„Es ist immer dieselbe Person“ – Wütende Elisa Balsamo wird durch einen Sturz aufgehalten und verpasst den Schlusssprint bei der Tour de France Femmes

Radsport
Sonntag, 02 August 2026 um 12:00
ElisaBalsamo
Eine wütende Elisa Balsamo hat eine ungenannte Fahrerin scharf kritisiert, nachdem sie im Finale der Auftaktetappe der Tour de France Femmes hinter einem Sturz aufgehalten wurde. Die Sprinterin von Lidl-Trek konnte dadurch den Sprint nicht bestreiten.
Der Zwischenfall ereignete sich gut einen Kilometer vor dem Ziel im ansteigenden Finale an der Côte Saint-François. Balsamo wurde 36. und verlor 37 Sekunden auf Siegerin Lorena Wiebes.
An der Spitze demonstrierte SD Worx ProTime Sprinterin Wiebes ihre starke Kletterform, parierte Attacken der Kletterinnen und Puncheurinnen und setzte anschließend ihren typischen, unwiderstehlichen Sprint, um das Feld klar auf Distanz zu halten und den sechsten Etappensieg ihrer Karriere bei der Tour de France Femmes zu sichern.
Ex-Weltmeisterin Balsamo hat noch nie eine Etappe bei der Grand Tour gewonnen, stand jedoch zweimal nahe am Podium, und zeigte sich im Interview nach der Zielankunft entsprechend erzürnt. Ohne Namen zu nennen, deutete sie an, dass manche Fahrerinnen bereits in früheren Rennen Fehler gemacht hätten.
Lorena Wiebes jubelt über den Sieg am Samstag
Lorena Wiebes took the win on Saturday

Balsamo wütend nach der Etappe

„Es gibt Fahrerinnen, die immer wieder die gleichen Fehler machen. Schaut man auf vergangene Rennen, ist es immer dieselbe Person“, sagte Balsamo bei Eurosport nach dem Ziel.
Unterdessen kam Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prévot am Samstag sicher durch die erste Prüfung und beendete den Tag in der Spitzengruppe. Teilweise arbeitete sie für Routinier Marianne Vos, ehe eine Attacke von Demi Vollering diesen Plan durchkreuzte und Vos letztlich Tages-18. wurde.
„Ich habe mich in dieser ersten Etappe gut gefühlt; es war wirklich schnell und etwas verwinkelt, mit vielen Verkehrsinseln in den Ortschaften“, sagte Ferrand-Prévot bei L'Équipe.

Ferrand-Prévot startet Titelverteidigung

„Es war ein ziemlich nervöses Rennen, aber ich war immer gut positioniert. Es war großartig, weil mich meine Teamkolleginnen den ganzen Tag über wirklich geschützt haben. Mir hat der Tag sehr gefallen.“
„Am Ende war unser Auftrag, Marianne für den Sprint anzufahren. Ich sollte, wie im vergangenen Jahr, ein hohes Tempo anschlagen, aber das Tempo war bereits sehr hoch; wäre ich schneller gefahren, hätte ich Konter kassieren und Zeit verlieren können. Deshalb habe ich etwas dosiert.“
Am Sonntag folgt eine weitere Chance für die Sprinterinnen: Von Aigle nach Genf spricht das Profil klar für schnelle Beine. Nach ihrem dominanten Auftritt ist Lorena Wiebes die Favoritin auf den Doppelschlag.
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