Die diesjährige Vuelta a España startet in Monaco, und eine Rückkehr zu einem Heimstart scheint auf Jahre nicht geplant zu sein. Die Organisatoren sind mit Bewerbungen für Auslandsstarts ausgelastet und offenbar bereits mindestens bis 2028 verplant.
Der jüngste spanische Vuelta-Start datiert auf das hochumstrittene Mannschaftszeitfahren 2023 in Barcelona. Seither begannen die vergangenen zwei Ausgaben in Portugal beziehungsweise Italien.
Für die kommenden Jahre könnten weitere Länder zum Zug kommen, Dänemark wird stark mit der Ausgabe 2027 in Verbindung gebracht. Und laut
La Nuova Sardegna bewirbt sich die Stadt Cagliari aktiv darum, 2028 den Start auf Sardinien auszurichten.
Zwar ist Sardinien Teil der Giro d’Italia-Historie mit drei Grande Partenze auf der Insel in den Jahren 1991, 2007 und 2017, doch für eine der anderen Grand Tours wäre es ein Debüt auf sardischem Boden.
Zur Untermauerung der Bewerbung stellte die Regionalversammlung 7,5 Millionen Euro bereit, um die ersten drei Etappen abzusichern. Der Vorstoß kommt nicht von ungefähr: 2028 jährt sich die Gründung des Königreichs Sardinien zum 700. Mal.
„Mit dem Haushaltspaket hat der Regionalrat den Vorschlag der Regierung gebilligt, alle förderfähigen Anträge in allen 13 Programmen zu finanzieren, insbesondere jene für Sport und große Festivals. Darum geht es“, kommentierte Tourismusassessor Franco Cuccureddu die Annahme der Bewerbung.
Die Regierung bewilligte eine Investition von „über 10 Millionen Euro zur Unterstützung von Gemeinden, örtlichen Tourismusverbänden sowie Sport- und Kulturvereinen für Großereignisse mit touristischem Potenzial. Mit demselben Artikel haben wir außerdem mit 3 Millionen Euro das Silvesterprogramm finanziert, um Sardinien als Reiseziel weiter zu fördern – nicht nur für den Sommer.“