Der Start der 13. Etappe der
Tour de France 2026 sorgte für eines der ungewöhnlichsten Bilder der gesamten Rundfahrt. Auf dem Teambus, den Fahrzeugen und der Ausrüstung von
Red Bull - BORA - hansgrohe war plötzlich alles auf den Kopf gestellt: Logos erschienen invertiert, Startnummern waren verändert, und der gesamte Auftritt des Teams wirkte vollkommen aus dem gewohnten Rahmen gefallen.
Was zunächst wie eine aufwendige Marketingaktion aussah, hatte allerdings einen deutlich einfacheren Hintergrund: Aberglaube. Die deutsche Mannschaft wollte der traditionell als Unglückszahl geltenden 13 auf ihre ganz eigene Weise begegnen.
Red Bull - BORA - hansgrohe dreht wegen der Zahl 13 alles um
Für Aufklärung sorgte Patxi Vila, Sportdirektor von Red Bull - BORA - hansgrohe. Lachend erklärte der Spanier, weshalb sich das Team für die auffällige Aktion entschieden hatte.
„Wir stehen am Start der 13. Etappe der 13. Tour de France für dieses Team, seit es als BORA-hansgrohe existiert. Da die 13 aus Aberglauben immer auf den Kopf gedreht wird, haben wir beschlossen, einfach alles umzudrehen“, sagte Vila gegenüber
Diario Marca.
Anstatt die Zahl 13 als schlechtes Omen hinzunehmen, verwandelte das Team sie in einen spielerischen Versuch, mögliches Unglück abzuwehren. Vila stellte klar, dass genau dieser Gedanke hinter der Aktion stand.
„Es ist nicht so, dass es uns Pech bringt, im Gegenteil. Weil es die 13. Etappe der 13. Tour des Teams ist, geht es darum, sicherzustellen, dass sie kein Pech bringt“, scherzte er.
Die Initiative blieb im Fahrerlager der Tour de France nicht unbemerkt. Zahlreiche Beobachter fragten sich, ob die ungewöhnliche Gestaltung des Materials einen größeren logistischen Aufwand erfordert hatte. Vila reagierte auch darauf mit Humor und enthüllte anschließend ein weiteres Ritual innerhalb der deutschen Mannschaft.
Patxi Vila präsentiert den Glücksbringer des Teams
Der Sportdirektor öffnete eines der Teamfahrzeuge und zeigte eine kleine Puppe namens Pedro, die innerhalb des Tour-Trosses inzwischen als Talisman gilt.
„Das ist Pedro. Er ist derjenige, der uns wirklich Glück bringt“, sagte Vila lachend.
Hinter dem kuriosen Begleiter steckt eine persönliche Familiengeschichte. Wie Vila erklärte, war die Puppe ein Geschenk seiner beiden Töchter und begleitet das Team seitdem durch die Rundfahrt.
„Pedro ist ein Geschenk meiner Töchter und er kommt jeden Tag der Tour mit uns mit“, sagte der Sportdirektor.
Mit auf den Kopf gestellten Logos, veränderten Startnummern und einem kleinen Glücksbringer im Fahrzeug begegnete Red Bull - BORA - hansgrohe der gefürchteten 13. Etappe somit mit einer Mischung aus Humor, Aberglaube und Teamritualen.
„Wir haben alles gegen das Pech aufgeboten: Alles steht Kopf und Pedro ist auch dabei. Also alles gut“, schloss Vila, bevor es auf einen der symbolträchtigsten Tage der Tour de France 2026 ging.