Startliste Lombardei-Rundfahrt 2025 | Fahrer: Tadej Pogacar, Remco Evenepoel, Tom Pidcock, Primoz Roglic, Isaac del Toro und mehr
Radsport
Am 11. Oktober nimmt das Peloton das letzte Monument der Saison 2025 in Angriff: Il Lombardia. Der italienische Klassiker ist das Monument der Bergfahrer, das Finale der Saison und eines der letzten großen Rennen des Jahres. Sehen Sie hier die Startliste für das Rennen!
Das Rennen ist seit seiner ersten Auflage im Jahr 1905 ein Eckpfeiler des Radsports. Es erhielt schnell den Titel Giro di Lombardia und wurde liebevoll als Classica delle foglie morte - der "Klassiker des fallenden Laubes" - bezeichnet. Im Laufe der Jahrzehnte hat das Rennen ein reiches Erbe aufgebaut. Die legendären italienischen Rennfahrer Fausto Coppi und Alfredo Binda haben hier ihre Spuren hinterlassen, wobei Coppi mit fünf Siegen den Rekord hält. Auch Eddy Merckx, Sean Kelly und in jüngerer Zeit Vincenzo Nibali haben das anspruchsvolle Terrain der Lombardei bezwungen.
Jüngere Geschichte
Im letzten halben Jahrzehnt ist Il Lombardia zum Synonym für einen Namen geworden: Tadej Pogacar. Die slowenische Sensation holte sich 2024 seinen vierten Sieg in Folge und zementierte seine Dominanz beim letzten Monument der Saison mit einem verheerenden Soloangriff auf dem Colma di Sormano. Der Sieg, der mit einem Vorsprung errungen wurde, den es seit Eddy Merckx im Jahr 1971 nicht mehr gegeben hat, bestätigte Pogacars eisernen Griff um das Rennen und seinen Platz in der Radsportgeschichte. Hinter ihm vervollständigten Remco Evenepoel und Giulio Ciccone das Podium, aber es gab wenig Zweifel an der Hauptgeschichte des Tages.
Sein Triumph von 2023 kam in ähnlich souveräner Weise zustande. Pogacar griff in der Abfahrt des Passo di Ganda an, setzte sich von einer Verfolgergruppe ab und gewann zum dritten Mal in Folge solo. Andrea Bagioli und Primoz Roglic mussten sich mit den hinteren Plätzen begnügen, während Pogacar eine weitere Meisterleistung im Herbst feierte. Im Jahr zuvor, 2022, musste der Slowene noch tiefer in die Tasche greifen - dieses Mal konnte er sich in Como in einem Zweiersprint gegen Enric Mas durchsetzen. Diese Ausgabe war ebenso ein Abschied wie eine Krönung, denn es war die letzte Monument-Teilnahme für die Legenden Vincenzo Nibali und Alejandro Valverde.

Pogacar feiert seinen Sieg im Jahr 2024
Es war im Jahr 2021, als Pogacar zum ersten Mal das "Rennen der fallenden Blätter" eroberte, indem er Fausto Masnada nach einem Angriff auf dem Passo Ganda ausstach. Dieser Sieg krönte ein Jahr, in dem er bereits die Tour de France und Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen hatte, und fügte seinem wachsenden Palmarès ein weiteres Monument hinzu. Vor Pogacars Regentschaft hatte Jakob Fuglsang 2020 einen hart erkämpften Sieg errungen, und zwar in einem wegen COVID-19 umgestalteten August-Kalender. Der Däne setzte sich in den letzten Anstiegen gegen George Bennett und Aleksandr Vlasov durch, und das in einer seltenen Ausgabe, die nicht auf der traditionellen Route nach Como entschieden wurde.
Wie erwartet, kehrt Pogacar im Jahr 2025 zurück und steht damit an der Spitze der Ambitionen des UAE Team Emirates - XRG.
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Startliste Il Lombardia 2025
Decathlon AG2R La Mondiale
Berthet, Clément
Bisiaux, Léo
Prodhomme, Nicolas
Seixas, Paul
Staune-Mittet, Johannes
Tronchon, Bastien
Vendrame, Andrea
Red Bull - BORA - hansgrohe
Aleotti, Giovanni
Hindley, Jai
Pellizzari, Giulio
Roglič, Primož
Sobrero, Matteo
Tratnik, Jan
Vlasov, Aleksandr
Team Polti VisitMalta
Bais, Davide
Bais, Mattia
De Cassan, Davide
Gomez, Germán
Piganzoli, Davide
Sevilla, Diego Pablo
Tonelli, Alessandro
Bahrain Victorious
Bilbao, Pello
Caruso, Damiano
Eulálio, Afonso
Martinez, Lenny
Tiberi, Antonio
Træen, Torstein
Zambanini, Edoardo
Uno-X Mobility
Bugge, Martin Urianstad
Dversnes, Fredrik
Hoelgaard, Markus
Holter, Ådne
Johannessen, Tobias
Kulset, Johannes
Leknessund, Andreas
Q36.5 Pro Cycling Team
Azparren, Xabier Mikel
Brambilla, Gianluca
Calzoni, Walter
Camprubí, Marcel
Pidcock, Tom
Vader, Milan
Zukowsky, Nick
Lidl - Trek
Bagioli, Andrea
Bernard, Julien
Mollema, Bauke
Mosca, Jacopo
Simmons, Quinn
Skjelmose, Mattias
Skujins, Toms
Alpecin - Deceuninck
Bayer, Tobias
Debruyne, Ramses
Glivar, Gal
Gogl, Michael
Janssens, Jimmy
Meurisse, Xandro
Vergallito, Luca
Team Jayco AlUla
Conca, Filippo
De Marchi, Alessandro
Dunbar, Eddie
Matthews, Michael
O'Connor, Ben
Schmid, Mauro
Zana, Filippo
Intermarché - Wanty
Barré, Louis
Goossens, Kobe
Meintjes, Louis
Petilli, Simone
Rota, Lorenzo
Smith, Dion
Zimmermann, Georg
INEOS Grenadiers
Arensman, Thymen
Bernal, Egan
Ganna, Filippo
Hamilton, Lucas
Kwiatkowski, Michal
Langellotti, Victor
Puccio, Salvatore
EF Education - EasyPost
Carapaz, Richard
Healy, Ben
Honoré, Mikkel
Powless, Neilson
Rafferty, Darren
Shaw, James
Sweeny, Harry
XDS Astana Team
Champoussin, Clément
Conci, Nicola
Higuita, Sergio
Masnada, Fausto
Scaroni, Christian
Ulissi, Diego
Velasco, Simone
Team Picnic PostNL
Barguil, Warren
Combaud, Romain
Hamilton, Chris
Koerdt, Bjoern
Leemreize, Gijs
Onley, Oscar
Vermaerke, Kevin
Lotto
Craps, Lars
Livyns, Arjen
Orins, Robin
Sepúlveda, Eduardo
Taminiaux, Lionel
Thompson, Reuben
Vandenabeele, Henri
Team Visma - Lease a Bike
Benoot, Tiesj
Graat, Tijmen
Kruijswijk, Steven
Kuss, Sepp
Lemmen, Bart
Tulett, Ben
Uijtdebroeks, Cian
Soudal - Quick-Step
Cattaneo, Mattia
Evenepoel, Remco
Garofoli, Gianmarco
Landa, Mikel
Lecerf, Junior
Serry, Pieter
Vervaeke, Louis
UAE Team Emirates XRG
Del Toro, Isaac
Majka, Rafał
Novak, Domen
Pogačar, Tadej
Sivakov, Pavel
Vine, Jay
Yates, Adam
Groupama - FDJ
Braz Afonso, Clément
Bystrøm, Sven Erik
Germani, Lorenzo
Grégoire, Romain
Martin-Guyonnet, Guillaume
Molard, Rudy
Rolland, Brieuc
VF Group - Bardiani CSF - Faizanè
Fiorelli, Filippo
Magli, Filippo
Pinarello, Alessandro
Rojas, Vicente
Stenico, Mattia
Tarozzi, Manuele
Tolio, Alex
Cofidis
Aranburu, Alex
Izagirre, Ion
Lastra, Jonathan
Oldani, Stefano
Samitier, Sergio
Teuns, Dylan
Thomas, Benjamin
Movistar Team
Aular, Orluis
Canal, Carlos
Formolo, Davide
Milesi, Lorenzo
Quintana, Nairo
Romo, Javier
Rubio, Einer
Arkéa - BnB Hotels
Epis, Giosuè
Guernalec, Thibault
Guernalec, Victor
Huys, Laurens
Svestad-Bårdseng, Embret
Tjøtta, Martin
Verre, Alessandro
Tudor Pro Cycling Team
Alaphilippe, Julian
Hirschi, Marc
Kluckers, Arthur
Storer, Michael
Thalmann, Roland
Warbasse, Larry
Wilksch, Hannes

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Anfang 2025 Redakteur bei Radsportaktuell.de. Er berichtet dort über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Rennberichten, Einordnungen und Hintergrundtexten, mit denen er sportliche Entwicklungen im Peloton verständlich und präzise erklärt. Bei großen Renntagen arbeitet er zudem mit Live-Formaten, um das Geschehen fortlaufend zu dokumentieren und zeitnah einzuordnen.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er sportlich selbst aktiv und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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- Also bitte, 1 MRT und man weiß bescheid. Vorausgesetzt die Ärzte sind keine Vollpfosten. Ich schreibe das, weil schon wieder PPNl das Thema ist.Wurm30-10-2026
- Wer ist Kimi Antonelli und hat Mercedes jetzt ein Radteam?Wurm29-10-2026
- Sorry für meine Vertipper. Seltsam, dass man nichtmal 5 Minuten lang editieren kann.Wurm25-10-2026
- Ich bon etwas verwirrt, das ganze Jahr hieß es "Ineos hat mit Netcompany nen 100 Millionen Euro Fisch an Land gezogen. Plus das Total Enerfie Geld sollte doch genug vorhanden sein. Oder hat ne absurde Ablöse für Onley alles verbraucht? Dann sollte dwe Verantwortliche evtl gehangen werden ;)Wurm25-10-2026
- Hoffe sie setzen sich durch, ist überfällig und so kann's ja echt nicht weitergehen.Bonos10-10-2026
- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026








