Gianni Vermeersch ist an der Seite zweier der größten Stars des Radsports gefahren,
Remco Evenepoel und
Mathieu van der Poel, und sieht bei beiden eine prägende Eigenschaft: einen außergewöhnlichen Siegeswillen. Der Belgier, derzeit stark unterwegs bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes und in der Hoffnung auf ein Tour-de-France-Aufgebot, blickte auf seine Erfahrungen mit beiden zurück und erklärte, warum für ihn ihre Mentalität der eigentliche Unterschied zum restlichen Peloton ist.
Zwei Champions mit derselben Denkweise
Als aktueller Teamkollege von Evenepoel und langjähriger Helfer für Van der Poel in den Klassikern hat Vermeersch einen einzigartigen Blick auf zwei prägende Figuren des Sports. „Unterscheiden sie sich charakterlich von normalen Fahrern? Sie sind beide Gewinner“, sagte Vermeersch gegenüber
Wieler Revue.
Nach Ansicht des Belgiers erfordert der Sprung an die absolute Spitze eines Sports kompromisslose Konsequenz in jedem Lebensbereich. „Du musst bereit sein, alles zu tun, um zu gewinnen, wenn du in einem Sport so gut werden willst“, erklärte er. „Sonst wirst du niemals der Beste in deinem Sport.“
Vermeersch meinte, Van der Poels Wettkampfnatur gehe weit über das Radfahren hinaus und zeige sich selbst in kleinsten Spielen und Herausforderungen. „Sie wollen selbst die dümmsten Spiele gewinnen“, sagte er. „Vor allem Mathieu. Er war wirklich in allem der Beste.“
Mathieu van der Poel, Tadej Pogacar und Remco Evenepoel on the podium of the 2026 Tour of Flanders
Seltene Niederlagen gegen Mathieu
Gefragt, wie Van der Poel mit Niederlagen umgehe, musste Vermeersch lachen – solche Momente seien äußerst selten gewesen. „Nun, das kam in diesen Jahren praktisch nicht vor“, sagte er. „Egal ob Computerspiele oder andere Sportarten…“
„Vielleicht habe ich einmal eine Partie Billard gewonnen, aber das war ein einzelnes Spiel aus mehreren Matches. Er gewinnt alles, was mit Wettbewerb zu tun hat.“
Van der Poels Talente abseits des Rads sind gut dokumentiert: In der Jugend zeigte er im Fußball großes Versprechen und entwickelte sich später zu einem
äußerst fähigen Golfer.