück. Nach seinem Sieg bei der Tour de Romandie im Mai will der Slowene die Tour-Form feinjustieren und zugleich seine ohnehin beeindruckende Erfolgsbilanz weiter ausbauen.