Die Wertungen der Tour de France 2026 werden sich über drei Rennwochen verschieben, vom Grand Départ in Barcelona am 04.07. bis zur Schlussetappe in Paris am 26.07.. Über Zeitfahren, Sprintetappen, Ausreißerchancen und Hochgebirge kann jeder Tag das Rennen um Gelb und die übrigen Trikots drehen.
Dieses Live-Wertungszentrum wird nach jeder Etappe der Tour de France 2026 mit der aktuellen Gesamtwertung, Punktewertung, Bergwertung und Nachwuchswertung aktualisiert. Mit dem Fortschritt des Rennens zeichnet es die Schlüsselbewegungen im Kampf um das Gelbe, Grüne, Gepunktete und Weiße Trikot nach.
Die Gesamtwertung bleibt der zentrale Schlagabtausch der Tour, doch die übrigen Klassifikationen erzählen häufig eigene Geschichten, wenn das Rennen durch wechselndes Terrain führt. Sprintetappen können die Punktewertung auf den Kopf stellen, Bergetappen die Jagd auf das Gepunktete transformieren, und die Nachwuchswertung kann sich rasch drehen, wenn junge Fahrer über mehrere Drucktage getestet werden.
Mit 21 Etappen und vier großen Trikotwertungen können sich die Tour-Gesamtstände durch Zeitabstände, Bonifikationen, Ausreißer, Sprintpunkte, Bergpunkte und rennentscheidende Zwischenfälle ändern. Diese Seite begleitet diese Verschiebungen durch die gesamte Tour de France 2026.
Durch seinen Etappensieg hat Pogacar das Gelbe Trikot übernommen, obwohl Jonas Vingegaard nach drei Etappen zeitlich gleichauf bleibt. Der Unterschied an der Spitze hängt daher nun von den Bonuspunkten und den Platzierungen ab, wobei Pogacar nach seinem Sieg in Les Angles nun die Gesamtwertung der Tour anführt. Dank des Ergebnisses im Mannschaftszeitfahren setzt sich Pogacar mit gerade einmal 72 Hundertstelsekunden Vorsprung gegen Vingegaard durch.
Hinter den beiden Führenden liegt Remco Evenepoel mit 23 Sekunden Rückstand weiterhin auf Platz drei, Isaac del Toro mit 24 Sekunden Rückstand auf Platz vier und Juan Ayuso mit 27 Sekunden Rückstand auf Platz fünf, sodass die Spitze der Gesamtwertung weiterhin dicht beieinander liegt. Paul Seixas bleibt mit 48 Sekunden Rückstand Sechster, während Florian Lipowitz, Lenny Martinez, Tobias Halland Johannessen und Ilan Van Wilder die Top 10 vervollständigen, nachdem Romain Gregoire am Col de Toses aus der Spitzengruppe zurückgefallen war.
Pogacars Etappensieg führte auch zu einer Neuordnung in der Punktewertung: Der Spitzenfahrer des UAE Team Emirates – XRG rückte mit 55 Punkten vom dritten Platz auf den ersten Platz vor. Jonas Vingegaard kletterte dank seines starken Endspurts um vier Plätze auf den zweiten Rang mit 44 Punkten, während Isaac del Toro, der den Tag als Führender begonnen hatte, mit 39 Punkten von der Spitze auf den dritten Platz zurückfiel.
Mads Pedersens Einsatz in der Ausreißergruppe zahlte sich trotz des verpassten Etappensiegs aus: Dank seiner Zwischenwertungen kletterte er um acht Plätze auf den vierten Rang mit 37 Punkten. Remco Evenepoel rundet mit 33 Punkten die Top 5 ab, während Paul Seixas und Mattias Skjelmose nach dem Bergankunft in Les Angles ebenfalls zu den großen Aufsteigern des Tages zählten.
Rng
▼▲
Fahrer
Team
Pnt
1
▲2
Pogačar Tadej
UAE Team Emirates - XRG
55
2
▲4
Vingegaard Jonas
Team Visma | Lease a Bike
44
3
▼2
del Toro Isaac
UAE Team Emirates - XRG
39
4
▲8
Pedersen Mads
Lidl - Trek
37
5
▼1
Evenepoel Remco
Red Bull - BORA - hansgrohe
33
6
▲3
Johannessen Tobias Halland
Uno-X Mobility
32
7
▲8
Seixas Paul
Decathlon CMA CGM Team
28
8
▼6
Molenaar Alex
Caja Rural - Seguros RGA
25
9
▲17
Skjelmose Mattias
EF Education - EasyPost
25
10
▼3
Carapaz Richard
Lidl - Trek
23
Bergwertung nach der 3. Etappe
Alex Baudin war der klare Sieger im Kampf um die Bergwertung und sicherte sich mit 12 Punkten, die er während seiner Ausreißerphase sammelte, das gepunktete Trikot. Der Fahrer vom Team EF Education – EasyPost holte am Col de Toses die maximale Punktzahl und legte am Col du Calvaire noch weitere Punkte drauf, wodurch er direkt an die Spitze der Gesamtwertung rückte.
Auch Nicolas Prodhomme nutzte den Ausreißversuch, um mit 9 Punkten auf den zweiten Platz vorzurücken, während Raul Garcia Pierna, der dazu beigetragen hatte, die Ausreißergruppe zu spalten, mit 6 Punkten Dritter wurde. Alex Molenaar, der den Tag im gepunkteten Trikot begonnen hatte, fiel mit 5 Punkten auf den vierten Platz zurück, während Brandon McNulty und Vlad Van Mechelen mit 4 Punkten knapp dahinter liegen.
Rng
▼▲
Fahrer
Team
Pnt
1
Baudin Alex
EF Education - EasyPost
12
2
Prodhomme Nicolas
Decathlon CMA CGM Team
9
3
García Pierna Raúl
Movistar Team
6
4
▼3
Molenaar Alex
Caja Rural - Seguros RGA
5
5
▼3
McNulty Brandon
UAE Team Emirates - XRG
4
6
Van Mechelen Vlad
Bahrain - Victorious
4
7
▼1
Pogačar Tadej
UAE Team Emirates - XRG
3
8
▼5
Johannessen Tobias Halland
Team Jayco AlUla
3
9
▼5
Engelhardt Felix
Uno-X Mobility
2
10
Paret-Peintre Valentin
Soudal Quick-Step
2
Tour-de-France-Quiz für Radsportkenner (2): Geschichte im Fokus
10 Fragen · ≈ 5 Min. · 12 Spieler
um in der Rangliste mitzumachen.
Nachwuchswertung nach Etappe 3
Isaac del Toro behält nach einem weiteren starken Tag für das UAE Team Emirates – XRG die Führung in der Nachwuchswertung. In der Gesamtwertung liegt er 24 Sekunden hinter Pogacar, führt aber weiterhin das Rennen um das weiße Trikot an. Juan Ayuso folgt mit nur drei Sekunden Rückstand auf Platz zwei, wodurch es in dieser Wertung zwischen den beiden Fahrern, die in der Gesamtwertung bereits auf den Plätzen vier und fünf liegen, weiterhin äußerst eng zugeht.
Auch Paul Seixas blieb fest im Rennen und behauptete mit einem Rückstand von 24 Sekunden den dritten Platz, obwohl das Decathlon CMA CGM Team Nicolas Prodhomme aus der Ausreißergruppe zurückholte, um ihn in der Schlussphase zu unterstützen. Lenny Martinez liegt mit 45 Sekunden Rückstand auf Platz vier, während Lennert Van Eetvelt mit 1:23 Rückstand die Top 5 vervollständigt.
Rng
▼▲
Rider
Team
Time
1
del Toro Isaac
UAE Team Emirates-XRG
08:47:19
2
Ayuso Juan
Lidl-Trek
+ 03
3
Seixas Paul
Decathlon CMA CGM Team
+ 24
4
▲ 1
Martinez Lenny
Bahrain Victorious
+ 45
5
▲ 3
Van Eetvelt Lennert
Lotto-Intermarché
+ 01:23
6
▲ 1
Piganzoli Davide
Team Visma | Lease a Bike
+ 01:51
7
▲2
Uijtdebroeks Cian
Movistar Team
+ 03:00
8
▼ 2
Baudin Alex
EF Education-EasyPost
+ 04:55
9
▲ 3
Tiberi Antonio
Bahrain Victorious
+ 06:53
10
Vacek Mathias
Lidl-Trek
+ 08:32
Teamwertung nach der 3. Etappe
Fortsetzung folgt...
Die vollständigen Wertungen aller Klassifikationen der Tour de France 2026 finden Sie hier.
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.