Die Stars von Team Jayco AlUla öffnen am 05.12. für die Medien ihre Türen, und die Kapitäne sprechen über ihre Ambitionen für die Saison 2026 sowie ihre Rennpläne. Es wird zahlreiche Einblicke vieler Fahrer geben, darunter der heute bestätigte Neuzugang Hamish McKenzie… und ein belgischer Transfer, der noch nicht öffentlich verkündet wurde.
„Hamish ist eines unserer Langzeitprojekte, er ist ein großes Talent und wir freuen uns sehr, dass er nächstes Jahr den Schritt in die WorldTour macht“, sagte Sportlicher Leiter Gene Bates in einer vom Team veröffentlichten Pressemitteilung. „Der Plan war immer, dass er zunächst Zeit mit Axel Merckx und unserem Entwicklungsprogramm verbringt, bevor er bei uns zu den Profis aufsteigt. Leider hat ihn eine Verletzung um ein Jahr zurückgeworfen, aber wir sind überzeugt, dass er nach seinen Leistungen in dieser Saison bereit ist, und freuen uns darauf, seine Entwicklung weiter zu fördern.“
Der 21-Jährige fuhr zwei Saisons für Hagens Berman Jayco, ein Team, das inzwischen eng mit der australischen Equipe verbunden ist. Er kam bereits mehrfach im Elite-Team zum Einsatz und zeigte sein Potenzial als Zeitfahrer und Rouleur bereits häufig. Am auffälligsten war sein dritter Platz im U23-Zeitfahren bei den Weltmeisterschaften 2023, geschlagen nur von Lorenzo Milesi und Alec Segaert, die beide inzwischen in der WorldTour fahren.
„Ich bin wirklich stolz und begeistert, mit Team Jayco AlUla in die WorldTour aufzusteigen“, ergänzte McKenzie. „Das ist ein Team, das Entwicklung, Teamarbeit und Chancen für junge Fahrer wie mich wirklich lebt. Ich habe dieses Team jahrelang beobachtet und bewundert und bin unglaublich dankbar für das Vertrauen, das man mir bis hierher entgegengebracht hat. Ich freue mich darauf, von Fahrern zu lernen, zu denen ich immer aufgeschaut habe, und mit dem großartigen Betreuerstab zu arbeiten. Ich kann es kaum erwarten, richtig loszulegen und meine Saison im Januar in Australien zu eröffnen!“
Ein „mysteriöser“ Neuzugang
Offiziell hat das Team derzeit 27 Fahrer unter Vertrag, doch die Zahl liegt aktuell mindestens bei 28. Jayco AlUla hat Dries de Pooter von Intermarché - Wanty verpflichtet, der laut Journalist Daniel Benson, der vor Ort in Altea ist, am Trainingslager der Australier teilnimmt. Öffentlich bestätigt ist der Transfer jedoch noch nicht.
De Pooter ist einer von drei Fahrern, die in diesem Jahr einen Sieg für die belgische Mannschaft holten, und einer der Profis, die aufgrund der Fusion zwischen Intermarché und Lotto den Verein verlassen. Biniam Girmay ist zum NSN Cycling Team gewechselt, während erst an diesem Donnerstag Red Bull - BORA - hansgrohe die Verpflichtung von Sprinter Arne Marit bestätigte.
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.