Weniger als 24 Stunden nach seinem dominanten Solosieg bei
Omloop Het Nieuwsblad wird
Mathieu van der Poel nicht bei Kuurne–Bruxelles–Kuurne starten.
Die Entscheidung bestätigte Alpecin–Premier Tech-Sportdirektor Christoph Roodhooft, der klarstellte, dass der Schritt strategisch und nicht reaktiv sei.
„Vor allem das Profil und ein paar kleine Faktoren haben uns dazu bewogen, dass Mathieu heute nicht fährt“,
erläuterte Roodhooft in Aussagen, die HLN sammelte.Form nachgewiesen, Risiko unnötig
Am Samstagabend herrschte noch echte Unsicherheit. Van der Poel gab nach seinem Omloop-Triumph selbst zu, „es ist noch nichts entschieden“ in Bezug auf Kuurne, und fügte an, dass das Team das später im Bus bespreche.
Am Sonntagmorgen hatte sich die Rechnung verändert. „Gestern im Omloop hat Mathieu auch gezeigt, dass er bereits mehr als gut genug ist“, sagte Roodhooft. „Im Training ist zum Beispiel das Sturzrisiko geringer.“
Die Botschaft war eindeutig. Nach einem chaotischen, sturzreichen Omloop mit mehreren Krankenhausaufenthalten gab es beim Doppelstart mehr zu verlieren als zu gewinnen. Van der Poel hatte bereits scharfe Form, Entschlossenheit am Molenberg und an der Muur sowie die Fähigkeit bewiesen, ein Rennen bei harten Bedingungen solo zu beenden.
Mit Tirreno–Adriatico in Sicht war Zurückhaltung folgerichtig.
Gesteuerter Aufbau Richtung Italien
Statt in Kuurne erneut anzutreten, bleibt Van der Poel in Belgien und trainiert durch die kommende Woche. Anschließend reist er nach Italien, um Tirreno–Adriatico am Montag, 09.03., zu beginnen.
Die Entscheidung spiegelt ein gängiges Muster der modernen Klassiker-Vorbereitung wider. Siegen Ende Februar ist wertvoll, doch die Form zu schützen, ist oft wichtiger. Nachdem er gezeigt hatte, dass er aus der Distanz attackieren, das Chaos am Molenberg überstehen und an der Muur alleine wegfahren kann, bestand kein akuter Beweiszwang mehr.
Omloop lieferte die Bestätigung. Kuurne war optional.
Mit diesem Schritt wählten Alpecin–Premier Tech Kontrolle statt Akkumulation und bewahrten ihren Kapitän für die größeren Ziele, die nun folgen.