Die
Tour de la Provence 2026 findet vom 13. bis 15.02. statt, setzt den französischen Etappenrennen-Kalender fort und kehrt in die Berge zurück, wo das Rennen bereits bemerkenswerte Auftritte gesehen hat. Wir blicken auf die Profile.
Das französische Rennen wurde 2016 erstmals ausgetragen, und sein erster Sieger war eine der ikonischsten Figuren Frankreichs: Thomas Voeckler. Rohan Dennis gewann die folgende Ausgabe, und 2020 rückte das Rennen ins Rampenlicht, als Nairo Quintana am Chalet Reynard – dem härtesten Teil des Anstiegs zum Mont Ventoux, dem renommiertesten Berg der Region – eine herausragende Kletterleistung zeigte.
Die Strecke wird häufig verändert und erlaubt dadurch verschiedenen Fahrertypen, um den Sieg zu kämpfen. Nach der Absage 2023 kehrte das Rennen 2024 zurück, und die beiden jüngsten Ausgaben gewann Mads Pedersen von Lidl-Trek. Diese Siege verdankte er nicht seiner reinen Sprintstärke, sondern seiner Fähigkeit, im Hügelland zu glänzen – im Vorjahr schlug er auch Matej Mohoric.
Profil: Marseille - Saint-Victoret
Etappe 1: Marseille - Saint-Victoret, 163 Kilometer
Die Auftaktetappe führt von Marseille nach Saint-Victoret und ist ein ständiges Auf und Ab, ohne langen Anstieg, aber mit vielen kurzen Wellen über den gesamten Tag. 2400 Höhenmeter auf 163 Kilometern, mit Klettereinlagen ab Kilometer 0.
Die Fahrer bewältigen zahlreiche Anstiege, auf denen jederzeit Attacken kommen können. Der letzte markante liegt 30 Kilometer vor dem Ziel, doch das Finale verläuft überwiegend bergab, was ein effektives Hinterherfahren erschwert. Unterm Strich ein Tag, der schwer zu kontrollieren ist und reichlich Chaos verspricht.
Profil: Forcalquier - Station de Lure
Etappe 2: Forcalquier - Station de Lure, 175,5 Kilometer
Die Königsetappe führt zurück zur Station de Lure, jenem Anstieg, der 2022 die jüngste Bergetappe beherbergte und auf dem Nairo Quintana gewann. Er ist nicht so schwer wie das Chalet Reynard, aber ein echter Klettertest – besonders Mitte Februar, wenn viele ihre Form noch aufbauen.
Die 175 Kilometer lange Etappe ist abseits des Schlussanstiegs nicht übermäßig hart, einige kleinere Anstiege stehen an, doch die Kräfte werden für das Gipfelfinale gebündelt. Der Schlussanstieg misst 13,7 Kilometer bei 6,4 % und dürfte die entscheidenden Abstände im Gesamtklassement schaffen.
Profil: Rognac - Arles
Etappe 3: Rognac - Arles, 205 Kilometer
Die Schlussetappe bietet endlich eine klare Chance für die Sprinter ohne direkte Konkurrenz, auch wenn der Tag alles andere als einfach ist. Das erste Drittel führt über anspruchsvolles Terrain, in dem sich eine starke Gruppe absetzen kann, doch das Finale nach Arles ist komplett flach – nach 205 Kilometern Straße.