Sepp Kuss wollte Jonas Vingegaards Verlust des Gelben Trikots in Les Angles nicht als großen Rückschlag werten, obwohl
Tadej Pogacar auf der
3. Etappe der
Tour de France 2026 sowohl den Etappensieg als auch die Gesamtführung übernahm.
Vingegaard wurde hinter seinem größten Rivalen Zweiter, nachdem ein kurzer Bergaufsprint Pogacars Explosivität voll begünstigte.
Team Visma | Lease a Bike verließ die erste Pyrenäen-Etappe ohne Gelb, aber auch ohne Zeitverlust Vingegaards gegenüber Pogacar.
Im Gespräch mit TV 2 Sport nach der Etappe ordnete Kuss Vingegaards Ergebnis am Streckenprofil ein. „Es ist nicht so schlimm“, sagte Kuss. „Zweiter auf der Etappe ist schon ziemlich gut, denn Pogacar ist auf so einem Finale nahezu unschlagbar.“
Pogacar wurde im Schlusskilometer von Isaac del Toro angefahren, nachdem UAE Team Emirates – XRG weite Teile der zweiten Rennhälfte die Ausreißerjagd übernommen hatte. Vingegaard saß an Pogacars Hinterrad, als der Sprint losging, doch der Slowene setzte sich sofort ab und übernahm nach drei Renntagen das Gelbe Trikot.
Visma rechnete mit einer Ausreißerentscheidung
Kuss stellte zudem klar, dass Visma die Etappe nicht kontrollieren wollte. Nach einer langen, aggressiven Eröffnungsphase setzte sich eine große Gruppe ab; Alex Baudin gefährdete kurz das Gelbe Trikot und holte später das Bergtrikot. „Wir sind davon ausgegangen, dass die Flucht durchkommt, daher hatten wir keine Pläne zu kontrollieren“, sagte Kuss. „Am Ende haben sie die Etappe kontrolliert und den verdienten Sieg geholt.“
Damit lag es an UAE, das Rennen zu prägen. Tim Wellens, Nils Politt und Felix Großschartner arbeiteten, um die Gruppe zurückzuholen, bevor Del Toro Pogacar perfekt für den Schlussanstieg positionierte.
Vingegaard verlor zwar Gelb, liegt aber weiterhin zeitgleich mit Pogacar. Remco Evenepoel folgt mit 23 Sekunden Rückstand, Del Toro mit 24 Sekunden und Juan Ayuso mit 27. Die größeren Bergetappen kommen erst noch, doch in Les Angles bewertete Visma Rang zwei hinter Pogacar als Ergebnis, mit dem man leben kann.