Omloop-Chaos setzt Tudor schwer zu: Stefan Küng erleidet Oberschenkelbruch, Rick Pluimers verliert bei einem Sturz am Molenberg Zähne

Radsport
Sonntag, 01 März 2026 um 12:15
Stefan Kung
Das Omloop Het Nieuwsblad 2026 bot Spektakel, für das Tudor Pro Cycling Team jedoch vor allem schmerzhafte Folgen.
Innerhalb eines Nachmittags in Belgien erlitt die Schweizer Mannschaft einen Oberschenkelbruch bei Stefan Küng und verlor Rick Pluimers nach einem schweren Sturz in der entscheidenden Molenberg-Szene, die das Rennen prägte. Statt des Auftakts in Tudors Frühjahrskampagne folgte der medizinische Ernstfall.

Küng muss nach schwerem Sturz operiert werden

Küng ging im wiederkehrenden Chaos des Männerrennens zu Boden. Der 32-jährige Schweizer stürzte heftig und wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht, wo er über Nacht blieb.
Die Untersuchungen bestätigten einen Bruch des linken Oberschenkels. Aufgrund von Lage und Schwere der Fraktur ist eine Operation notwendig. Tudor meldete am Samstagabend, dass Küng so schnell wie möglich in die Schweiz verlegt wird, um sich dem Eingriff zu unterziehen.
Die Verletzung ist nicht nur für Küng persönlich ein schwerer Rückschlag, sondern auch für Tudors Klassiker-Ambitionen. Der Schweizer Kraftfahrer war in den vergangenen Saisons eine zentrale Figur auf dem Pflaster, geschätzt für seine Zähigkeit, Zeitfahrqualitäten und die Fähigkeit, weite Vorstöße zu lancieren. Sein Ausfall direkt zum Opening Weekend stört die Statik ihres Frühjahrs.
In einem Rennen, das von Seitenwind, glatten Pavés und zahlreichen Stürzen auf Eikenberg, Molenberg und der Muur van Geraardsbergen geprägt war, gehörte Küng zu den schwerwiegenderen Opfern.

Pluimers’ Molenberg-Sturz verschärft den Schlag

Anderswo im Rennen hatte Tudor bereits einen Schreckmoment zu verkraften.
Auf den rutschigen Pflastersteinen des Molenbergs stürzte Rick Pluimers, als er der Beschleunigung von Florian Vermeersch folgen wollte. Der Sturz löste das nun viel zitierte Ausweichmanöver von Mathieu van der Poel aus, der auf wundersame Weise auf dem Rad blieb, als er am gestürzten Niederländer vorbeizog.
Pluimers zog sich bei dem Sturz Zahnschäden zu und verlor zwei Zähne, als er mit dem Gesicht auf das Pflaster schlug. Der 25-Jährige erhielt anschließend umgehend zahnärztliche Behandlung und bestätigte, dass Zähne und Lächeln bereits wiederhergestellt sind.
Auch wenn die Verletzungen weit weniger gravierend sind als bei Küng, pausiert Pluimers Kuurne-Brüssel-Kuurne vorsorglich. Sein Zustand ist stabil, Frakturen wurden vermieden, doch der Vorfall beendete sein Rennen faktisch in einer entscheidenden Phase. Mehr Details zu Pluimers’ Reaktion auf den Sturz finden Sie in unserem früheren Bericht.
Rick Pluimers lächelt mit abgebrochenem Zahn nach Sturz bei Omloop Het Nieuwsblad
Rick Pluimers lächelt mit abgebrochenem Zahn nach Sturz bei Omloop Het Nieuwsblad

Ein brutaler Start in die Klassikersaison

Das Opening Weekend gilt oft als Reset für das Peloton nach den Wintertrainingslagern. Die diesjährige Ausgabe wirkte eher wie eine Erinnerung an die Unberechenbarkeit des Radsports.
Für Tudor sind die Schäden unmittelbar und greifbar. Küngs Reha-Zeitplan wird nun bestimmen, wie viel von der Pflasterkampagne er noch retten kann. Pluimers, der glimpflicher davonkam, startet in den Frühling mit Aufbauarbeit statt mit Momentum.
Während Mathieu van der Poel in Ninove den Sieg feierte, verließ Tudor Belgien mit einer anstehenden Operation und einer neu sortierten Aufstellung.
Die Klassikersaison hat gerade erst begonnen. Für das Tudor Pro Cycling Team trägt sie bereits Narben.
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