Der Plan von
Tom Pidcock für die kommenden Monate schien festgezurrt, doch es gibt eine kurzfristige Änderung. Der Fahrer des Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team beendet seine Frühjahrskampagne noch nicht und fügt den deutschen Klassiker
Eschborn-Frankfurt seinem Kalender hinzu.
Pidcock war auf Kurs für eine starke Frühjahrssaison mit mehreren Top-Ergebnissen, doch bei der Katalonien-Rundfahrt stürzte er eine Böschung hinab und zog sich eine schwere Knieverletzung zu, die ihn fast zwei Wochen vom Rad fernhielt. Seine Genesung verlief im April jedoch rasant, und er kehrte bei der Tour of the Alps ins Rennen zurück. Während er am ersten Tag noch von sehr schwacher Form sprach, steigerte er sich in den folgenden Etappen deutlich, gewann einen Abschnitt und zeigte an den anschließenden Bergetappen überzeugende Leistungen.
Er wollte die Form in Richtung Lüttich–Bastogne–Lüttich aufbauen, konnte dort aber letztlich nicht um das Ergebnis mitfahren, da ihn ein ungünstig getimter Defekt stoppte und er das Peloton nicht mehr erreichte. Zuvor hatte sein Trainer Kurt Bogaerts seinen Plan für die nächsten Monate skizziert: den Mountainbike-Weltcup in Nové Město, ein Höhentrainingslager, die Tour de Suisse und schließlich eine kurze Anreise von seinem Wohnsitz in Andorra nach Barcelona zum Start der Tour de France.
Eschborn-Frankfurt beschließt Pidcocks Frühjahrskampagne
Dazwischen steht nun auch Eschborn-Frankfurt, wo er als Aushängeschild gelten dürfte. „Das Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team sieht Pidcocks Teilnahme als kontrollierten Schritt innerhalb seines laufenden Formaufbaus“, schrieb das Schweizer Team in einer Pressemitteilung. „In dieser Phase liegt der Schwerpunkt auf dem Sammeln von Rennkilometern und dem weiteren Wiederherstellen der Wettkampfform nach jüngsten Rückschlägen. Eschborn–Frankfurt bietet dabei eine solide Plattform, ohne besondere Erwartungen an das Resultat zu knüpfen“.
Damit zählt er zu den Favoriten und steigert zugleich die Aufmerksamkeit für das WorldTour-Rennen, das an diesem Freitag in Westdeutschland ausgetragen wird. Das Profil kommt Puncheuren wie Pidcock entgegen und eröffnet zugleich Chancen für einen reduzierten Massensprint, in dem er ebenfalls gut aufgehoben wäre.