Paul Seixas absolvierte am Dienstag sein erstes Mannschaftszeitfahren mit Decathlon CMA CGM. Das Team fuhr auf einen soliden sechsten Platz und eine respektable Zeit im Vergleich zu den anderen Top-Teams der Disziplin.
Es gab jedoch einen markanten Moment, in dem der 19-jährige Senkrechtstarter scheinbar seine eigene Mannschaft unter Druck setzte.
Daan Hoole gestikulierte in Richtung Seixas und forderte ihn offenbar auf, das Tempo zu drosseln. Da die Kameras die Szene klar einfingen, hat Hoole selbst im Anschluss erklärt, was passiert ist.
Zwar räumte er ein, dass ein Großteil ihres Plans
aufging, doch verlor das Team Spezialist Stefan Bisseger vor dem Finale. Dadurch musste Seixas selbst mehr Führungen übernehmen und das Tempo erhöhen.
Hoole deutete an, dass Seixas’ Führungen – insbesondere an den Anstiegen – seine Teamkollegen unter Druck setzten. Die Geste sollte sicherstellen, dass die Turns länger und nicht schärfer gefahren werden.
Hoole erklärt Geste an Seixas
„Paul ist natürlich ein sehr starker Fahrer. Er gehört zu den besten Kletterern der Welt. Wenn er am Berg führt, wird es zwangsläufig schnell“,
sagte Hoole nach der Etappe zu Reportern.„Wir hatten Stefan [Bisseger] verloren, also sagte ich ihm, dass er längere Führungen fahren müsse. Am Ende hat er das gemacht und war super stark. Wirklich der Hauptmotor unseres Teams. Und dann merkst du, dass es nicht schnell genug geht. Dann brauchst du mehr Fahrer.“
Die Etappe war gewissermaßen eine Generalprobe für das französische Team. Der Mannschaft ist klar, dass das Mannschaftszeitfahren zum Auftakt entscheidend sein wird, damit der Teenager sofort auf Augenhöhe mit Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard ist, wenn er mit großen Ambitionen zum Grand Départ anreist.
Hoole hält das Tour-de-France-Mannschaftszeitfahren für „einfacher“
Hoole ist überzeugt, dass das Mannschaftszeitfahren in Barcelona dem Team eher liegt, mit weniger Höhenmetern im frühen Teil. Seine nüchterne Kurzformel des Plans: Seixas bis zum Schlussanstieg bringen und ihn dort machen lassen.
„Bei der Tour ist es ein anderes Zeitfahren“, sagte Hoole. „Ich würde sogar sagen einfacher, weil es erst flach ist und dann der Anstieg kommt. Jetzt war es erst ein Anstieg und dann flach. Man muss also die Balance finden zwischen hart am Berg fahren und die schwereren Jungs an Bord behalten.
„Bei der Tour geht es einfach darum, so schnell wie möglich zum Anstieg zu kommen und Paul dort viel Glück zu wünschen. Dann fährt er ins Ziel.“