Während die 13. Etappe der diesjährigen Vuelta a España prädestiniert für eine Ausreißergruppe war, machte die Präsenz von
Mattias Skjelmose die Lage etwas heikler, da der Däne vor dem Start nur 7:42 Minuten hinter Enric Mas lag.
Anschließend gab der
Lidl-Trek-Kapitän zu, dass sein kleiner Vorstoß vor der Schlüssletappe 14 nicht wirklich geplant war, sondern sich aus der Rennsituation ergab – und Skjelmose entschied sich mitzuziehen:
„So war es nicht gedacht, aber wenn man einen Freifahrtschein bekommt, nimmt man ihn eben mit“, sagte er nach der Etappe gegenüber
TV 2 Sport.
Es gab keinen Grund, nicht zu gehen
Obwohl Skjelmose keinen Tag vor dem Peloton geplant hatte, reagierte er aufmerksam auf alle frühen Attacken und sprang schließlich nach vorn, als sich kurz vor dem Zuschlagen der Tür die Gelegenheit bot.
„Unten nach der Abfahrt gab es einen kleinen Tritt, da sind wir einfach zu ihnen hochgefahren, ohne großen Aufwand. Und mir wurde gesagt, dass sie hinten versucht haben, die Straße zu blockieren, also dachte ich, das muss ich mir ansehen. Ich wollte so wenig Energie wie möglich investieren und schauen, was dabei herausspringt.“
Seine Präsenz an der Spitze wurde schließlich einigen seiner Gesamtkonkurrenz zum Dorn im Auge, sodass der Vorsprung der Ausreißer nie groß genug wurde, um Skjelmose zur ernsthaften Top-5-Gefahr zu machen.
„Ich glaube, ein paar waren nicht begeistert, dass ich dort saß, und sie haben zu unschönen Taktiken gegriffen. Ich glaube nicht, dass es anders gelaufen wäre. Wäre ich in der ersten Gruppe gewesen, wäre eine Gruppe auch ohne mich gefahren. INEOS und Bahrain waren etwas unzufrieden, aber wenn es ein Problem gab, hätten sie ja einfach fahren können.“
Darauf geachtet, nie zu viel zu investieren
Als vorne die Post abging, konnte sich Skjelmose nicht mehr verstecken. Am Ende fand der Däne eine Art Zusammenarbeit mit den Vor-Etappen-Elften Clément Berthet und dem Zwölften Cristián Rodríguez.
„Ich habe erst auf dem Flachstück da unten ehrlich geführt. Ich habe versucht, einige der anderen – Berthet und Rodríguez – so viel wie möglich arbeiten zu lassen. Ich habe meinen Teil trotzdem gemacht, aber soweit ich verstanden habe, hat hinten ein INEOS-Team eine Harakiri-Verfolgung gefahren. Da lässt sich nicht viel machen. Aber 2:15 Minuten gutzumachen, ist auf jeden Fall ein schöner Einstieg ins Wochenende.“
Am Ende bleibt Skjelmose Gesamt-7., gewinnt jedoch deutlich Zeit auf Sepp Kuss und Harold Tejada – seine engsten Rivalen in der Gesamtwertung. Zudem macht der Däne einen Teil der in früheren Bergetappen verlorenen Zeit wett und rückt an den Sechsten Jakob Omrzel heran, der nun nur noch 33 Sekunden voraus ist.