„Taktisch könnten wir etwas mit Lipowitz probieren“ – Red Bull - BORA - hansgrohe kündigt Plan für die Bergetappe an

Radsport
durch Nic Gayer
Samstag, 18 Juli 2026 um 13:44
Florian Lipowitz ahead of Stage 9 at the 2026 Tour de France
Mit der 14. Etappe kehrt die Tour de France 2026 in das Hochgebirge zurück – und sowohl Jonas Vingegaard als auch Remco Evenepoel blicken der ersten großen Bewährungsprobe der dritten Rennwoche optimistisch entgegen. Das schwere Finale in Le Markstein verspricht einen echten Schlagabtausch der Favoriten.
Im Kampf um das Gelbe Trikot liegen Vingegaard und Evenepoel derzeit auf den Plätzen zwei und drei. Beide wissen jedoch, dass sie vor allem einen Fahrer schlagen müssen: Tadej Pogacar, der auf langen und steilen Anstiegen traditionell zu den stärksten Fahrern im Peloton gehört.

Vingegaard erwartet den ersten echten Bergtest

Vor dem Start zeigte sich der Kapitän von Visma - Lease a Bike trotz eines Rückstands von 3:36 Minuten auf Pogacar zuversichtlich. Vor allem das Profil der 14. Etappe macht dem Dänen Hoffnung.
Der Schlussanstieg heute sollte mir liegen. Er ist etwas steiler und länger, es ist das erste Mal, dass wir auf solchem Terrain fahren“, sagte Vingegaard im Gespräch mit TV2.
Der zweimalige Tour-Sieger erwartet eine der bislang härtesten Etappen der diesjährigen Rundfahrt.
„Ich erwarte eine sehr harte Etappe. Es wird ein echter Tag fürs Gesamtklassement – heute und morgen. Wir müssen bereit sein für einen harten Kampf.“

Evenepoel setzt auf perfekte Vorbereitung

Auch Remco Evenepoel blickt dem ersten großen Bergtest mit Zuversicht entgegen. Der Belgier liegt derzeit 30 Sekunden hinter Vingegaard und 4:06 Minuten hinter Pogacar, glaubt jedoch, optimal vorbereitet zu sein.
Nach eigenen Angaben hat er die Etappe im Vorfeld genau analysiert und fühlt sich körperlich in ausgezeichneter Verfassung.
„Ich habe die heutige Etappe gut studiert, die Beine fühlen sich gut an, und ich erhole mich schnell. Hoffentlich wird es ein großartiger Tag“, sagte Evenepoel gegenüber VTM Nieuws.

Red Bull - BORA - hansgrohe setzt auf die Doppelspitze

Auch Red Bull - BORA - hansgrohe will die anspruchsvolle Bergetappe offensiv angehen. Sportdirektor Klaas Lodewyck erklärte, dass das Team die unterschiedlichen Stärken von Evenepoel und Florian Lipowitz taktisch nutzen möchte.
„Wir sind gut durch die letzten Etappen gekommen und haben gestern die Beine gefordert. Den Ballon d'Alsace sind wir in diesem Stil gefahren, wir wissen also, was uns erwartet. Ich denke, wir sind bereit.“
Lodewyck zeigte sich mit den Eindrücken der vergangenen Tage zufrieden und sieht beide Fahrer in guter Verfassung.
„Wir haben positive Signale von Remco und 'Lipo' bekommen, daher starten wir heute mit Vertrauen. Rein theoretisch ist die Etappe vielleicht einen Tick besser für Remco, taktisch könnten wir aber etwas mit Lipowitz probieren.“
Gleichzeitig machte der Sportdirektor deutlich, dass am letzten Anstieg letztlich die individuelle Stärke entscheiden werde.
„Am Schlussanstieg wird es jedoch Mann gegen Mann, da müssen wir abwarten.“
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